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Being As An Ocean – PROXY: An A.N.I.M.O. Story – Auf Selbstfindungstrip – Album Review

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Being As An Ocean kennt man als Hardcore Band oder zumindest kannte man sie als solche. Album Nummer 5 verlässt diesen Weg, dies macht schon das Intro Intro (The Envoy) klar. Die Gitarren-Musik macht elektronischen Beats Platz. Die Screams werden nur noch minimal genutzt.

Irgendwo zwischen Linkin Park, Depeche Mode und den modernen Bring Me The Horizon haben die Jungs ihre Wurzeln hinter sich gelassen und liefern klar poppigere Musik, aber auch spannendere, ab. Ich bin ehrlich: die Musik der Anfänge war schon nicht schlecht, doch waren sie im Hardcore Bereich nie meine Baustelle. Mit „PROXY: An A.N.I.M.O. Story“ ändert sich das aber. Klar sagen jetzt viele sie geben sich für Kommerz her, warum sollte aber eine Band nicht einmal was wagen. Das aufgeben was sie ausmachte und scheinbar bei Null starten? Bereits der Vorgänger wies weniger Härte auf und zeigte wie wunderbar die Musik auch ohne Screams und harter Instrumentalisierung funktionieren kann.

Wobei ganz so ist es dann auch nicht. Die Single Play Pretend ist eine Drum´n´Bass Nummer die aber dennoch mit sehr metalischen Riffs ausgestattet wurde, dazu sind auch im Hintergrund vereinzelt Screams hörbar. Ein spannender Song, der zeigt was für ein frischer unverbrauchter Wind hier weht.

Der größte Hit hat sich aber noch etwas weiter hinten versteckt. An Position Vier steht mit Brave der Song, der all das ist was Being As An Ocean früher waren und dies auf ihren neuen Stil ummünzt. Ein Text der in Mark und Bein geht, gerade dann wenn die Phrase „Hold Me Now“ geschluchzt wird. So kenne ich diese Jungs und so wird man sie immer kennen. Der Rest drumherum könnte so sicherlich auch von Pop-Acts kommen, aber wisst ihr was? Es ist mir scheißegal. Die Mucke ist stark. Die Vocals so hammermäßig, das ich mich frage warum diese nicht schon früher mehr genutzt wurden, und auch instrumental und von den Beats her unglaublich stark.

Zwischen R´n´B, Pop, Rock und einer gemäßigten Prise Heavyness gibt es auch noch einen Track bei dem sich du Jungs wahrscheinlich dachten: Wir können noch so wie früher Leute! Mit B.O.Y. haben wir die einzige Nummer die mit Screams in den Strophen aufwarten kann. Die Beats geben einen gewissen asiatischen Touch. Stand hier vielleicht The Blackout von Linkin Park Pate? Interessantes Ding, auch wenn es etwas aus dem Rahmen fällt.

Fazit:
Ein krasser Wechsel. Warum kann man hier davon ausgehen das es die Band ist die diese Veränderung wollte? „PROXY: An A.N.I.M.O. Story“ ist das erste Album das Being As An Ocean unter eigenem Label veröffentlichen, so kann man davon ausgehen das es der Wille der Band war und nicht jemand im Hintergrund die Fäden gezogen hat.

Hut ab für den Mut den sie mit dem neuen Album bewiesen haben. Wenn mich jemand fragen würde welche Bands ich als Einstieg in die harte Musik empfehlen würde, wären das neben Linkin Park und Bring Me The Horizon nun auch ganz klar Being As An Ocean.

Ein gutes, abwechslungsreiches Album. Ich vergebe 9 von 10 Bängs.

„PROXY: An A.N.I.M.O. Story“ erschien am 13. September via BAAO in Kooperation mit Believe Distribution und ist als CD, Vinyl, Digitales Album und Stream erhältlich.

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Patrick

Patrick

geb. 1993. Musik-Fan seit 2010. Verlobt Ein Sohn. Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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