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SEMBLANT – Neues Album „Vermillion Eclipse“ veröffentlicht – Bandvorstellung und Albumreview

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Genre : Melodischer Death Metal
Land: Brasiilien

Bereits am 15.04. wurde über Frontiers Music Srl mit „Vermillion Eclipse“ die neueste Veröffentlichung der brasilianischen Melodic-Metalband SEMBLANT präsentiert. Mit „Vermillion Eclipse„, ihrem zweiten Album für Frontiers und dem vierten insgesamt, setzt die Band ihre Entwicklung zu einer kraftvollen musikalischen Kraft fort, die sich nur schwer in eine musikalische Kategorie einordnen lässt. Mit weitreichenden Einflüssen aus dem Metal- und Rockbereich sind SEMBLANT auf “Vermillion Eclipse“ gleichzeitig einzigartig und völlig vertraut.

Nachdem SEMBLANT bereits mit der Veröffentlichung des Albums „Lunar Manifesto“ (2014) internationales Lob von der Metal-Gemeinde erhalten hatten und die Hitsingles ‚What Lies Ahead ‚, ‚Dark of the Day ‚ und ‚Incinerate ‚ zusammen mehr als 30 Millionen Mal auf YouTube angeklickt wurden, zeigte „Obscura“ eine Band, die in ihrem Sound und ihrer Präsentation gewaltige Schritte nach vorne gemacht hatte. Tracks wie ‚Mere Shadow‘, ‚Murder Of Crows‘ und ‚Dethrone The Gods, Control The Masters‘ sind nur einige Beispiele dafür, wie sehr die Band musikalisch gereift ist, sowohl beim Songwriting als auch bei der Performance.

Die Band war bereit, mit „Obscura“ auf Tour zu gehen, um ihre Metal-Botschaft zu verbreiten, aber wie bei jeder anderen Band auf der Welt änderte die Pandemie ihre Pläne für die Weltherrschaft drastisch. Da sie in Brasilien festsaßen und nicht in der Lage waren, wie geplant nach Europa oder in die Vereinigten Staaten zu reisen, begannen SEMBLANT im Jahr 2021 mit der Arbeit an „Vermillion Eclipse“. Mit der aufgestauten Energie aus der Unfähigkeit zu touren und dem emotionalen Tribut der Pandemie (mehrere Bandmitglieder haben ein Familienmitglied durch COVID-19 verloren), zeigen das Songwriting und die Darbietungen der Band hier einen noch größeren Fortschritt als zwischen ihren letzten beiden Veröffentlichungen.

„Wir hoffen, dass ihr „Vermillion Eclipse“ so sehr liebt wie wir. Normalerweise sage ich das zu jedem neuen Album, das wir herausbringen, aber jetzt habe ich das Gefühl, dass dieser Satz einen Punkt mit echter Bedeutung erreicht hat. Unser ganzes Herz und unsere ganze Hingabe sind in dieser Musik enthalten. All die Erfahrungen, die wir während der Pandemie gemacht haben, und all die Momente, in denen wir uns in unseren Studios eingeschlossen haben, um Musik zu machen, sind endlich in Songform und erreichen eure Herzen und Seelen. Dieses Album ist eine emotionale Bruchstelle. Im Laufe der Aufnahmen zu diesem Album haben wir Familienmitglieder verloren, einer von uns freut sich über die Nachricht, dass unser erstes Kind unterwegs ist, und wir haben uns gegenseitig geholfen, in dieser verrückten Zeit so gut es ging gesund und stark zu bleiben. Das alles spiegelt sich in dem neuen Album wider“, sagt Sänger Sergio Mazul.

SEMBLANT wurde 2006 in Curitiba, Brasilien, gegründet, als sich Sänger Sergio Mazul und Keyboarder J. Augusto zusammentaten, um eine Musik zu kreieren, die all die dunklen und aggressiven Elemente enthält, die sie in der Metal-Musik schätzen und lieben. Nach einigen Jahren mit wechselnden Besetzungen etablierte sich die Gruppe mit der Aufnahme von Mizuho Lin (weiblicher Gesang), Juliano Ribeiro (Gitarre), Welyntom „Thor“ Sikora (Schlagzeug) und Johann Piper (Bass) in die Band.

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Album-Review zu „Vermillion Eclipse

Eigentlich ist SEMBLANT eine der großen Ausnahmen im Bandkatalog des Italienischen Labels, liegen deren Hauptzielgruppe doch eher im Bereich des AOR oder Hardrock. Doch seit ein paar Jahren sind die umtriebigen Italiener auch verstärkt auf den Südamerikanischen Markt tätig und haben schon einige Perlen in den Tiefen des Regenwaldes entdeckt. Dazu gehören sicherlich auch SEMBLANT, die trotz der stark im Death-Metal verwurzelten Musik nicht nur für Fans der ganz harten Fraktion interessant sein dürften.

Wie bereits bei den vorherigen Alben liegt die Besonderheit der Musik von SEMBLANT auf der Kombination der beiden sich extrem unterscheidenden Stimmen von Mizuho und Sergio. Zum einen eingängige Melodien für ein breites Publikum, zum anderen brachialer Deathmetal, der nicht jedermans Sache ist. Doch genau das ist die Stärke an dieser Band. So schafft die oftmals mit blau gefärbten Haaren auftretende Mizuho, mit Ihrem Klargesang den gelungenen Kontrast zu dem derben Death Metal–Crowls von Sergio, der über weite Strecken des Albums im Vordergrund steht. Doch immer wieder kann die sympatische Sängerin nicht nur optisch das Augenmerk auf sich ziehen. Dazu kommen immer wieder tolle Melodien und Farbtupfer in Form von gekonnt eingesetzten Keyboards, die die Musik insgesamt auch für ein breiteres Publikum interessant machen.

Bereits beim Opener ‘Enrage‘, der bereits vorab als Videosingle veröffentlicht wurde,zeigt sich die Stärke der Band, sich genau mit diesen Gegensätzen ein Alleinstellungsmerkmal in der übervollen Metal-Landschaft zu erschaffen. Nach kurzem Keyboardintro geht es dann gleich mal voll zur Sache. Brachialer Gesang von Sergio duelliert sich mit der zarten Stimme von Mizohu, die nach einem Break in den eingängigen Refrain übergeht. Auch gitarrenmäßig werden erstklassige Melodien abseits des reinen Death Metal geboten. Ein Start nach Maß.

Insgesamt sind bei „Vermillion Eclipse“ die growligen Gesangsanteile etwas mehr in den Vordergrund gestellt worden, ohne jedoch zu versäumen, ausreichend Platz für Mizohu zu lassen. Auch bei ‘Destiny in Curse‘,beginnend mit fast industrial-mäßigen Gitarren und crowligen Shouts schafft es Mizuho dem Song ihren Stempel aufzudrücken. Ein geiles Solo rundet dieses Brett gelungen ab.

Auch auf Album Nr. 2 für Frontiers ist mit ‘Purified‘ wieder eine Powerballade enthalten. Hier tritt Sergio mit seinen Crowls in den Hintergrund und singt hauptsächlich ebenfalls im Klargesang. Nur gelegentlich werden Crowl eingestreut. Ein tolles Riff runden eines der Highlights des Albums ab.

‘The Human Eclipse‘ stellt sich als waschechter Metal Song raus, der nach deftigem Intro von der Battle der beiden Sänger-in lebt, die sich gegenseitig zu Höchstleistung pushen. Hier liegt ganz klar das gewisse Etwas der Brasilianer.

Auch Track Nr. 5 ‘Somber Concern‘ zeigt das Gespür der Brasilianer, tolle Melodien und deftige Deathelemente zu einem gelungenen Gesamtbild zusammenzuführen. Teils an Symphonic Metal erinnernd, überzeugen hier die herausragende Gitarrenarbeit von Juliano Ribeiro und die Keyboards von J.“Guto“ Augusto. Eines der Highlights des Albums.

Bei ‘The Neverending Fall‘ wird dann fast vollständig auf Death Metal verzichtet und der Song entwickelt sich zu einem melodischen Metalsong erster Güte. Sergio zeigt, dass er auch in normalen Tonlagen zu überzeugen weis.

Leider fällt die Scheibe auf der zweiten Hälfte dann in meinen Augen/Ohren etwas ab, können die Songs die Qualität der ersten sechs Songs leider nicht halten. Hier fehlen etwas die klaren Strukturen und Harmonien in den Songs.

Bei ‘Trough the denial‘ liegt der Schwerpunkt eher auf der Death Metal-Seite, was mich persönlich nicht so begeistern kann. Heftige Crowls prägen den Gesamtsound, bevor wieder Mizuho in den Refrain einsteigt und damit den Song für mich rettet.

Auch Teil VI des bereits auf dem Debut begonnenen ‘Legacy of Blood‘ ‘Black Sun Genesis’ und der Song ‘Heretic’ können mich nicht ganz überzeugen, zu schwerfällig ist mir der Gesang, es fehlen mir etwas die Eingängigkeit und Songstrukturen der Songs von Hälfte eins, auch wenn der Soloteil bei ‘Heretic‘ nicht schlecht rüberkommt.

‘Gaslighting‘ kann dann schon wieder eher überzeugen, Mizohu sei Dank.

Der Schlußsong ‘Day One Oblivion‘ beginnt dann etwas überraschend. Mit glasklarem Gesang von Mizuho beginnend, erinnert der mit fast exakt 10 Minuten längste Song des Albums zunächst an die ein oder andere typische Symphonic-Metal-Produktion. Doch dann grätscht Sergio mit seiner brachialen stimme dazwischen und gibt dem Song eine völlig andere Richtung. Ein düsterer,deftiger Song, der erst zur Mitte hin wieder in langsameres Fahrwasser gerät, als Mizuho wieder ins Geschehen eingreift. Hier liegen dann auch die stärksten Moment des Songs.

Fazit:

Vermillion Eclipse“ ist ein gutes, wenn auch nicht überragendes Album geworden, das jedoch den ein oder anderen Song enthält, der mich nicht zu 100 % überzeugen konnnte.

Insgesamt merkt man eine gestiegene Grundhärte der Songs, die wohl der Pandemie und den persönlichen Ereignissen der Bandmitgliedern verdankt bzw. geschuldet ist, je nach dem wie man es sieht.

Ich persönlich bevorzuge jedoch ganz klar die melodischeren Passagen in den Songs, denn ich bin eigentlich nicht so der Death Metal Fan. Die Stärken der Scheibe liegen für meinen Geschmack ganz klar in den Duetten zwischen Sergio und Mizohu und den Songs auf der ersten Albumhälfte, bei denen es den Brasilianern gelungen ist, wie schon beim Vorgängeralbum „Obscura“ eine gesunde Mischung zwischen Deathmetal und symphonischem Metal zu erschaffen, bei denen die Gitarren und Keyboards zusammen mit den Vocals ein absolut stimmiges Gesamtkunstwerk bilden. Dabei sind einige erstklassige Metalsongs rausgekommen, für die ich 8 von 10 Bängs vergebe.

Anspieltipps: ‘Enrage‘, ‚Somber Concern ‚ und ‚Purified‘. Bin mal gespannt wie die Songs live klingen werden

acht von zehn

Tracklist:

  1. Enrage
  2. Destiny In Curse
  3. Purified
  4. The Human Eclipse
  5. Somber Concern
  6. The Neverending Fall
  7. Through The Denial
  8. Black Sun Genesis (Legacy Of Blood Pt.Vi)
  9. Heretic
  10. Bloodred Monarch (Legacy Of Blood Pt.Vii)
  11. Gaslighting
  12. Day One Oblivion


Gesamtspielzeit: 0:44:39

Vermillion Eclipse“ ist am 15. April über Frontiers Records SLR als Jewelcase erschienen und kann hier erworben werden


Lineup:

Mizuho Lin – Vocals
Sergio Mazul – Vocals
Juliano Ribeiro – Guitar

J.“Guto“ Augusto – Keyboards
Johann Piper – Bass
Welyntom „Thor“ Sikora – Drums


Social Media:
www.SEMBLANT .com.br
www.facebook.com/SEMBLANT band
www.instagram.com/SEMBLANT official 

Fotocredit Juliano Ferreira

Im Juli starten SEMBLANT dann zu einer Europatoure, die die Brasilianer auch zu 6 Konzerten im den deutschsprachigen Bereich führt. Als Support sind die Finnen von As I May, die Italiener SECRET RULE und die Israelische Metaler Structural mit von der Partie und werden für ein ordentliches Pfund Metal sorgen. Infos zur Tour und zu den Vorbands findet ihr hier.

Konzerte in DACH:

05.07. Kubana, Siegburg, Germany

06.07. Café Central, Weinheim

07.07. Wetzikorn, Zürich

08.07. Rockpalast, Bochum

22.07. Backstage Werk, München

25.07. Badehaus, Berlin

Rockmagazine wir im Anschluss an die Tour aus dem Cafe Central in Weinheim in Wort und Bild berichten.

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Thomas

Musikalisch bin ich seit den 80er vor allem im melodischen Hard& Heavy-Dschungel unterwegs und immer auf der Suche nach neuen und alten Perlen. Meine absoluten Faves sind Queenaryche, Y&T, Die Toten Hosen... u.v.a.....inzwischen kann ich mich aber auch für Mittelalterrockband wie Feuerschwanz oder Saltataio Mortis absolut begeistern. Ab und an geht mein Blick aber auch mal über den Tellerrand in Richtung Speed/Trash/Death...solange Melodien erkennbar sind. Auch wenn ich schon zu der Ü50-Fraktion gehöre, findet man mich bei Konzerten und Festivals fast immer Front of Stage, denn Sitzplatz beim Rockkonzerten, das passt bei mir einfach nicht zusammen. Erst wenn es ohne Rollator mal nicht mehr gehen sollte, ist die Tribüne vielleicht ne Alternative.

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