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Nordic Union – Alle guten Dinge sind drei – Albumreview zum neuen Album „Animalistic“ von Ronnie Atkins und Eric Martensson

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Selten habe ich mich auf ein Album so gefreut, wie auf das neue Nordic Union–Werk „Animalistic“ rund um die beiden Ausnahmemusiker Ronny Atkins (Pretty Maids) und Eric Martensson (Eclipse, W.E.T.), waren doch die Voraussetzungen mehr als bescheiden, dass es überhaupt noch zu einem dritten Album der beiden Nordmänner kommt. Neben der Pandemie war natürlich die erschütternde Krebsdiagnose von Ronnie ein einschneidendes Ereignis, das weitere Albumveröffentlichungen erst mal zur Nebensache werden lies.

Doch Gott sei Dank besitzt Ronnie Atkins genügend „Danish Dynamite“ im Blut und lies sich auch von dieser Schockdiagnose nicht unterkriegen. Sein Tatendrang, immer wieder neue Songs zu schreiben, war ungebrochen und anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, schrieb er sich mit neuen Songs förmlich den Frust von der Seele und veröffentlichte in den vergangenen 1 1/2 Jahren seine beiden erstklassigen Soloalben „One Shot“ und Anfang des Jahres „Make it Count“.

Um so erfreulicher, dass sich nun ganz unverhofft auch noch die dritte Scheibe seiner von Frontiers Records im Jahre 2015 aus der Taufe gerufenen Kooperation mit Eric Martensson unter dem Banner von Nordic Union dazu gesellt. Schon mit Ihrem selbstbetitelten Debütalbum schafften es die beiden Herren aus Skandinavien, die hohe Qualität Ihrer Stammbands in einem gemeinsamen Werk zu bündeln und Fans des melodischen gitarrenbetonten Hardrocks zu beglücken. Auch der Nachfolger „Second Coming“ konnte Dank der heraustragenden Stimme von Ronnie und den famosen Gitarrenriffs das schon recht hohe Qualitätslevel des Debüts problemlos halten.

Nun nach vier Jahren also Album Nummer drei, bei dem sich oftmals entscheidet, wohin der Weg einer Band gehen wird. Dies ist bei Nordic Union natürlich etwas anders. Zum einen brauchen Ronnie und Eric niemanden mehr etwas zu beweisen und auch nicht mehr ihren eigenen musikalischen Weg finden, sind sie doch absolute Vollprofis mit jahrelanger Erfahrung im Rock-Biz, zum anderen bleibt Ronnie gesundheitsbedingt wohl auch nicht allzu viel Zeit für große Experimente.

Auch die Fanbase von Pretty Maids ist in den vergangenen fast vier Jahrzehnten stets gewachsen und auch Eclipse bringt neue Fans mit, die sich an den Werken von Nordic Union ohne Abstriche und Bedenken erfreuen werden. So sind meine Erwartungen und die Freude natürlich groß, als ich endlich in den Genuss komme und das gesamte Album nach den bereits erstklassigen Videoveröffentlichungen im Vorfeld hören konnte.

Und ich wurde (natürlich) nicht enttäuscht. Eigentlich hatte ich auch nicht ernsthaft was anders erwartet, liefern Atkins und Martensson doch schon seit Jahren regelmäßig Qualitätsmetal (oder soll ich besser sagen Edelstahl?) erster Güte ab. Eclipse hat sich Dank Martensson an den Vocals, der Gitarre und auch an den Schiebereglern ja als eine der aufstebendsten Hardrock-Bands der letzten Jahre etabliert. Ein tolles Werk folgt auf das nächste hitgefüllte Album.

Doch was bekommen wir nun auf „Animalized“ zu hören?

Schon bei den ersten Tönen hört man, dass hier wieder ein großartiges Album vor uns liegt, das insgesamt eine ganze Spur härter klingt als die bisherigen Veröffentlichungen. Sofort werden die typischen Soundelement der beiden Stammbands der Hauptprotagonisten erkennbar, was nicht negativ zu sehen ist, sondern genau das jeweils Beste von beiden Seiten gekonnt zu etwas Neuem verbindet – auf der einen Seite ein erstklassiger Hardrock-Sänger mit hohem Wiedererkennungswert und auf der anderen Seite ein hochtalentierter Musiker, Produzent und Songschreiber, der sich mit seinen Bands in den letzten Jahren durch seine exzellenten Veröffentlichungen einen ausgezeichneten Ruf und entsprechendes Ansehen in der Szene erarbeitet hat. Erik ist auch der Hauptverantwortliche für das Songwriting, die Produktion, den Mix und das Mastering auf „Animalized“ und spielt ganz nebenbei auch noch die Gitarrenparts, den Bass und die Keys ein. – Workaholic könnte man sagen. Einzig am Schlagzeug und für einige Gitarrenparts haben sich die beiden von Henrik Eriksson und Fredrik Folkar bzw. Thomas Larsson Unterstützung geholt.

Der Opener „On This Day I Fight“ hätte nicht besser gewählt werden können, gibt er doch sprichwörtlich das Motto des Albums aus. Die Textzeile „no compromize, on this day I fight“ spricht wohl für sich und drückt aus, was Ronnie in diesen Tagen so denkt und fühlt. Wenn er schon keine Chance hat, seine Krankheit zu besiegen, dann will er doch dagegen ankämpfen und das Beste aus der ihm noch verbleibenden Zeit machen ohne Kopmpromisse einzugehen, einfach das heute und jetzt genießen.

Schon das kurze Intro verleiht schlagartige Gänsehaut und bereits bei den ersten Riffs wird deutlich, dass sich bei Ronnie jede Menge Wut angestaut hat und nun ans Tageslicht muss. Das „erwachte Beast“ muss bekämpft werden, und so haut Erik einen seiner härtesten Songs raus, die er bislang geschrieben hat, perfekt auf Ronnie zugeschnitten. Ein grandioser schneller Metalstamper mit einem heavy Riffs in bester „Red Hot and Heavy“ –Manier der alles vereint, was Pretty Maids-Fans all die Jahre so lieben gelernt haben. Dazu der absolut erstklassige Gesang von Ronnie, der in den letzten Jahren nie besser war.

Kaum zu glauben, was Ronnie auf seine alten Tage so aus seiner Stimme rauszaubert. Nicht nur auf der hier besprochenen Scheibe, auch live hat er mich kürzlich bei seinem Gastspiel mit Avantasia Anfang Juni mit einem erstklassigen Auftritt mehr als begeistert. Gänsehaut pur, als Ronnie die Bühne betrat, damit hatte ich wahrlich nicht gerechnet. Schon gar nicht mit solch einer geilen Performance! Da gab`s auch schon mal durchaus schlechtere Zeiten was den Gesang von Ronnie in der Vergangenheit betrifft.

Track Nummer zwei „In Every Waking Hour“ wurde ja bereits als Video veröffentlicht und ist ebenfalls ein erstklassiger Pusher, der einfach nach vorne geht. Grandiose Melodie und geiler Abgeh-Rhythmus mit erstklassigem Solo. Die Melodie holt einen sofort ab und das Riffing und die Doublebass geben dem Song die nötige Härte, um auch mal Headbangen zu können. Dazu dann das gefühlvolle Outro von Ronnie, klasse!

If I Could Fly“ ist dann eher im Midtempobereich angesiedelt, sehr harmonische Grundstruktur, geiler Refrain und auch hier werden die harten Riffs nicht vergessen – die Pretty Maids lassen grüßen.

Dann wird’s erstmals etwas ruhiger und die obligatorische Ballade „Riot“ zeigt die andere Seite von Ronnie und Erik. Nicht schnulzig, hier wird einfach wahnsinnig viel Gefühl in den Song eingeflochten und Ronnie läuft zu Höchstform auf, leicht poppiger Touch mit dezentem Chorgesang im Background und auch das Solo ist musikalisch erste Sahne. Der Song ist prädestiniert für eine weitere Ausgabe der „Metal Ballads“-Sampler. Beim Autofahren sollte man echt aufpassen, dass man nicht anfängt zu Träumen und dann versehentlich von der Straße abkommt.

Mit „This Means War“ wird danach jedoch gleich wieder das Gaspedal durchgetreten, zu Beginn etwas schwerfällig beginnend, nimmt der Rocker dann mit seinen galoppierenden Rhythmus schnell Fahrt auf und endet in einem hochmelodischen Refrain, der Live sicherlich zum Mitsingsong mutieren könnte. Beim Solo streut Eric dann seine auch bei Eclipse häufig eingesetzten irischen Sounds ein und sorgt für zusätzliche Abwechslung.

Dann folgt mit „Scream“ ein eher Eclipse-artiger Song, dessen Refrain sofort im Ohr hängen bleibt. Sehr eingängig, hochmelodisch, klasse. Mehr gibt es nicht zu sagen.

Der Titelsong „Animalistic“ überrascht dann etwas, erinnert mich von der Gitarrenarbeit etwas an Ozzy Osbourne`sBark at the Moon“ und ist für mich tatsächlich der „schwächste“ Song der Scheibe – Klammer auf – Achtung Jammern auf extrem hohem Niveau!- Klammer zu. Nicht dass die Homage an Ozzy jetzt störend oder schlecht wäre, doch kann der Song das Niveau der anderen Song nicht ganz halten und klingt mir zu durchschnittlich. Leider kann mich auch das zum Titel zugehörige Albumcover nicht so richtig überzeugen, da haben mir die beiden ersten Cover besser gefallen.

Doch dieser kleine „Durchhänger“ sei den Herrren verziehen, wird mit „Wildlife“ sofort wieder in die Vollen gelangt. Eher im Midtempo angesiedelt, macht er jedoch durch seine Dynamik ordentlich Druck und kann mit seiner eingängigen Melodie sofort wieder überzeugen. Ein echter Ronnie Atkins-Song, bei dem er sein geniales Organ richtig ausleben kann. Henriks Drumarbeit im Hintergrund sorgt für ordentlich Druck auf den Fellen, ohne zu sehr im Mittelpunkt des Songs zu stehen. Einer meiner Lieblingssongs des Albums. Auch der Nachfolger „Shot in the Dark“ geht in eine ähnliche Richtung. Die Riffs treiben den Song an und mit dem Einsetzen des Chorus entwickelt sich der Song schnell zum Ohrwurm.

Last Man Alive“ beginnt langsam, beinahe wie „Rodeo“ von den Maids. Etwas poppig angehaucht, mit kleinem aber feinem Solo. Der Abschlusssong „King for a Day“ rundet dann das Album perfekt ab, erinnert dabei wieder eher an Eclipse und versprüht einfach gute Laune, sodass der Fuß ständig am Wippen ist. Super Refrain mit Mitsingpotential, Einfallsreich auch die kleine Keyboardeinlage gegen Ende, die etwas wie ein Plastikkinderkeyboard klingt, aber den Punkt auf`s I setzt. Toller Abschluss einer fantastischen Scheibe.

Ich freue mich schon jetzt auf das Album Nummer 4.

Fazit:
Auch nach fast 40 Jahren auf Vinyl und auf der Bühne begeistert mich Ronnie Atkins auch im Jahr 2022 noch immer, war er doch einer der Musiker, die ich seit Anbeginn meinem Metal-Laufbahn begleitet habe. Wenn er dazu dann noch von einem weiteren begnadeten Musiker wie Erik Martensson unterstützt wird, kann beim gemeinsamen Werkeln eigentlich nur ein erstklassiges Album als Output rauskommen.

Dies beweisen die beiden Skandinavier auf „Animalistic“ eindrucksvoll. Herausgekommen sind 11 Songs ohne richtigen Ausreißer, knapp 45 Minuten Vollbedienung für alle Fans der Pretty Maids und Eclipse. Was will man mehr?

Ein angeschlagener Boxer ist ja oftmals am gefährlichsten. Im übertragenen Sinn kann man das sicherlich auch auf Ronnie Atkins übertragen: Nie war das Ergebnis dieser Kooperation so erfrischend, nie war Erik so kreativ und Ronnie so arbeitswütig. So verleiht er trotz oder vermutlich gerade wegen seiner persönlichen Situation den 11 Songs auf „Animalistic“ mit seiner unverkennbaren Stimme das gewisse Etwas, um das Album aus der Menge der allmonatlichen Neuveröffentlichungen abzuheben und stellt schon jetzt einen heißen Kandidaten für das „Album of the Year 2022“ dar.

Tolle Produktion, toller knackiger Sound, es macht einfach Spaß, das Album immer wieder zu hören. 11 Songs auf absolut höchstem Niveau, von denen manch andere Band in ihrer Karriere nur zu träumen wagt. Davor ziehe ich meinen Hut. Bitte, bitte noch lange weiter so…

Für „Animalistic“ gibt’s von mir begeisterte 9,5 von 10 Bängs.

Ich würde mich freuen, wenn ich noch viele Reviews zu Nordic Union schreiben darf und gebe die Hoffnung noch nicht auf, dass ich irgendwann die Chance bekomme, Ronnie und Erik mit Nordic Union auch mal live zu sehen, denn die Songs aller drei Alben hätten es verdient, einmal live performt zu werden – ganz ohne Songs der Pretty Maids oder Eclipse, nur Nordic Union pur.


“Animalistic” Tracklist:

  1. On This Day I Fight
  2. In Every Waking Hour
  3. If I Could Fly
  4. Riot
  5. This Means War
  6. Scream
  7. Animalistic
  8. Wildfire
  9. Shot In The Dark
  10. Last Man Alive
  11. King For A Day


    LINE-UP:
    Ronnie Atkins – Lead & Backing Vocals
    Erik Martensson – Lead & Rhythm Guitar, Bass, Keyboards and Backing Vocals

    Additional Musicians:
    Fredrik Folkare – Lead Guitar
    Henrik Eriksson – Drums
    Thomas Larsson – Lead Guitar on „Scream“, „Riot“, & „Last Man Alive“

    Produced by: Erik Martensson
    Mixed & Mastered by: Erik Martensson
    Executive Producer/A&R: Serafino Perugino

    Social Media:
    https://www.facebook.com/NordicUnionMusic 
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Thomas

Musikalisch bin ich seit den 80er vor allem im melodischen Hard& Heavy-Dschungel unterwegs und immer auf der Suche nach neuen und alten Perlen. Meine absoluten Faves sind Queenaryche, Y&T, Die Toten Hosen... u.v.a.....inzwischen kann ich mich aber auch für Mittelalterrockband wie Feuerschwanz oder Saltataio Mortis absolut begeistern. Ab und an geht mein Blick aber auch mal über den Tellerrand in Richtung Speed/Trash/Death...solange Melodien erkennbar sind. Auch wenn ich schon zu der Ü50-Fraktion gehöre, findet man mich bei Konzerten und Festivals fast immer Front of Stage, denn Sitzplatz beim Rockkonzerten, das passt bei mir einfach nicht zusammen. Erst wenn es ohne Rollator mal nicht mehr gehen sollte, ist die Tribüne vielleicht ne Alternative.

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