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Kalaska – Whoever You Are – Album Review

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Genre: Kalternative, Alternative Rock, Industrial Rock, Electro Rock

Land: Deutschland

Nachdem ich euch in den letzten Monaten schon darauf vorbereiten konnte, ist es nun soweit und ich darf das Debut Album von Kalaska für euch in seine Bestandteile zerlegen. Bereits satte sechs der zehn Songs wurden vorab als Singles veröffentlicht. Ich persönlich bin erst seit Little Girl am Start und konnte folglich auch ganz jungfräulich an einen Großteil der Songs gehen.

Little Girl hat zusammen mit Failing Forever und Selflove eine abschließende Trilogie dargestellt und die Vorfreude zum Release noch einmal in die Höhe geschraubt. Und der Opener macht dann auch völlig klar: Die Vorfreude ist mehr als berechtigt!

Das Intro von Animals lässt mich gleich an Brother von Blackout Problems denken. Straightes Drumming, gepaart mit verträumten Riffs und Disharmonie verbreitenden Synths im Hintergrund. Für mich bisher der einfachste Song des Trios. Einfach, weil er ohne große Spielereien ein gelungener Alternative Song ist, der mit einem starken Refrain daherkommt.

Mit Little Girl startet dann die Transformation zum Kalternative (mMn eine Mischung aus Industrial und Alternative), bevor mit When The Lights Are Turning Back wieder andere Töne angeschlagen werden. Weg von Kalternative, hin zu Funk. Zum eh schon einzigartigen Sound gesellen sich dann auch noch mindestens maximal groovende Basslines und lassen den Song auf die Kalaska Art und Weise sehr tanzbar wirken.

Stilistisch vertrauter klingt dann wieder Closer. Sphärische Strophen treffen auf punkigen Refrain, zumindest instrumental. Die Vocals machen sich nämlich vor dem Druck des Refrains nicht in die Hose und bleiben in der mittlerweile gewohnten Mischung aus gehaucht und gesungen. Während bisher immer die Kombination der einzelnen Bausteine das Augenmerk auf sich gezogen hat, muss ich bei Closer vor allem die Gitarrenarbeit ab der Hälfte der Nummer hervorheben. Durch den Fokus auf die Gitarre kommt auch ein viel stärkerer Rockfaktor auf und macht die Musik an sich zugänglicher.

Als Übergang zur zweiten Albumhälfte funktioniert das kurze New Beginning wunderbar. Das Tempo wird hier merklich angezogen und gibt einem über die etwas mehr als zwei Minuten Spielzeit keine Verschnaufpause. Im folgenden You Can Get What You Want wird die Energie aus New Beginning auch teilweise übernommen, was sich vor allem in den sehr metallisch tönenden Riffs und mehr Druck in den Vocals widerspiegelt. Das Teil entwickelt sich so für mich zu einem der Highlights der Platte.

Schön langsam nähern wir uns dem Ende, was leider auch erste schwächere Momente durchschimmern lässt. So an sich hat Secrets zwar irgendwie eine spannende Atmosphäre, kann mich aber leider nicht wirklich überzeugen. Woran das liegt? Ich kann es ehrlich nicht sagen, aber irgendwas ist hier für mich einfach nicht stimmig genug und lässt mich diese Nummer bei meinen Durchläufen dann doch immer wieder skippen. Die Zeit wird zeigen, ob ich bei meiner Meinung bleiben werde.

In den letzten Tagen hat sich Selflove für mich zum besten Song des Albums entwickelt. Hier bekommt man alles geboten, was Kalaska ausmacht und es schafft, mich immer wieder aufs Neue zu überraschen. Nebenbei leitet Selflove auch leider schon zum letzten Song über. And The Lights ist nochmal ganz anders. Mit einem elektronischen Kern, der an Tron erinnert, bewegt sich der Abschluss über weite Strecken von bekannten Gefilden fort. Lediglich die Riffs bringen wieder einen familiären Sound, dennoch klingt And The Lights super und fügt sich gut ins Album ein. Dieser Track könnte womöglich schon eine Prophezeiung dahingehend sein, welche Töne wir in Zukunft von diesem Trio erwarten könnten.

Fazit:

Kalaska sind besonders. Sie klingen anders, ohne Frage, doch dieses „Anders“ ist einfach spannend. Ich lehne mich aus dem Fenster und sage, dass kaum jemand eine Band gehört hat, die so klingt wie das bayerische Trio.

Die Qualität der Singles haben sie über die gesamte Albumlänge hinweg so gut wie durchgehend halten können.

Ich vergebe 9 von 10 Bängs.

neun von zehn

„Whoever You Are“ erscheint am 28. Mai und wird als CD, Vinyl, Limitierte Holzbox, Digitales Album und Stream erhältlich sein.



Tracklist:

1. Animals

2. Little Girl

3. When The Lights Are Turning Back

4. Failing Forever

5. Closer

6. New Beginning

7. You Can Get What You Want

8. Secrets

9. Selflove

10. And The Lights


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Patrick

geb. 1993, Musik-Fan seit 2010, Verlobt, Ein Sohn, Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk, Alternative Rock. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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