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Youth – Joy – Heimische Emo-Perle – EP Review

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Wenn man denkt eine Plattform wie Facebook ist am Ende, findet man wieder einen Grund, um froh darum zu sein. So ging es mir, als ich über die Wiener Emo Rocker von Youth gestolpert bin. Nachdem Stefan Wagner (Guitar/Vocals) in einer Gruppe einen Link zu seiner Band teilte, war mir klar: Über diese Jungs muss ich euch was erzählen.

„Joy“ stellt die zweite EP der Band nach dem 2018er Werk „The Difference in us“ dar. Wir bekommen feinsten Emo, im Stile von Title Fight, mit einer ordentlichen Schippe Melancholie. Nachdem irgendwie zögerlich rockigen Ever, das nicht so recht weiß, in welche Richtung es wirklich gehen soll, und so eine gewisse Zerrissenheit transportiert, liefert uns Grey eine doch eher ruhige Fortführung, obgleich die ruhigen Parts doch immer wieder – wenn auch nur kurz – von einem energetischen Sturm unterbrochen werden. Nur um sich dann wieder ganz auf das balladeske Gerüst zu stützen.

Man kann definitiv eine gewisse Entwicklung im Aufbau der Songs erkennen. Nach den beiden doch eher ruhigeren Nummer kommt mit Another Self nicht nur die erste ungestümere Nummer, sondern auch mein persönliches Highlight. Eine Nummer, die sich mit seinem Refrain direkt in den Gehörgang frisst, und Vocals die so zerbrechlich und doch kraftvoll extrem viele Emotionen transportieren. Als Abrundung dann noch die Instrumentalen Parts die einfach nur schön sind.

Silhouettes und Wear Thin bieten wieder das schon bekannte Spiel. Während Silhouettes sehr ruhig daher kommt und den wohl besten Instrumentalpart der EP hat, geht Wear Thin wieder beschwingter und etwas knackiger zu Werke.

Das fünf Minütige Dry Lungs stellt dann schon wieder den Abschluss dar und hier zeigen die Jungs noch einmal was sie so alles drauf haben und packen ihren Sound wunderbar in diese letzte Nummer. Wir haben ruhigere und schnellere Parts und wieder einen großen Batzen Melancholie. Insgesamt ein runder Abschluss.

Fazit:

Mit „Joy“ ist Youth eine EP gelungen die sich vor internationalen Acts absolut nicht verstecken muss. Das einzige was ich mich gerade frage, ist wieso ich die Band selbst noch nicht entdeckt habe.

Leute die mit Emo, Alternative und Indie auch nur ein bisschen anfangen können sollten hier unbedingt reinhören.

Ich vergebe 8,5 von 10 Bängs.

„Joy“ erschien bereits am 6. Dezember 2019 und ist als Vinyl, Digitales Album und Stream erhältlich.

https://www.facebook.com/youthcru

https://youthxcru.bandcamp.com/


Line-Up:

Stefan Wagner – Guitar/Vocals

Fabian Weingartler – Bass/Vocals

Alexander Dietrich – Guitar

Julian Ritzlmayr – Drums


Tracklist:

1. Ever

2. Grey

3. Another Self

4. Silhouettes

5. Wear Thin

6. Dry Lungs

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Patrick

Patrick

geb. 1993. Musik-Fan seit 2010. Verlobt Ein Sohn. Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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