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Album Reviews, Reviews

Skindred – Smile – Neues aus Newport, UK – Album Review

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Land: Wales

Genre: Nu Metal/Alternative/Reggae

Für mich ist kein Sommer komplett, ohne dass aus der Stereoanlage des Autos, die besten Songs der walisischen Genresprenger Skindred ertönen. Die Jungs haben mit ihrem letzten Album „Big Tings“ die perfekte Summertime Garage Rock-Scheibe geschaffen und legen diesen August mit „Smile“ nach. Mit dem Wissen um die bisher genialen Singleauskopplungen nahm ich mir also die Platte vor und erwartete das Unerwartete!

Opener Our Religion beginnt mit mit einem Overlay aus beschwörenden Gesängen, die das Religions-Thema des Songs musikalisch verarbeiten. Doch lange fackeln die Jungs nicht, denn es geht direkt weiter mit den typisch tiefen Riffs und Rapgesang von Fronter Benji Webbe. Als einer der härteren Songs des Albums beinhaltet Our Religion alles, was das Fanherz begehrt. Die Band experimentiert mit den beschwörenden Gesängen des Intros und trotzdem ist der Song im Kern ein klassischer Skindred-Banger zum Haare schütteln und mitrappen. Außerdem werden die verschiedenen Gesangsstile von Benji schon hier mit Bravour eingesetzt. Der Mann kann alles von Screams bis Rap. Außerdem nutzt er gerne seinen hauseigenen Dialekt zum performen, was das Klangerlebnis noch besonderer macht.

Singleauskopplungen Gimme That Boom und Set Fazers sind als nächstes an der Reihe. Ersterer glänzt durch seinen eingängigen und einfach mitzusingenden Refrain und den absolut coolen Groove-Change, der vom Sänger wortwörtlich durch „change up the groove some“ eingeleitet wird, während der zweite Song, wahrscheinlich, mein Favorit des ganzen Albums ist. Set Fazers hat genau wie der Opener alle Elemente, die ich an Skindred liebe und setzt dem Ganzen durch die erstklassige Performance der Band die Krone auf. Angefangen wird mit einen aggressiven Rappart, bevor der Track dann im Refrain mit harten Riffs und einer hypnotisierenden Synth-Melodie explodiert. Der Höhepunkt des Songs ist für mich jedoch die Bridge gegen Ende und der letzte Refrain – einfach wow! Aber hört doch selbst:

Weiter geht es mit Life That‘s Free, hier wird schön ruhig und melodisch mit Streichern und Gitarren angefangen. Auch der Gesang klingt getragen und die Drums bereiten durch den „Amen Break“-Beat auf die actionreicheren Momente des Songs vor. Der Pre-Chorus ist einer von denen, denn dort wird tief gesungen und Riffs werden abgefeuert. Der Refrain ist erneut melodischer, wirkt aber durch den Beat aktiv und lebhaft. Alles in allem steht Life That‘s Free in einem guten Kontrast zu den drei Vorgängersongs und bringt die emotionalere Seite von Skindred zum Vorschein.

Apropos emotional: If I Could ist wahrscheinlich Skindreds Äquivalent zur klassischen Powerballade und ich finds genial! Mit einer gehörigen Portion Sprechgesang in den Strophen und dem melodischen Refrain schaffen die Jungs eine schöne Dynamik. Gegen Ende wird noch ein Breakdown gespielt und der Schlussrefrain rundet das Ganze ab.

Wer aufmerksam gelesen hat, wird unter der Genrebeschreibung das Wort Reggae entdeckt haben. Das kommt jetzt in L.O.V.E. (Smile Please) in voller Stärke zum Einsatz. Der fröhliche Reggae-Banger mit Steel Drums, Klavier und Big Band-Elementen ist einer der reggae-sten Tracks der Bandgeschichte. Die positiven Lyrics werden für den durchschnittlichen Depressive Black Metal-Fan eine (un)willkommene Abwechslung sein. Auch wenn mir die Gang-Shouts im Refrain etwas zu laut sind, bekommt der Song trotzdem Pluspunkte für Experimentierfreude und Abwechslung.

This Appointed Love nutzt die Reggae-Elemente erneut, aber mehr zurückhaltend und nicht so schrill wie der Vorgänger. Die Strophen des Liedes klingen nach einem traurigen Bob Marley-Song, während der Refrain wieder mit voller Power am Start ist und gegen im Finale sogar mit Screams unterstrichen wird. Als einer der düstersten Songs von „Smile“ (ironisch, ich weiß) holt er den Hörer nach dem Glückshormon-High L.O.V.E. (Smile Please) wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

Black Stars erinnert mit seinem „We will rock you“-Beat anfangs stark an Big Tings von gleichnamigen Album, wird aber schnell zu einer melancholischen Hymne, die zu Veränderung in der Welt aufruft. Auch hier sind in Teilen des Refrains wieder Gang-Shouts zu hören und ein klassischer Skindred-Breakdown à la Warning wird gespielt.

Ein weiterer Favorit meinerseits ist State Of The Union. Mit Samples von Big Band-Elementen und Synthesizer-Klängen startet dieser Song sehr…anders. Obwohl er mehr wie eine Intermission erscheint, ist State Of The Union ein poppiger Rapsong, der den Rock/Metal-Part der Band mal ganz weglässt. Aber lasst euch davon nicht täuschen: die Gitarren dürfen besonders in Pre-Chorus und der Instrumental-Sektion glänzen und die Drums sind wie gewohnt erstklassig. Wenn es einen Ohrwurm auf „Smile“ gibt, dann ist es ohne Zweifel State Of The Union.

Die Big Band-Elemente sind auch auf Addicted wieder vertreten und nehmen diesmal eine noch größere Rolle im Song ein wie zuvor. Die Bläser und Drums supporten die nach klassischem Rap klingenden Strophen. Im Refrain kommen dann zwar Gitarren hinzu, aber die Songstruktur verändert sich dadurch wenig. Irgendwie pushen die Gitarren Addicted nicht so sehr wie sie es beispielsweise bei Set Fazers tun und dadurch fehlt dem Track etwas der Biss. Das Finale klingt zwar ziemlich spaßig, aber der Rest des Liedes ist mir persönlich leider zu eintönig um mit der Top-Qualität der restlichen Nummern mithalten zu können.

Glücklicherweise reißen Skindred mit Mama das Ruder nochmal rum, denn dieser Reggae-Banger bringt wieder frischen Wind in die Segel des Albums. Der Track bleibt zwar auf der ruhigeren Seite, ist aber dafür umso eingängiger. Als Highlight sehe ich erneut die Bläser, die im Refrain eingesetzt werden. Hat ein bisschen was von Russkaja (die sich leider nach ihrem letzten Album aufgelöst haben…).

Der finale Song Unstoppable fährt wieder auf der härteren Schiene. Der Möchtegern-WWE-Introsong ist besonders rockig im Refrain und nutzt die Strophen mehr als Build-up zu jenem. Leider gibt es für mich keinen richtigen Höhepunkt im Song und auch der finale Refrain liefert nicht wirklich ab. Obwohl der Track an sich in Ordnung ist, hätte ich mir als Closer doch etwas Spannenderes gewünscht.

Fazit: Skindred haben nach all den Jahren immer noch die Fähigkeit mit jedem Album zu überraschen. „Smile“ ist so vielseitig wie die Band selbst und hat von Metal-Bangern, genialen Rapparts, poppigen Ohrwürmern und chilligen Reggae-Beats alles und noch viel mehr im Gepäck. Auch wenn nicht alle Songs in Schwarze treffen, ist der Großteil des Albums mit dem Besten bestückt was Newport musikalisch zu bieten hat!

Davon gibt es von mit 8 von 10 Newport-Helicoptern (ähhh Bängs natürlich)

acht von zehn

„Smile“ erscheint am 4. August 2023 via Earache Records und ist als CD, LP und digitaler Download erhältlich.

Die Band:

Benji Webbe – Gesang
Mikey Demus – Gitarre
Daniel Pugsley – Bass
Arya Goggin – Schlagzeug

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Elias

Schreiberling aus Leidenschaft, Metal-Enthusiast seit der Schulzeit. Verirrt sich gern in den Tiefen des Prog und bestaunt moderne Ansätze zu Rock und Metal.

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