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FEUERSCHWANZ – Kann das neue Album „Fegefeuer“ den Nr. 1 -Vorgänger „Memento Mori“ toppen? – Albumreview

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Seit ihrem Album „Das 11. Gebot“ hat die ursprünglich mal als Spaß-/Folkrock-Band gegründete Band FEUERSCHWANZ ihrer ursprünglich eher dem Mittelalterrock zuzuordnenden Musik vermehrt deutlich härtere Tönen beigemischt und ihre Songs mit weitaus mehr E-Gitarre veredelt.

Der Wandel hin zum „richtigen“ Metal, der sich hier erstmals andeutete, wurde beim Folgealbum „Memento Mori“ dann konsequent ausgewietet, sodass das Album auch in der Metal-Community auf große Resonanz stieß. Besonders die Manowar-Coverversion von „Warriors of the World“ begeisterte die Metalheads weltweit, und so steht das Video gerade kurz vor dem Überschreiten der 10 Mio-Streaming-Schallmauer. Die Folge war Anfang 2022 erstmals in der Bandgeschicht eine Nr.1 Plazierung in den deutschen Charts. Festivalauftritte beim W.O.A. oder Summerbreeze und eine fast komplett ausverkaufte „Memento Mori-Tour“ im Frühjahr 2023 bekräftigten nochmals eindrucksvoll, dass FEUERSCHWANZ gerade zu den angesagtesten Rockbands in Deutschland gehören.

Nun steht nach dem Anfang des Jahres eingeschobenen Coveralbum „Todsünden“ mit „Fegefeuer“ am 21.07. bereits das nächste „echte“ FEUERSCHWANZ-Album in den Startlöchern.

Mit „Fegefeuer“ tritt die Band um die beiden Frontmänner Hauptmann Feuerschwanz alias Peter Henrici und dessen kongenialen Gesangspartner Prinz R. Hodenherz III alias Benjamin Metzner nun an, den Erfolg von „Memento Mori“ zu bestätigen oder gar noch zu toppen. Es gilt die Gunst der Stunde zu nutzten, um den nächsten Step auf der FEUERSCHWANZ-Erfolgsleiter zu machen.

Wie schon bei „Memento Mori“ ist das Album gespickt mit zahlreichen hitverdächtigen Songs, deren teils epische Melodien und Refrains sich schlagartig in den Gehörgängen verkanten und einfach nicht mehr rauszubekommen sind. FEUERSCHWANZ bleiben lyrisch ihrem eingeschlagenen Weg treu, besingen wie auch in der Vergangenheit schon längst vergessenen Helden und große Schlachten der Vorzeit und lassen den Spaß an satirischen Texten auch dieses Mal nicht zu kurz kommen.

Bereits mit dem vom Rhythmus an Sabaton erinnernden ersten Song des Albums „SGFRD Dragonslayer“, der gerade erst als Video veröffentlicht wurde, legen FEUERSCHWANZ gleich mal kräftig los. Die harte Gitarrenriffs von Hans Platz kombiniert mit der Violine von Geigerin Johanna von der Vögelweide alias Stephanie Pracht bilden das Grundgerüst für den Opener, der typisch FEUERSCHWANZ mit einem eingängigen Refrain versehen, schnell im Ohr hängen bleibt. Eingerahmt in die keltische Textzeilen, wird hier Siegfried der Drachtöter aus dem Nibelungenlied gehuldigt.Schon mal ein toller Opener, der durch seine Ohh Ohh-Refrain sofort zündet.

Die beiden folgenden Songs „Bastard von Asgard“ und „Berzerkermode“ wurden ja bereits im Vorfeld als Video veröffentlicht und bestanden auf der Tour im Frühjahr bereits ihre Live-Feuertaufe. Ersterer abermals mit starkem Metalriff und einer der härtesten Songs der Band, der besonders durch den Gastauftritt von Fabienne Erni von Eluveitie, die mit ihrer hellen Stimmeeine weitere Gesangsfarbe einfließen lässt. Bei „Berserkermode“ wird dann in den Partymodus umgeschaltet und erstmals tritt die spaßige Seite der Band zum Vorschein. Man nimmt mal ganz leicht Bodybuildern und muskelgestählten Kraftsportler auf die Schippe und verpasst ihnen den ein oder anderen Seitenhieb. Doch entgegen früheren satirischen Schandtaten wird auch dieser Song heute um einige Stufen härter abgeliefert.

Die folgende Titel „Knochenkarusell“ lebt dann von dem eingängigen Rhythmus und dem Spannung aufbauenden Mitsingrefrain mit seinem HoHoHo`s . Es kommt fast Gänsehaut auf und soi ist es kein wunder, das der Song auch Live beim FEUERSCHWANZ-Gig in Vöhringen sofort laufstark von den Fans mitgesungen wurde, obwohl der Song noch gar nicht offiziell veröffentlicht ist.

Feuerschwanz bei der 875 Jahr-Feier in Vöhringen

Der Titelsong „Fegefeuer“ ist zunächst eher im Mittelalterrock angesiedelt, denn Violine und Dudelsack dominieren zunächst, ehe deftige Growls im Mittelteil kurzzeitig die Härte ansteigen lässt. Inhaltlich lässt der „Badeausflug“ zum Schwimmen im Flammenmeer und der nackte Tanz durchs Fegefeuer das Kopfkino anspringen … da sollte man unbedingt auf sein bestes Stück achten, dass dieses nicht abgefackelt wird.

Mit „Die Horde“ gibt’s dann natürlich auch auf „Fegefeuer“ einen Song, bei dem das Nationalgetränk der Feuerschwänze gehuldigt wird – dem Met. Stimmungsmäßig in gewisser Weise der Saufsong des Albums, mit geilem Mitgröhl-Refrain. In die gleiche Kerbe schlägt auch das geniale „Eis & Feuer“, das für mich zu den Highlights des Albums gehört. Klasse Melodie, macht einfach Laune und auch das Metalriff steht dem Song gut. Auch das hymnenhafte „Highlander“ überzeugt sofort mit seiner Kombination aus hartem Riff und Dudelsack und dem eingängigen Refrain. Mit „Uruk Hai“ (Herr der Ringe- Fans, hier seid ihr im Vorteil, ich musste erst mal die Geschichte dieser wilden Kreaturen googeln – Anm. d. Red.) und „Morrigan“ schlagen der Hauptmann und seine Mannen eine ähnliche Richtung ein und kombinieren den stampfenden Rhythmus mit einem tollen Hauptteil, letzter könnte auch von den Kollegen von Saltatio Mortis stammen.

Den Abschluss des tollen Albums bildet das trotz aller Geschwindigkeit wohl „softeste“ Song „Valkyree Valkyree“ bei dem Johanna`s Violine im Vordergrund steht. Man könnte den Song  mit Einschränkung als Powerballade bezeichnen, der ab und an an „Herz eines Drachen“ erinnert, auch wenn er insgesamt eine ganze Ecke schneller daherkommt. Allzu gerne würde man mit den Valkyren mit nach Valhalla fliegen… ein würdiges Ende des Albums!

Fazit:

„Fegefeuer“ ist die mehr als gelungene und konsequente Fortsetzung vom Nr. 1 Album „Memento Mori“, jedoch ist das Album dank der musikalischen Neuausrichtung in Richtung mehr Metal insgesamt ein ganzes Stück härter ausgefallen, was ich natürlich als echter Metalfan natürlich begrüße. Inzwischen ist das Album bei mir schon mindestens 15 Mal durchgelaufen und mit jedem Durchlauf weitet sich der Feuerschwanz-Virus mal wieder unaufhaltsam weiter bei mir aus.

Vom Songwriting können alle 11 Songs absolut überzeugen, Lückenfüller sucht man vergebens. Meist stehen die harten Riffs von Hans im Vordergrund, ohne jedoch die Geigen und Dudelsäcke zu sehr in den Hintergrund zu verdrängen. Auch wenn inzwischen viele Mittelalterbands unterwegs sind, schaffen es FEUERSCHWANZ doch, sich aus der Vielzahl der Bands deutlich abzuheben. Ihre Mischung aus den recht harten Metalriffs und Mittelalterinstrumenten sowie ihre unglaubliche Gabe für unwiderstehliche Hymnen sind sicherlich mit ein Grund für den großen Erfolg der Band in den letzten beiden Jahren seit der Pandemie.

Insgesamt begeistern mich auch auf „Fegefeuer“ wieder die eingängigen teils hymnischen Melodien, die beiden Frontmänner Hauptmann und Hodi ergänzen sich auch dieses Mal nahezu perfekt und so versammeln sich zahlreiche Songs auf der Scheibe, die Live zum Kracher avancieren dürften.

Einziger kleiner Kritikpunkt meinerseits an „Fegefeuer“ ist die Spielzeit. Das Album hat trotz der 11 Tracks nur eine Laufzeit von knapp 40min. Hier hätten noch 1-2 Song mehr sicherlich nicht geschadet, auch die ein oder andere Coverversion hätten Feuerschwanz –Fans sicherlich gerne mitgenommen, zumal FEUERSCHWANZ ihre Gabe zum „verfeuerschwanzen“ fremder Songs mehr als einmal eindrucksvoll bewiesen haben.

Sicherlich wird auch „Fegefeuer“ wieder ein ganz heißer Anwärter auf eine Spitzenplazierung in den deutschen Album-Charts sein, ob es erneut die 1 sein wird, hängt sicherlich auch von den parallelen Veröffentlichungen der ganz großen internationalen Stars ab. Ihre Hausaufgaben haben FEUERSCHWANZ jedenfalls mit Bravour erledigt.

Die beiden kürzlich auf der Metal Hammer-Sonder-CD vertretenen englischen Fassungen  von „Untot im Drachenboot“ und „Kampfzwerg“ dürften wohl ein Fingerzeig sein, was als nächstes im Hause FEUERSCHWANZ  in Angriff genommenen wird : das internationale Publikum, denn auch in englischer Sprache  können die Feuerschwanz-Songs mit dem neuen Metalsound absolut überzeugen.

Wegen der Spielzeit gibt’s von mir einen kleinen Abzug, doch insgesamt komme ich an einer überdurchschnittlichen Bewertung einfach nicht vorbei und vergebe  9,5 von 10 Bangs für den Tanz durchs „Fegefeuer“.

Fegefeuer“erscheint nun endlich am 21.07. über Napalm Records und kann hier bereits vorbestellt werden. Inzwischen sind die ersten limitierten Editionen bereits ausverkauft, sodass es heißt schnell zu sein, will man noch eine der Sammlereditionen ergattern. Erhältlich als CD, Vinyl, Earbook oder digital in den bekannten Streamingportalen.

Tracklist „Fegefeuer“.

01 – SGFRD Dragonslayer

02 – Bastard von Asgard Master

03 – Berzerkermode

04 – Knochenkarusell

05 – Fegefeuer

06 – Die Horde

07 – Uruk-Hai

08 – Highlander

09 – Morrigan

10 – Eis & Feuer

11 – Valkyren Valkyren

Fotocredits: Stefan Heilemann

FEUERSCHWANZ sind
Johanna – Violin, Hurdy Gurdy
Hauptmann – Vocals, Acoustic Guitar, Irish Bouzouki
Hodi – Vocals, Bagpipe, Acoustic Guitar, Mandolin and many more
Hans – E-Guitar, Acoustic guitar
Jarne – Bass, Vocals
Rollo – Drums
Musch Musch – Dance & Performance
Myu – Dance & Performance

FEUERSCHWANZ Online:
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NAPALM RECORDS

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Thomas

Musikalisch bin ich seit den 80er vor allem im melodischen Hard& Heavy-Dschungel unterwegs und immer auf der Suche nach neuen und alten Perlen. Meine absoluten Faves sind Queenaryche, Y&T, Die Toten Hosen... u.v.a.....inzwischen kann ich mich aber auch für Mittelalterrockband wie Feuerschwanz oder Saltataio Mortis absolut begeistern. Ab und an geht mein Blick aber auch mal über den Tellerrand in Richtung Speed/Trash/Death...solange Melodien erkennbar sind. Auch wenn ich schon zu der Ü50-Fraktion gehöre, findet man mich bei Konzerten und Festivals fast immer Front of Stage, denn Sitzplatz beim Rockkonzerten, das passt bei mir einfach nicht zusammen. Erst wenn es ohne Rollator mal nicht mehr gehen sollte, ist die Tribüne vielleicht ne Alternative.

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