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METAL ESCALATION FESTIVAL 2023 – das Mozartschloss eskaliert

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Das war das Metal Escalation Festival 2023

Bericht und Fotos Olli C.

Nach dem wetterbedingt turbulentem Metal Escalation Festival 2022, zeigt sich der Wettergott gnädig und das Metal Escalation Festival 2023 kann ohne Probleme veranstaltet werden. Obwohl es „Zeus“ letztendlich ein wenig zu gut mit den Headbangern meinte, denn bei Temperaturen jenseits der 30 Grad Celsius ist es für Bands und Fans etwas anstrengend. Nichtsdestotrotz pilgern etliche Metalfans bereits am Vortag nach Stuppach und zelebrieren eines der letzten Open Airs in diesem Jahr. Sogar aus Tirol reisen die Kuttenträger an, wobei laut Fahrzeug- Kennzeichen fast alle Bundesländer vertreten sind. Ein kleiner Sturm kann den frühen Besuchern nichts anhaben und lassen sich die „Warm up Party“ am Campingplatz nicht verderben.

FREITAG

Am 25.08. um 13:30 Uhr ist es dann endlich soweit und die Pforten des Festivals öffnen sich. Mit dem Einmarsch der mit Dudelsack bewaffneten RISING KILTS wird das Festival wie in gewohnter Weise nach der Ansprache der Veranstalter eröffnet. Kurz vor halbvier ertönen dann die ersten verzerrten Gitarrenriffs des Wiener Hardrock Trios BREAWTALITY, die ausdrucksvollen 70iger Rock und ausrufenden Gitarrensolis beschreiben. Klar merkt man die Einflüsse von AC/DC, Deep Purple, KISS, The Who und Motörhead.

„Dearisch“ (taubstumm) sollte man bei der Rockkombo DEARISCH nicht sein, denn die „Mundartrocker“ fetzen mit harten Riffs und frechen Lyrics. Natürlich ist „Dialektmetal“ keine Innovation, jedoch unterscheiden sich DEARISCH definitiv von Alkbottle und Co. durch ihren eigenen Stil.

Keine Neulinge sind die kultigen Thrasher MORTAL STRIKE und liefern wie gewohnt eine fette Thrashshow vom feinsten ab. Man könnte die „Kuttenrocker“ als österreichische Antwort auf Tankard bezeichnen. Natürlich dürfen Hits wie „Here comes the Tank“ und der Gleichen nicht fehlen.

GHIDRA sind ebenfalls mehr keine Neulinge, da man die Groove Metalcore Band bereits auf Bühnen wie das Area53 erblickte. Die Nachmittagssonne verliert an Kraft, das Bier lässt sich leichter trinken und die Headbangere kriechen aus ihren Schatten in Richtung „in Front of Stage“. GHIDRA beenden ihre Show nach ca. 50 Minuten. Doch das war noch nicht alles…

Die Katze ist aus dem Sack und die angekündigte Überraschung ist gelungen. Ein Flügel wird auf die Bühne gehoben und GHIDRA betreten in dezenter Garderobe noch einmal die Bühne. Ein Flügel? Ja, ein Klavier. METAL MEETS MOZART – einer der besten, wenn nicht der beste Pianist Österreichs betritt die Bühne. PAUL GULDA und GHIDRA performen Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart „ein wenig härter“ als original. Klingt erstmals etwas bizarr, jedoch war es ein musikalischer Leckerbissen und das Publikum ist begeistert – wer so etwas noch nicht gesehen, bzw. gehört hat, es ist empfehlenswert.

Die Grazer Death Metal Kapelle INTERREGNUM startet um Punkt acht ihr Show, wobei man die Band ja bereits vom Kaltenbach Open Air und anderen Festivals kennt. Harte Riffs, perfekter Sound und gute Show.

Zur Primetime ein weiteres Highlight, denn TUXEDOO heizen dem Publikum mit ihrem „ALPENCORE“ mächtig ein. Tolle Show mit einem hohen Unterhaltungswert. Lederhosen, Blechtrommeln und fette Gitarren machen eine TUXEDOO Show zu einer Megaparty. Die Bühnenerfahrung der Oberösterreicher ist eindeutig, da man die Band schon auf dem Nova Rock und in Wacken sah.

Das Bier rinnt, die Metalheads sind gut drauf und motiviert auf den Freitagsheadliner. Um 22:30 Uhr betreten die argentinischen Folk- Metaller TRIDDANA die Bühne und lassen es ordentlich krachen. Dudelsack und Flöte machen das Konzert kontrovers und spannend, wobei die Instrumente nebensächlich sind, denn es sind die geilen Songs, das Charisma der Band und die Motivation des Publikums, die das Gesamtpaket eines gelungenen Auftritts ausmacht. Sichtlich hatten die Argentinier Spaß, denn das Publikum schrie nur mehr nach Zugaben, sodass TRIDDANA sogar „Überstunden“ machten.

Der Freitag neigt sich dem Ende zu und am Campingplatz kehrt erst wieder bei Morgendämmerung Stille ein.

SAMSTAG

Das „Frühstücksbuffet“ auf dem Campground (eine kleine Imbissbude) lockt mit Wurst- oder Käsesemmel, Kaffee und dem Metal Escalation Menü – Bier und Jägermeister zu einem fairen Preis. Die ersten Headbanger kriechen nach einer sehr kurzen Nacht aus ihren Zelten, wobei das lange Feiern doch ihre Spuren hinterlässt. Die Prozedur beim Verlassen des Zeltes gleicht optisch der netten schwarzhaarigen Damen aus dem Film „The Ring“ und manch junger Headbanger hat Gesichtszüge durch Schlafentzug wie GOLLUM aus „Herr der Ringe“. Aus der Perspektive eines halbwegs nüchternen Festivalbesuchers, ist dieses „Naturschauspiel“ besser als jeder Hollywood- Movie.

Nach dem Regenerationskaffee oder dem MEF Menü kühlen sich einige Festivalbesucher im angrenzenden Bach ab. Ein unglaubliches Erlebnis bei gefühlten 70 Grad sich im fließendem Wasser in einem idyllischen Fließgewässer sich abkühlen zu können. Eine Pizzeria und eine Tankstelle sind in unmittelbarer Nähe und werden ebenfalls von einigen Metalheads belagert, bis um 14:30 Uhr die Power Thrasher BULLET RIDE den zweiten Festivaltag eröffnen.

15:20 Uhr – wer es nicht gesehen hat, der glaubt es nicht. Auf den ersten Schein meint man, dass ein zierliches Mädchen die Bühne betritt und schöne Balladen bringt – Boom – was für eine Stimme doch aus dieser Röhre entspringt. ATHIRIA hauen mit fettem Female Fronted Death Metal  ordentlich auf die Pauke und wecken die letzten Alkoholleichen.

Schon lange keine Newcomer mehr sind VEINS OF SUFFERING und sind im In- sowie im angrenzenden Ausland bereits bekannt und sprechen durch ihren Melodic Death Metal das jüngere Publikum sehr an. Circle und Moshpit sind hierbei verpflichtend und die Kopfschmerzen längst vergessen.

Ein cooles Bühnenbild, untermalt mit groovigem Metal und einem Hauch Death Metal bieten die Burschen von CYROX und bitten zum Tanz – Mosh- und Circlepit wie es der Herr respektive Frau Metaller bevorzugt.

Die Hitze wird erträglicher, das Bier fließt wieder in „die richtige Richtung“ und die Thrasher von ENCLAVE sind für jeden Oldschool- Thrasher eine Erleuchtung. Richtig fette Songs die Lust auf mehr machen.

Die Organisatoren versuchen das fassettenreiche Metaluniversum mit seinen ganzen Genres und Unterkategorien so gut wie komplett abzudecken und verpflichten die Hardrocker CATERPILLAR. Eine scharmante Sängerin rundum den Ausnahmegitarristen „Thomcat“ Caterpillar wertet mit einer tollen Stimme das Gesamtpaket auf.

PAIN IS ist ein weiteres Highlight dieses Abends und bietet mit ihrem „Modern Metal“ und einem geilen Bühnenbild eine perfekte Show. Sänger Jerome hat die Menge in der Hand und das Publikum geht ab. Tolle Setlist, fette Show.

Pünktlich um 21:15 betreten die Deutschen Death Thrasher FINAL BREATH die Bühne. FINAL BREATH haben noch eine Rechnung offen, denn auf Grund eines Unwetters des letzten Festivals wurde ihre Show damals gecancelt. Somit können nun FINAL BREATH ihre Show nachholen und präsentieren auch Songs ihres aktuellen Albums „of death and sin“.

Der Samstagsheadliner heißt HOLY MOSES – die Mannen rund um Thrashlegende Sabina Classen müssen auf Grund eines technischen Problems die Show um einige Minuten verschieben. Das Drumset streikt. Das Drumset von FINAL BREATH wird artgerecht für HOLY MOSES Drummer Gerd Lücking modifiziert und  die Show kann beginnen. Es ist die Abschiedstournee von Holy Moses und der Gig auf dem Metal Escalation Festival ist auch der einzige Auftritt in Österreich. Eine powergeladene Sabina mischt ordentlich auf, wobei man ihr das Alter definitiv nicht anmerkt, denn einige jüngere Festivalbesucher würden froh sein, noch so beweglich zu sein wie Sabrina. Die Setlist besteht aus einem Best of der Holy Moses Geschichte, sowie Songs des aktuellen Albums „Invisible Queen“. Sabina ladet alle Frauen beim Song „too drunk to fuck“ auf die Bühne – was für eine Show.

Letztendlich ist das Festival kurz nach Mitternacht leider wieder vorbei und wird vielen positiv in Erinnerung bleiben. Man freut sich auf ein weiteres Metal Escalation Festival, da dieses familiäre Festival neben regionalen Acts auch internationale Bands bietet, die Tickets zu einem fairen Preis angeboten werden und der Bierpreis mit €4,80 unschlagbar ist. Eine Toilettenanlage mit fließendem Wasser am Campground, die noch am letzten Tag sehr sauber ist, rundet das Ganze noch einmal auf.

FAZIT: Das Metal Escalation Festival ist fixer Bestandteil in der Jahresplanung – die Veranstalter investieren Herzblut in dieses Festival, der Liebe zum Detail und das muss belohnt werden. Support this Festival!

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Olli C

Passionierter Motorradfahrer sowie "Möchtegern"- Schlagzeuger und Fotograf aus Österreich. Bevorzugt Powermetal, traditionellen Heavy Metal, NWOBHM, Thrash, Melodic Death,Sleeze, Gothic, Symphonic Metal, Glam aber auch Hard Rock. Ist mit seiner Kamera in Wien, Niederösterreich, der Steiermark dem Burgenland und in Tschechien unterwegs für Konzert und Festivalreportagen. Macht jedoch auch Albumreviews und wirft ein Auge auf Undergroundbands. Moderierte früher Metalshows auf diversen Internetplattformen.

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