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Killing Joke – What’s THIS For…! – Album Review

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Genre(s): Post-Punk, Industrial Rock

Die Post-Punk-Veteranen von Killing Joke (Gründung 1978 in Notting Hill) haben im Laufe ihres über 40-jährigen Bestehens eine Menge guter Alben rausgehauen. Die Qualitätsdichte ist bei 15 Studioalben so groß, wie es wohl nur bei ganz wenigen Bands der Fall ist. Auch wenn den vier alten Hasen Jaz Coleman (Gesang, Keyboards), Geordie Walker (Gitarre), Youth (Bass) und Paul Ferguson (Schlagzeug) nie ein großer kommerzieller Erfolg beschert war (die Single Love Like Blood war in Europa 1985 ein kleiner Hit, Platz 24 in Deutschland), gibt es doch etliche Bands und Musiker, die Killing Joke zu ihren Vorbildern zählen. In dem Zusammenhang muss natürlich reflexartig auch erwähnt werden, dass die großen Metallica mal The Wait gecovert haben. Der Song befindet sich auf Killing Jokes erstem gleichnamigen Studio-Output von 1980. Dieses wäre für diese Rubrik ebenfalls geeignet. Doch ich persönlich präferiere tatsächlich das Folge-Album „What’s THIS For…!“, das im Juni des darauffolgenden Jahres erschien.

„Killing Joke“ mag vielleicht das bedeutendere Album sein, doch „What’s THIS For…!“ ist um einiges ausgefeilter und stellt den Wahnsinn der vier Briten noch viel besser zur Schau. This is Madness! Brüllen die Jungs im gleichnamigen Song. Ein Riff wird mit Unterbrechungen auf beinahe acht Minuten gestreckt und es funktioniert grandios. Das Konzept mit wenigen Mitteln ein Album voller genialer Hooks zu machen, ist dann später noch auf „Hosannas from the Basements of Hell“ (2006) perfektioniert worden. Doch das ist eine andere Geschichte. Wer also wissen will, was Killing Joke seit 40 Jahren so besonders gut macht, bräuchte im wesentlichen nur Madness zu hören. Da man sich an diesem allerdings sehr schnell satt hört und es noch nicht mal das Beste Stück des Albums ist, empfehle ich dringend, sich „What’s THIS For…!“ komplett zu Gemüte zu führen.

The Fall Of Because eröffnet das Album mit seinen tribalistischen Drums und metallischen Gitarren. Eine genaue Punktlandung legt auch Tension hin. Eine lockere punkige Nummer, die für Killing Joke-Verhältnisse beinahe fröhlich um die Ecke kommt. Unspeakable und Butcher gehen hingegen eher in Richtung Industrial. Vor allem letzteres Zeigt, dass Sänger Jaz Coleman am Synthesizer so etwas wie die Geheimwaffe von Killing Joke ist und den Songs das gewisse Etwas verleiht. Toll ist hier aber auch das Bass- und Gitarrenspiel von Youth und Geordie Walker, vor allem das Riff im Refrain von Butcher ist einfach nur episch!

Es folgt Follow The Leaders, das damals auch als Single veröffentlicht wurde und immerhin Platz 55 der britischen Singlecharts erreichte. Hier zeigen sich die vier Briten wieder mehr von ihrer rotzigen Punk-Seite. Abermals mit fetzigen Synthies angereichert, ist der Song beinahe schon tanzbar. Das erklärt wohl auch, wie sich Follow The Leaders in die amerikanischen Billboard Hot Dance Club Songs auf Platz 25 schleichen konnte. Nach dem bereits erwähnten Madness, folgen mit Who Told You How? und Exit die mit unter vier Minuten kürzesten Songs. Who Told You How? ist eine experimentelle Elektro-Rock-Nummer. Gerodies Gitarre liefert sich mit den Synthies ein packendes Duell, während im Hintergrund der Song-Titel bis zum Erbrechen widergekäut wird. Das von Hundebellen eingeleitete Exit bildetet schließlich den Abschluss von „What’s THIS For…!“. Schlagzeuger Paul Ferguson treibt seine Vorderleute noch einmal zu Höchstleistungen an. Youths Bass scheppert aus den Boxen, übertönt stellenweise Geordies Gitarre im Refrain, während Jaz Coleman ein letztes Mal ins Mikrofon krächzt.

Fazit: Eine Killing Joke-Scheibe, die keine Wünsche offen lässt. „What’s THIS For…!“ Ist definitv ein Highlight der Frühphase der Bandgeschichte und noch um einiges ausgeklügelter als das wegweisende Debüt. Dieser unterschätzte Klassiker hat definitiv die Höchstpunktzahl verdient. 10 von 10 Bängs!

zehn von zehn

„What’s THIS For…!“ erschien im Juni 1981 bei E.G. Records/Polydor Records und erreichte Platz 42 der britischen Album-Charts, wo es sich vier Wochen halten konnte. Produziert wurde das Album in Eigenregie. 2005 erschien eine remasterte Version, die neben den acht Original-Tracks noch zwei alternative Versionen von Madness und Follow The Leaders enthält sowie das Instrumentalstück Brilliant. Das Album findet ihr auf den gängigen Streamingplattformen und gibt es auch als CD, MP3 oder Vinyl zu kaufen.

Bandmitglieder:
Jaz Coleman – Gesang, Keyboards
Geordie Walker – Gitarre
Youth – Bass
Paul Ferguson – Schlagzeug

Trackliste:
1. The Fall Of Because (5:12)
2. Tension (4:33)
3. Unspeakable (5:19)
4. Butcher (6:13)
5. Follow The Leaders (5:37)
6. Madness (7:43)
7. Who Told You How? (3:37)
8. Exit (3:44)
Bonustracks:
9. Follow The Leaders (Dub) (4:06)
10. Madness (Dub) (7:28)
11. Brilliant (3:58)

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Dennis

95er Jahrgang. Hört so ziemlich alles über Metal, Rock, Post-Punk und New Wave. Dennis ist vorwiegend für die News zuständig, schreibt aber auch mal die ein oder andere Review.

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