Glam-Attitüde, starke Songs und jede Menge Rock’n’Roll!
Sergeant Steel sind seit vielen Jahren eine feste Größe der Linzer Rockszene. Seit 2007 stehen die Oberösterreicher für kraftvollen Hard Rock, eingängige Melodien und eine ordentliche Portion Glam Rock Attitüde. Mit ihrem sechsten Studioalbum Golden Absolution zeigen sie einmal mehr, dass sich die musikalische Leidenschaft der großen Rockjahrzehnte wunderbar mit modernen Elementen verbinden lässt. Und eines gleich vorweg: Das Album ist richtig gut gelungen! Zehn abwechslungsreiche Songs, satte Gitarrenriffs, starke Refrains und eine Produktion, die ordentlich was her macht. Was mir am Gesang besonders gefällt, ist die Mischung aus rauem Hard Rock Charakter und melodischem Gespür. Sänger Phil setzt nicht einfach nur auf Kraft, sondern bringt auch eine theatralische Note mit und das unterstreicht das ganze nochmal richtig

Schon der Opener „1000 Lives“ präsentiert sich mit einem schön dreckigen, kantigen Hard Rock Charakter. Vor allem die etwas raue, theatralische Art des Gesangs und das markante Gitarrenriff lassen stellenweise an Alice Cooper denken. Besonders gelungen ist der Wechsel zwischen dem schweren, treibenden Riff und dem deutlich melodischeren Refrain. Dann folgt ein ruhigerer Mittelteil, bevor die Gitarren wieder richtig loslegen.
„Back On The Track“ geht sofort ins Ohr und bringt genau jene mitreißende Rock’n’Roll Energie mit, für die man Sergeant Steel liebt. Mit „Teeny Meany“ wird es etwas verspielter. Hier mischen sich lässige Southern Rock Einflüsse unter den klassischen Hardrock-Sound.
Dass die Band auch ernstere Töne anschlagen kann, beweist „Hold Your Fire“. Schon die Kinderstimmen zu Beginn wecken Erinnerungen an Pink Floyds Klassiker „Another Brick in the Wall (Part 2)“. Nicht, weil die Songs gleich klingen, sondern weil die Kinderstimmen in beiden Fällen eine besonders eindringliche Atmosphäre schaffen. Bei Sergeant Steel entwickelt sich daraus eine kraftvolle Rocknummer mit einer klaren Botschaft.
„Lonely Street Of Broken Hearts“ schlägt deutlich ruhigere Töne an und entführt den Hörer in eine musikalische Welt voller Blues, Gefühl und Melancholie. Die zurückhaltenden Gitarren, die warme Atmosphäre und Phils gefühlvoller Gesang verleihen der Ballade einen ganz besonderen Charakter.
Dabei werden Erinnerungen an große Blues- und Rockballaden wach. Stellenweise fühlt man sich an die emotionale Intensität eines Gary Moore erinnert, während die schwermütige Stimmung auch Assoziationen zu Klassikern wie „I’d Rather Go Blind“ von Etta James weckt. Nicht, weil Sergeant Steel diese Songs kopieren würden, sondern weil sie eine ähnliche musikalische Gefühlswelt ansprechen. Besonders schön ist, dass der Song nicht auf große Effekte setzt. Er lässt den Melodien Raum, entwickelt seine Wirkung ganz ohne übertriebene Dramatik und zeigt eine andere, sehr gefühlvolle Seite der Band. Eine Ballade, die nicht laut werden muss, um unter die Haut zu gehen.
„Catch The Train“ bringt anschließend wieder ordentlich Bewegung ins Spiel. Mit seinem stampfenden Rhythmus, einem kräftigen Groove und jeder Menge Rock’n’Roll geht der Song sofort in die Beine. Doch hinter der mitreißenden Musik steckt eine durchaus kritische Botschaft: Sergeant Steel nehmen falsche Prediger ins Visier, die mit den Hoffnungen und dem Glauben anderer Menschen Geschäfte machen. Ein Song, der musikalisch Spaß macht und inhaltlich zum Nachdenken anregt.
Mit „Wireless“ zeigen Sergeant Steel schließlich noch einmal ihre musikalische Vielseitigkeit. Der Song schlägt zunächst ruhigere, atmosphärische Töne an und erinnert stellenweise an die große Ära von Led Zeppelin. Doch Sergeant Steel bleiben nicht in der Vergangenheit stehen: Druckvolle Gitarren, ein markanter Groove und ein eingängiger Refrain verleihen dem Song eine ganz eigene Handschrift.
Besonders gelungen ist auch das Zusammenspiel der Musiker. Erstmals wurden die musikalischen Grundlagen gemeinsam live im Studio eingespielt. Das hört man! Die Songs wirken lebendig und natürlich, während der moderne Sound ihnen die nötige Wucht verleiht. Den Mix übernahmen die Gitarristen Jack Power und Chuck Boom selbst, das Mastering lag in den Händen von Jens Bogren in den schwedischen Fascination Street Studios.
Mein Fazit: Golden Absolution hat weit mehr zu bieten als kraftvolle Hard-Rock-Nummern. Zwischen markanten Gitarrenriffs und treibenden Rhythmen finden sich immer wieder Songs mit echtem Ohrwurmcharakter, deren Melodien und Refrains noch lange im Kopf bleiben. Dazu kommen gefühlvolle Momente, die durchaus für Gänsehaut sorgen. Sergeant Steel gelingt damit eine abwechslungsreiche Mischung aus Härte, Gefühl und eingängiger Melodic . Kurz gesagt: Dieses Album hat genau die richtige Würze zwischen Gänsehaut und Glam!
Auch für Vinyl-Fans interessant!
Wer Sergeant Steel nicht nur mit ihrem neuen Album kennenlernen möchte, sondern auch einen Blick auf die musikalische Geschichte der Band werfen will, sollte sich die „Best Of“-Vinyl näher ansehen. Die Zusammenstellung bietet einen Streifzug durch frühere Veröffentlichungen und zeigt, wie sich der Sound der Linzer Rocker über die Jahre entwickelt hat. Während Golden Absolution auf CD und digital erhältlich ist, gibt es mit der „Best Of“ auch etwas für Liebhaber der schwarzen Scheibe. Eine schöne Gelegenheit, die musikalische Vergangenheit und Gegenwart von Sergeant Steel miteinander zu verbinden.
Heimspiel in Linz – Sergeant Steel live!
Am Samstag, 31. Oktober 2026, feiern Sergeant Steel die Releaseparty zu Golden Absolution beim Hardrock Summit #04 in der Stadtwerkstatt Linz. Mit dabei sind NACA7 und Doctor Rock. Nach ihrer gemeinsamen Europatour mit Tyketto und CoreLeoni kehren die Jungs damit für ein besonderes Heimspiel nach Linz zurück. Und man darf gespannt sein, wie die neuen Songs von Golden Absolution live in der Heimatstadt zünden!
Wer auf ehrlichen, melodischen Hard Rock mit Glam-Rock-Flair steht, sollte sich diesen Abend nicht entgehen lassen!
Albuminformationen
Band: Sergeant Steel
Album: Golden Absolution
Veröffentlichung: 16. Oktober 2026
Label: Metalapolis Records
Genre: Hard Rock / Glam Rock / Classic Rock
Songs: 10
Formate: CD und digital (Streaming/Download)
Sergeant Steel Members
- Phil Vanderkill – Leadgesang
- Jack Power – Gitarre, Gesang
- Chuck Boom – Gitarre, Gesang
- Ben Bateman – Keyboards
- MJ Star – Bass
- Cøsy Cøxx – Schlagzeug
CD bestellen: https://metalapolis.eu/produkt/sergeant-steel-golden-absolution-cd-pre-sale-release-16-10-26/ Offizielle Website: https://www.sergeant-steel.com/
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