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Call It Tragedy – Turbulence – Ein Traum von Core – Album Review

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Call It Tragedy wurden mir immer wieder auf Instagram vorgeschlagen. Reingehört habe ich aber nie, das hat sich spontan am letzten Sonntag geändert. Hab mir mal die aktuelle Single Feather angehört, war begeistert und darf euch nun das ganze Album vorstellen.

Nachdem ich in letzter Zeit, mit Ausnahme von „Misfit“ von Nior, nicht wirklich in meiner musikalischen Heimat unterwegs war ändert sich das mit „Turbulence“ nun wieder. Mit ihrem zweiten Album bleiben sie dem Metalcore treu, welcher mich stark an eine Mischung aus den alten Bullet For My Valentine und Bury Tomorrow erinnert.

Wir starten mit dem sehr technischen Illusion Of Control und den markanten Screams von Shouter Jörn. Wenn man so sagen will startet das Album mit Illusion Of Control recht klassisch und ohne große Überraschungen. Starke Metalcore Nummer die schon mal zeigt was hier alles möglich ist.

Atmosphärisch und vertrackt beginnt Immortal, bis die Struktur in Form feinster vom Djent inspirierten Riffs und wuchtigen Drums einsetzen und Jörn mit seinen Screams wieder alles in Grund und Boden fetzt. Auf der Spitze wird dieser Part durch den melodischen Refrain und dem Clean Gesang von Harvey wieder etwas ausgebremst.

Die Jungs finden ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Cleans und Screams. Die Screams sind zwar sicherlich etwas präsenter, doch sind die Cleans selten nur ein Mittel zum Zweck sonder harmonieren sehr gut mit den Screams. Instrumental wird dies durch die oft atmosphärischen Parts und den an Djent erinnernden Riffs noch besser eingefangen. Als bestes Beispiel für die wunderbare Harmonie im Sound sei hier die aktuelle Single Feather ans Herz gelegt. Hier haben sie gut die Quintessenz ihres Sounds verpackt. Wir bekommen unglaublich melodische Parts (gesanglich an The Word Alive erinnernd), sehr harte Parts und dazu einen dicken Batzen Atmosphäre.

Wenn man will kann man ausnahmslos jeden Track noch beschreiben, da jeder etwas eigenständiges hat. Mal sind das die dominierenden Cleans, mal die richtig fetten Solos die geboten werden. Eine Nummer die aber noch speziell erwähnt werden muss ist der Titeltrack Turbulence. Zu erst mal muss ich sagen das es mich oft stört wenn Alben nach einem Song vom Album benannt werden. Eigentlich ja völlig Wurst, mir gefällt es aber persönlich nicht. Warum ich das gerade hier erwähne und nicht bei den zig anderen Titeltracks? Weil wir hier wahrlich das Zentrum des Albums haben. Das ist aber auch überraschend, da Turbulence ein Instrumental ist das komplett ohne Gesang auskommt. Es startet mit Wasser, das sich den Weg über den Strand bahnt. Ich tauche ab und bin gefesselt von dem wunderschönen Klangteppich, der ohne Frage die Stimmung des Intros weiter aufnimmt. Streicher und Piano fungieren als Gerüst vor dem sich die Instrumentalfraktion aufbaut und eine Atmosphäre erzeugt die mit Bands wie The Ocean mithalten kann. Das Piano wird immer weiter in den Hintergrund gedrängt, bis die harten Djent Riffs das Kommando übernommen haben.

Fazit:
Call It Tragedy haben mit „Turbulence“ ein überaus starkes zweites Album aufgenommen, das sich auf internationaler Ebene nicht vor den großen Namen im Metalcore Biz verstecken muss.

Die einzelnen Komponenten funktionieren kombiniert unglaublich gut und man wird direkt mitgerissen. Call It Tragedy ist eine weitere Band die die Qualität von deutschem Metalcore bestätigt.

Fans von We Came As Romans, The Word Alive, den alten Bullet For My Valentine, Bury Tomorrow und Of Mice And Men (Carlile Ära) können hier bedenkenlos zugreifen, ebenso wie auch Fans von progressiven Bands wie The Ocean und Periphery sicherlich ein Ohr riskieren sollten.

Ich vergebe 9 von 10 Bängs.

neun von zehn

„Turbulence“ erscheint am 24. April und wird als CD (direkt bei der Band), Digitales Album und Stream erhältlich sein.

Line-Up:
Jörn – Vocals
Harvey – Bass/Clean Vocals
Thorsten – Guitar
Daniel – Drums

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Patrick

Patrick

geb. 1993. Musik-Fan seit 2010. Verlobt Ein Sohn. Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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