Album Reviews, Bilder / Video, Reviews

Remo Drive – A Portrait of an Ugly Man – Stetige Entwicklung – Album Review

remo-drive-a-portrait-of-an-ugly-man-stetige-entwicklung-album-review

Remo Drive habe ich ganz zufällig mit ihrem zweiten Album „Natural, Everyday Degradation“ entdeckt, welches dann auch einige Runden drehte, auch wenn ich schnell wieder das Interesse verlor. Dass sie schon wieder mit einem neuen Album am Start sind, verwunderte mich dann doch, lagen zwischen dem Debüt „Greatest Hits“ und Album Nummer 2 doch zwei Jahre, und nun nur knapp ein Jahr. Kann das was werden? Skepsis, die sicherlich nicht falsch ist, doch bei „A Portrait of an Ugly Man“ absolut nicht angebracht.

Credits by Connor Peck

Bereits mit dem Opener A Guide To Live By wird ein sehr spannender Weg eingeschlagen. Klingen die ersten Töne sehr nach Wildem Westen, wird dann eine sehr funkige Richtung eingeschlagen, welche als Topping die wunderbare Stimme von Erik Paulson bekommt die für mich total nach 70er Jahre klingt.

Hört man sich so weiter durch das Album, merkt man aber, dass der Opener nur die künstlerische Spitze des Eisbergs ist. Der Funkanteil bleibt konstant hoch gehalten und wird immer wieder mit kleinen feinen Spielereien abgerundet, so wie der mega gute instrumental Part in If I´ve Ever Looked Too Deep In Thought. Inklusive fetziger Akustik Gitarre.

Auch was passiert, wenn 70er Sound und 2000er Punk ein Kind zeugen, bringt das Trio in Form des wunderbaren True Romance Lives extrem gut rüber, welches auch das ohne Frage rockigste und rotzigste Stück auf dem Album ist und verbindet wunderbar die alten und die neuen Remo Drive.

Der Rest siedelt sich künstlerisch irgendwo zwischen King Gizzard And The Lizard Wizard und Bilderbuch an. Die Emo-Wurzeln hört man meiner Meinung nach nur äußerst selten, aber hey, wenn bei künstlerischer Freiheit so was raus kommt, ist das auch mehr als ok.

Mit dem abschließenden Easy as That wird dann abschließend noch eine wunderbar schöne Brücke zum Anfang geschlagen und lässt mit ähnlichen Western Sounds am Ende einer sehr tanzbare Nummer das Album rund enden.

Fazit:

Ich werde sicher nicht mehr den Fehler machen und die Band nun wieder aus den Augen verlieren. Zu sehr hat mich „A Portrait of an Ugly Man“ doch fasziniert. Auch wenn es für mich kein Album ist, das tagelang pausenlos laufen wird, werde ich sicherlich noch einige schöne Momente mit diesem Album haben.

Ich vergebe 8,5 von 10 Bängs.

„A Portait of an Ugly Man“ erschien am 26. Juni via Epitaph Records und ist als Vinyl, Digitales Album und Stream erhältlich.


Line-Up:

Erik Paulson – Lead Vocals/Guitar/Keyboard/Aux Percussion/Production

Stephen Paulson – Bass/Programming

Sam Becht – Drums


Tracklist:

1. A Guide To Live By

2. Star Worship

3. Dead Man

4. If I´ve Ever looked Too Deep In Thought

5. The Ugly Man Sings

6. True Romance Lives

7. Ode to Joy 2

8. The Night I Kidnapped Remo Drive

9. A Flower and a Weed

10. Easy as That

Share
Patrick

Patrick

geb. 1993. Musik-Fan seit 2010. Verlobt Ein Sohn. Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

Danke für deinen Besuch.
Vielleicht willst du uns ja auch auf Facebook kennenlernen?
Danke für dein „Gefällt mir“!

Translate »