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ZDF-Fernsehgarten – Das war die diesjährige Ausgabe des „Rock im Garten 2023“ aus Mainz

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Am Sonntag fand nach der pandemiebedingten Fernsehpremiere 2021 ohne Zuschauer vor Ort und der Livepremiere mit Publikum 2022 (den Bericht findet ihr hier) nun die zweite Live-Ausgabe des „Rock im Garten“ im Rahmen der ZDF-Kulktshow „ZDF Fernsehgarten“ statt. Im weiträumigen Livegelände des ZDF auf dem Mainzer Lerchenberg begrüßt Kultmoderatorin Andrea „Kiwi“ Kiewel vor ausverkauftem Hause ca. 6500 Zuschauer. Ganz dem Motto entsprechend, sind neben dem üblichen Stammpublikum anders wie an üblichen Sonntagen auch zahlreiche schwarz gekleidete Rock-und Metalfans anwesend, die sich wohl hauptsächlich wegen der angekündigten musikalischen Gäste in das normalerweise eher den Schlager- und Partymusikfans vorbehaltenen Fernsehformat „verirrt“ haben dürften. Andrea Kiewel, passend zum Sendungsmotto diesmal in einem schwarzes Outfit mit Rockergürtel gekleidet, könnte damit problemlos auch in Wacken an den Start gehen. Auch die „Pommelgabel“ sitzt in diesem Jahr beim Einmarsch. Im Netz kommt besonders das Outfit von Kiwi durchweg sehr gut an, „best Outfit ever“ ist immer wieder zu lesen, ist sie normalerweise für ihre knallig bunten Outfits bekannt. Professionell wie immer führt sie durch die Sendung und kann auch die Rockfans auf den Rängen begeistern und immer wieder zu lautstarken Beifallsstürmen motivieren.

Während der über zweistündigen Livesendung gibt es wie jeden Sonntag neben den musikalischen Auftritten auch dieses Mal allerlei buntes Begleitprogramm, dass mehr oder weniger mit dem Thema Rock und Metal zu tun hat. Neben einer Demonstration des Frankfurter Rugbyteams SC Frankfurt 1880 und dem Kampfsportler Harun Özdemir, der per Salto 10 Bierflaschen in 90 Sekunden öffnen will, läßt der 115kg schwere Kraftsport-Hühne Matthias Göth wie einst Joey De Maio die Muskeln spielen und zieht fast spielerisch einen 31 Tonnen-Lastzug nur per Muskelkraft 20 m über das ZDF-Gelände. Besonders die Vorstellung der Do it Yourself -Fanmöbel durch Esther Ollick ist für die Musikfans unter den Gästen interessant, die sicherlich einige Anregungen und Ideen zum Pimpen eines ganz persönlichen Möbelstücks ihrer Lieblingsband bekommen haben dürften.

Als besonderer Gast darf Kiwi an diesem Sonntag erstmals auch ihren „Schatz“, den Comedian Mario Barth in ihrer Sendung begrüßen, der heute seine Kochkünste am Herd zeigen darf und dem Publikum neben zahlreichen Barth-typischen Gags mit seiner „Berliner Schnauze“ auch selbstgemachte Buletten mit Kartoffenstampf und Kaiserschmarren auftischt. Meist kommen die Gags von Deutschland`s Comedian Nr. 1 und die Berliner Duelle mit der ebenfalls aus Berlin stammenden Kiewel gut beim Publikum an und werden lautstark von seinen Fans abgefeiert, wenn auch nach der Ausstrahlung im Netz kritische Stimmen zu seinem Auftritt laut werden, ob der Auftritt der erste und auch letzte gewesen sein wird.

Doch bleiben wir bei der musikalischen Seite der Veranstaltung, schließlich sind wir eine Musikmagazin für Rockmusik der verschiedenen Sparten, über Mario und die anderen Gäste darf sich die Klatschpresse und das WWW ausgiebig auslassen.

Nachdem im letzten Jahr u.a. Metal Queen Doro Pesch und Kissin Dynamite die deutsche Flagge gen Himmel streckten, kommen die musikalischen Gäste dieses Mal etwas überraschend fast ausschließlich aus Skandinavien, die ja bekannt sind für ausgesprochen melodischen erstklassigen Hardrock.

Mando Diao eröffnet nach ihrer letztjährigen kurzfristigen krankheitsbedingten Absage in diesem Jahr die Sendung mit ihrem Hit „Down In The Past“, bevor die finnischenSymphonic-Metaller von Amberian Dawn ihre rockige Version vom ABBA-Klassiker „Lay All Your Love on me“ zum Besten geben. Nachdem die Schweden von H.E.A.T schon im letzten Jahr mit am Start waren, können sie mit „Freedom“ und später in der Sendung noch mit „Champions“ die Werbetrommel für ihre in den nächsten Tagen startende Tour zusammen mit Ihren Landsleuten von Eclipse rühren (Infos zur Tour findet Ihr hier).

Erstmals gibt es auch Powermetal im Rock im Garten zu bestaunen. Die normalen Fernsehgartenzuschauer werden sich zunächst etwas verwundert die Augen gerieben haben, als die Newcomer von Angus Mc Six mit Ihren Fantasyoutfits die Bühne betreten. Mit Schwert bewaffnet, in goldenem Glitzer-Anzug bestreitet Frontmann Thomas Winkler den kurzen Auftritt, die düstere bedrohliche Optik von Gitarristen Sebastian „Seeb“ Levermann sorgt für verwunderte Blicke bei den Nichtmetalfans, doch kann ihr `Laser-Shooting Dinosaur´ schnell mit seinem eingängigen Refrain auch das nichtfachliche Publikum mitnehmen. Besonders Gitarristin Thalia Bellazecca mit Ihrem Wuschelfrisur begeistert die Massen, bis der aufgeblasene Dino passend zum Song ihr die Show stiehlt.

Neben den Smash Into Pieces aus Schweden mit ihrem alternative Metal `One By One` präsentieren die junge Band Cyan Kicks aus Finnland mit ` I Never Say 4ever X Rockabye` die etwas poppigere Ausrichtung des harten Genres. Sängerin Susanna Alexandra mit strohblondem Haar und heißem Sexy-Outfit steht hier im Blickpunkt der Band, doch dürfte die recht poppige Song nicht bei jedem Metalhead für Begeisterung gesorgt haben.

Für die ältere Generation unter den Zuschauern schmettert Panos Kalifis den alten Nazareth-Gassenhauer `Love Hurts` in die Arena, bei dem man meinen könnte, die Originalbesetzung der Band steht auf der Bühne. Panos könnte fast als Double von Johnny Depp durchgehen, und macht gesanglich einen klasse Eindruck, der vom Publikum mit schwenkenden Armen honoriert wird.

Es folgt die Deutschlandpremiere der schwedischen Supergroup CROWNE mit Alexander Strandell (Art Of Nation) an den Vocals, EuropeBassist John Levén, demDynazty-Gitarristen Love Magnusson, H.E.A.T-Keyboarder Jona Tee und Drummer Christian “Kicken” Lundqvist von The Poodles, allesamt begnadete Musiker, die mit ihrem aktuellen Hit „Champions“ erstmals in Deutschland überhaupt auftreten. Da ist dem ZDF wahrlich etwas Besonderes gelungen. Toller Song, der auch die Nichtmetaller im Publikum zum lautstarkem Beifall mitreisen kann.

Als besonderes Schmankerl des Tages darf wohl der Doppelauftritt von Rainbow/Lords of Black-Frontman Ronnie Romero bezeichnet werden, der die beiden Alltime-Rainbow-Klassiker `I Surrender` und zum Abschluß der Sendung noch `Since You Been Gone` zum Besten gibt. Beeindruckend zeigt er mit seiner Begleitband, das er aktuell einer der gefragtesten Sänger im Bereich der Metalmusik ist und dies spielerisch mit seiner Performance bestätigt.

Fazit:

Insgesamt war die diesjährige Ausgabe durchweg etwas professioneller aufgezogen und man konnte an einigen Stellen Verbesserungen zur letztjährigen Sendung feststellen. Moderatorin Andrea Kiewel war das Genre des Metal nun nicht mehr gar so fremd und die Aussagen wirkten nicht mehr ganz so aufgesetzt wie noch 2023. Sie hat Ihr Publikum natürlich zu jeder Zeit voll im Griff und sicherlich könnte sie und Ihr „Animateur für die gute Stimmung“ selbst bei einem richtig schlechten Auftritt die Zuschauer zu Begeisterungsstürmen animieren.

Musikalisch kann man dem ZDF gratulieren, das sie es geschafft haben CROWNE zur Premiere in Deutschland für den Fernsehgarten / Rock im Garten an Land zu ziehen.

Einzig die Ignorierung von talentierten Bands aus dem eigenen Land muss sich das ZDF gefallen lassen. Haben wir denn keine guten Band bei uns im Land???

Nicht das die aufgetretenen Bands schlecht gewesen wären, aber mir fallen ganz spontan u.a. Beyond The Black, April Art, Warkings, Universum 25 als hiesige Bands ein, die einen Auftritt verdient gehabt hätten. Ich hatte ja auf Feuerschwanz gehofft, die nach ihrer erneuten Nr. 1 Chartplatzierung aktuell total angesagt sind und mit Ihrer Musik einige Stile gekonnt zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen und den Fernsehgarten sicherlich abgerockt hätten.

Klar kann ich jetzt nicht beurteilen, ob die von mir genannten Bands am Sonntag überhaupt verfügbar waren oder andere Verpflichtungen hatten und ob diese überhaupt im Fernsehen auftreten wollten, aber es gibt sicherlich noch zahlreiche andere deutsche Bands, die sicherlich gerne auch einem Auftritt vor großem Fernsehpublikum gemacht hätten. Da sollte man sich künftig in der Redaktion etwas breiter bei der Bandauswahl aufstellen. Auch zweimal H.E.A.T nacheinander hätte nicht sein müssen, auch wenn mir die Schweden sehr gut gefallen und ich sie demnächst bei der Tour live besuchen werde. Dann muss sich auch Sänger Kenny Leckremo nicht so beim Singen zum Playback quälen.

Wo wir auch beim großen Knackpunkt am ganzen Konzept der Sendung angelangt sind: Metal lebt nun mal von der Liveatmosphäre, und die geht beim Playback-Auftritten einfach leider stark flöten. Besonders die Drummer haben da anscheinend so ihre Probleme, denn der ein oder andere Schlagzeuger trommelte bei seinem Auftritt zu Konservenmusik doch etwas unbeholfen und unkoordiniert auf seinem Drumkit herum. Bei den 4 bespielten Bühnen sollte doch künftig zumindest der ein oder andere Liveauftritt irgendwie möglich sein. Das ZDF hat doch Profis am Start, das sollte doch machbar sein.

Trotzdem bleibt bei mir ein positiver Gesamteindruck zurück und es bleibt zu hoffen, dass sich zumindest einmal im Jahr der „Rock im Garten“ im Programm des Fernsehgartens etablieren kann . Ein ausverkauftes Haus ist doch mal schon eine gute Ansage für die Macher, auch wenn die Einschaltquote anscheinend nicht wie erhofft fürs ZDF waren, was aber sicherlich auch mit dem tollen Spätsommerwetter am Sonntag zu tun hatte.

Zwei Stunden kurzweilige Unterhaltung bei einem Sonntagsausflug nach Mainz mit guter Muke, wenn auch aus der Konserve, dass kann man sich für nen 10er schon einmal im Jahr geben. Außerdem hat man die Chance seine Merchandise-Artikel signieren zu lassen, denn die Bands lassen sich gerne nach dem Auftritt noch an der Fotowand blicken.

Auf ein neues 2024!

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Thomas

Musikalisch bin ich seit den 80er vor allem im melodischen Hard& Heavy-Dschungel unterwegs und immer auf der Suche nach neuen und alten Perlen. Meine absoluten Faves sind Queenaryche, Y&T, Die Toten Hosen... u.v.a.....inzwischen kann ich mich aber auch für Mittelalterrockband wie Feuerschwanz oder Saltataio Mortis absolut begeistern. Ab und an geht mein Blick aber auch mal über den Tellerrand in Richtung Speed/Trash/Death...solange Melodien erkennbar sind. Auch wenn ich schon zu der Ü50-Fraktion gehöre, findet man mich bei Konzerten und Festivals fast immer Front of Stage, denn Sitzplatz beim Rockkonzerten, das passt bei mir einfach nicht zusammen. Erst wenn es ohne Rollator mal nicht mehr gehen sollte, ist die Tribüne vielleicht ne Alternative.

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