Album Reviews, Reviews

Defecto – Duality – Album Review

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Genre: Heavy Metal, Modern Metal, Progressive Metal

Land: Dänemark

Momentan bin ich gerade dabei die Diskographie von Siamese zu vervollständigen. Hat im ersten Moment jetzt eher wenig mit Defecto zu tun. Was die beiden Bands verbindet ist zum einen das sie beide aus Dänemark kommen und, was eigentlich noch wichtiger ist, mich extrem begeistern können. Ich hatte leider noch keine Zeit mich durch die Diskographie von Defecto zu hören, wenn die zwei bisher veröffentlichten Alben aber auch nur ansatzweise so gut sind wie es „Duality“ ist verstehe ich nicht warum die Dänen nicht schon längst in der obersten Liga des Metal mitspielen.

Mit ruhigen Tönen startet Rings of Saturn, mit Start der Vocals bin ich dann in Gedanken bei Shinedown. Nach gut einer Minute wird dieses ruhige Konstrukt dann aber mit einem fetten Solo in seine Einzelteile zerlegt und mit der kommenden Power kommt auch eine weitere Facette der Vocals zum Vorschein und erinnert nun an Disturbed oder auch Stone Sour. Nach einem wunderbaren Teil mit einem Chor kommt mir dann auch noch M. Shadows von Avenged Sevenfold in den Kopf. Schon ein sehr abwechslungsreicher Start, der aber gerade einmal an der stilistischen Oberfläche kratzt. Unbedingt zu erwähnen sind die perfekten und nahtlosen Übergänge zwischen den einzelnen Songs, was das Hören noch einmal angenehmer macht.

Mit einem fetten Brocken A7X geht es dann im folgenden The Uninvited weiter, der größte Unterschied liegt hier aber in der Unverbrauchtheit von Defecto. Die Drums sind ganz klar die Stützte der Nummer und geben das deutlich höhere Tempo vor. Das sie sich auch in Punkto Gitarrenarbeit nicht vor den US Megasellern verstecken brauchen beweist das fette Solo in der Mitte des Tracks. Als wären Riffs, Drumming und Atmosphäre nicht schon genug hat The Uninvited auch ein paar knackige Screams zu bieten. Das Outro, welches auch aus einem klassischen Horrorfilm stammen könnte ist dann die Krönung des ganzen. Einfach wunderbar.

Aber nicht nur eher lange Songs mit fünf Minuten + stehen den Dänen. Das eher kurze Rise kann mit seinen satten Basslines und einen auf Airplay getrimmten Aufbau durchaus überzeugen. Geht schnell ins Ohr und kommt ohne große atmosphärische Komponenten daher, was aber wirklich gut passt. Eine starke Metal Nummer.

Über die Albumlänge schafft es Defecto die Qualität konstant zu halten und immer wieder zu überraschen. Langeweile kann auf Grund der Abwechslung gar nicht aufkommen. Ich mag die symphonischen Aspekte der Musik unglaublich gerne. Alles klingt wie aus einem Guss.

Mein persönliches Highlight ist aber der ohne Frage experimentellste Track Washed Away. Im Intro hat sich recht präsent ein Glockenspiel versteckt, das gemeinsam mit den gewohnt starken Riffs und dem Drumming schon mal richtig Bock macht. Dominiert wird der Song von einem elektronischen Beat, den die Band im Intro als Riff eingebaut hat. Irgendwo im Mid Tempo angesiedelt reißen mich die Vocals hier mit Abstand am meisten mit. Der Refrain, in dem die Instrumente wieder dominieren, ist einfach nur wunderbar, ebenso so wie die elektronischen Strophen. Und dieses Glockenspiel, verdammt dieses Glockenspiel passt da so unfassbar gut rein. Am liebsten würde ich mich in Washed Away baden, so sehr erreicht es mich und lässt mich nicht los.

Fazit:

Ich bin geplättet. Geplättet von dem was uns hier aus Dänemark erreicht. Ich bin ganz bestimmt kein Experte was Musik angeht. Ich bin einfach nur ein Typ der gerne Musik hört und als solcher muss ich sagen das Defecto es mit „Duality“ ganz weit nach oben in meiner bisherigen Jahres Top 10 geschafft haben. Es ist einfach unglaublich spannend anzuhören und fesselt mich komplett mit jeder Nummer.

Ich vergebe 9,5 von 10 Bängs.

„Duality“ erscheint am 23. Oktober via Black Lodge Records / Rough Trade und wird als CD, Vinyl, Digitales Album und Stream erhältlich sein.


Line-Up:

Thomas Bartholin – Bass

Nicklas Sonne – Guitar/Lead Vocals

Mikkel Christensen – Drums

Frederik Møller – Lead Guitar


Tracklist:

1. Rings of Saturn

2. The Uninvited

3. Rise

4. Paradigm of Deceit

5. All For You

6. Untamed

7. Condemned

8. Bed of Nails

9. Washed Away

10. Tempest

11. Don´t Say Goodbye

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Patrick

Patrick

geb. 1993. Musik-Fan seit 2010. Verlobt Ein Sohn. Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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