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Blazing Rust – Line of Danger – Ein Album Review

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Heavy Metal aus Russland und das mit deutlich europäischem Einschlag? Klingt komisch, ist es aber nicht. Russland hat doch eher einen Exotenstatus, was Musik von dort angeht. Ihre Herkunft hört man Blazing Rust zu keiner Minute an, was ich eigentlich Schade finde. Ich bin der Meinung, dass man Musik durchaus anhören darf und soll, wo sie herkommt, sei es mit regionalen Instrumenten oder Melodien, die man mit dem jeweiligen Land/Kontinent verbindet.

Stattdessen bekommt man viel Rainbow, natürlich Iron Maiden, und auch etwas Saxon um die Ohren, was ja an sich auch nicht das Schlechteste ist. Das an Dio´s Holy Diver erinnernde Coverartwork zeigt auch deutlich die Richtung, in die es gehen soll.

Was die noch recht frische Truppe aus St.Petersburg auf ihrem erst zweiten Longplayer abliefert, ist nicht von schlechten Eltern. Blazing Rust spielen schnörkellosen Heavy Metal, hier treffen knackige Riffs auf viel Melodie, bei dem es sich vortrefflich Headbangen lässt und die Luftgitarre nur so malträtiert wird.

Igor Arbuzov, der Sänger der Band, hinterlässt keinen schlechten Eindruck auf Line of Danger, und weiß in mittleren Tonlagen wie auch in den hohen Bereichen zu überzeugen. Und auch die Instrumentalfraktion braucht sich nicht zu verstecken. Hier weiß jeder der Fünf, was er tut und wie er sich am besten in Szene setzt.

Fazit: Titel wie Amidst, the furious waves, Only to burn und The son of Lucifer sollten Jeden, der auf traditionellen Metal steht, aufhorchen lassen. Ein mit einer Spielzeit von 38:17 Minuten relativ kurzweiliges Album, das ohne negatives Füllmaterial auskommt. Jetzt noch etwas Eigenständigkeit und Mut zu ihrer Herkunft dann gäbe es mehr als „nur“ 7,5 Bängs von 10 Bängs.

 

Line of Danger erscheint über Pure Underground Records am 24. Juli 2020

 

Line up:

Igor Arbuzov – Vocals

Roman Dovzhenko – Guitars

Serg Ivanov – Guitars

Dmitry Pronin – Bass

Dmitry Dovzhenko – Drums

Tracklist:

Let it slide

Line of Danger

Amidst, the furious waves

Race with reality

The son of lucifer

Murder

Only to burn

Crawling blind

Total playing time: 38:17

 

 

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Christian B

Christian B

Ich höre alles von traditionellem Heavy Metal, Black, Death, Trash, Folk. Power über Punkrock und was es sonst noch so alles gibt, gut muss es halt sein. Bei was es mir allerdings die Zehennägel aufstellt ist langweiliger Prog wie in Dream Theater, Queensrÿche, Opeth und co. zelebrieren. Da schlafe ich schlichtweg ein.

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