Genre: Horror Punk

Die Wiener Horror-Punks von Bloodsucking Zombies from Outer Space liefern mit Blood Is For Suckers ein Album ab, das genau das tut, was man von ihnen erwartet – und genau darin liegt zugleich seine größte Stärke wie auch seine Schwäche. Innovationen sucht man hier vergeblich, wer allerdings eine satte Portion schmutzigen Horror-Punk mit Augenzwinkern will, bekommt solide Kost serviert.

Von der ersten Minute an regiert das vertraute Rezept aus schnellen, schnörkellosen Gitarrenriffs, einem pumpenden Bass, treibenden Drums und Melodien, die nostalgische Gefühle in einem hervorrufen, wenn man mit der Musik von Blink 182 und Co. aufgewachsen ist. Das funktioniert, keine Frage. Der Opener geht direkt nach vorne, baut Druck auf und transportiert diese typische BZFO-Atmosphäre zwischen Gruft, Comic-Horror und Punkclub-Keller. Doch je weiter das Album voranschreitet, desto stärker beschleicht einen das Gefühl, vieles schon einmal gehört zu haben.

Die Songs sind einfach gehalten und deswegen eingängig, was aber dazu führt, dass die Platte im Mittelteil etwas an Spannung verliert. Überraschungsmomente sind bei dieser Art von Musik halt Mangelware. Hier und da wäre eine mutige Tempodrosselung, ein stilistischer Bruch oder zumindest ein paar klangliche Experimente nett gewesen, die dem Album dadurch mehr Dynamik verliehen hätten.

Auch textlich bleiben die Zombies ihrem Horror-Universum treu, das Blut spritzt und es wimmelt nur so von Untoten und Zombies, dass so mancher zweitklassige Splatter-Movie neidisch sein dürfte. Das macht Spaß, auch über die gesamte Albumlänge hinweg.

Trotz dieser Kritikpunkte ist Blood Is For Suckers kein schwaches Album. Es ist vielmehr ein Werk, das auf bewährte Stärken setzt und sich nicht neu erfinden will. Für eingefleischte Fans ist das absolut ausreichend. Für Hörer, die auf Weiterentwicklung gehofft haben, bleibt ein leicht schaler Beigeschmack.

Fazit: Blood Is For Suckers ist ein solides Horror-Punk-Album mit viel Energie und Attitüde, dafür gibt es auch solide 7 von 10 Bängs.

sieben von zehn

Blood Is For Suckers ist am  06.02. über Schlitzer Pepi Records! erschienen

Line Up:

Dead Richy Gein – Vocals

Mr. Jim Evilize – Gitarre, Backing Vocals

Reverend Bloodbath – Keyboard, Backing Vocals

Dejan Decay – Kontrabass

Marty Midnight – Drums

Track List:

Intro-Venous

Something Wicked This Way Comes

Van Helsing Syndrome

Monster

Blood Is For Suckers

Dear Mister Price

Damaged Ghosts

Nightborn

Evocation

Die Young!

Smoke & Mirrors

Krampus Is Coming

696 Sermons

Outro-City

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By Christian B

Ich höre alles von traditionellem Heavy Metal, Black, Death, T(h)rash, Folk. Power über Punkrock und was es sonst noch so alles gibt, gut muss es halt sein. Wobei es mir allerdings die Zehennägel aufstellt, ist langweiliger Prog wie in Dream Theater, Queensrÿche, Opeth und Co. zelebrieren. Da schlafe ich schlichtweg ein.

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