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Aerolith – Megalorama Part 1 – Album Review

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Genre: Space Rock

Land: Österreich

Nach den beiden selbst betitelten ersten Alben kommt das Space Rock Trio Aerolith mit einem neuen Album um die Ecke und bietet die ausuferndsten Songs, die die Band bisher komponiert hat.

Auf Gesang wird wieder verzichtet, stattdessen bekommen wir satte Gitarrenwände geboten.

Mit Medicine startet der neue Dreher des Trios eigentlich auch wieder wie zu erwarten, die größte Veränderung ist aber ohne Frage, dass man sich härtetechnisch etwas mehr in Richtung Metal orientiert. So wird man nach dem spacigen Intro mit fetten und für die Verhältnisse von Aerolith doch sehr harten Riffs empfangen. Ergänzt wird das Ganze dann von den ebenfalls härteren Drumparts, die sich mehr denn je in die progressive Richtung entwickeln. Die Space Elemente fallen so auch um einiges mehr auf als bei den letzten Alben. Hier könnt ihr in Medicine reinhören.

Während Medicine einen klar modernen Anstrich bekommen hat und mich phasenweise sogar Richtung modernem Prog Metal schielen lässt,  ist Voyager Rising eine Retro Prog Rock Nummer mit starker Nähe zu klassischem Heavy Metal. Wobei man sagen muss, dass dies alles natürlich auf dem Spacekonstrukt des Keyboards aufgebaut ist. Zwar sind die Keys generell weniger geworden, das bedeutet aber nichts, da sie nach wie vor die ganz besondere Aerolith-Atmosphäre erzeugen.

„Megalorama Part 1“ ist sicherlich eine kleine Wundertüte, weil ich mir nicht dachte, dass die drei Herren ihren Sound so umfangreich erweitern, wie sie es mit den vier Songs machen. Nächstes Beispiel gefällig? Atomic Propulsion startet mit thrashigen Gitarren und Drum Parts, nach kurzer Zeit in Kombination mit den Keys. Im Laufe des Songs werden dann auch immer wieder leicht psychedelisch angehauchte Riffs eingebaut, ohne aber den thrashigen Ton zu verlieren.

Das abschließende Zarflax ist sicherlich die klassischste Aerolith Nummer auf Album Nummer 3, aber nicht minder spannender als der Rest des Trips. Die Gitarren grooven deutlich mehr als bisher zu hören und die Keys sind wieder ein sehr präsentes Stilmittel geworden. An gewissen Stellen ist Zarflax angenehm ausufernd und schon beinahe chaotisch, nur um im nächsten Moment wieder geerdet und gefasst um die Ecke zu kommen. „Megalorama Part 1“ könnte für mich auch gerne der Soundtrack eines Sci-Fi Filmes sein. Alles wirkt viel runder als auf den bisherigen Veröffentlichungen und zeigt eine gewisse Dramaturgie, die in den letzten Minuten von Zarflax ihren Höhepunkt findet. Die Keys werden bedrohlicher und auch die Gitarrenarbeit vermittelt einen düsteren Ton. Die Drums machen ihr übriges und schaffen es dann, insgesamt ein richtig beklemmendes Gefühl zu erzeugen. Und auch wenn uns die letzten Riffs wieder mit einem positiveren Ton zurück lassen, oder es zumindest versuchen, können diese nicht die beängstigenden Töne der letzten Minuten ungeschehen machen.

Fazit:

Ich hätte es mir nicht gedacht aber Aerolith können mich mit ihrem nunmehr dritten Album wird gut abholen und machen viel Spaß. Es hat der Band wirklich gut getan, mehr Abwechslung in ihre Musik einzubauen.

Ich vergebe 8,5 von 10 Bängs.

„Megalorama Part 1“ erscheint am 15. Oktober als Vinyl, Digitales Album und Stream.


Line-Up:

Manuel Schlick – Drums

Gerald Kaiser – Guitar

Rade Kutil – Keyboard/Bass


Tracklist:

1. Medicine

2. Voyager Rising

3. Atomic Propulsion

4. Zarflax

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Patrick

Patrick

geb. 1993. Musik-Fan seit 2010. Verlobt Ein Sohn. Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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