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Go Go Berlin – Lyfe – EP Review

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Genre: Indie

Land: Dänemark

Credit: Asbjørn Christensen

Bei Go Go Berlin bin ich eigentlich von einer deutschen Band ausgegangen. Mehr als den Namen kannte ich schließlich nie von der Band. Das sie aus Dänemark kommen reichte mir aber, nach dem Eindruck den Siamese und Defecto hinterlassen haben, um zumindest mal rein zuhören.

Sieht man die Labelheimat der Kombo erwartet man durchaus andere Musik, schließlich bringt man Napalm Records gewiss nicht mit elektronischen Indie Rock in Verbindung und so sitze ich doch recht baff vor den Tönen, die mich aber direkt überzeugen können. Zumindest anfangs.

Der Opener I Never Meant To ist eigentlich schon die Blaupause für den Style der Band und verdammt der ist genau das, was ich in diesem Jahr so noch nicht bekommen habe. Während das kurze Intro für einen Augenblick an Mumford And Sons erinnert, verfliegt dieser Eindruck mit dem Einsatz der Vocals und in Folge auch der restlichen Instrumente. Ein Bläser getränkter, elektronischer Indie Sound strömt einen in die Ohren, mit Vocals die sowohl kratzig wie Danny Worsnop (Asking Alexandria) als auch sanft wie Harry Styles oder auch Luke Hemmings (5 Seconds Of Summer) daher kommen.

Plansch von Bilderbuch kam mir dann direkt bei Changes (U Want It) in den Sinn. Je länger die Nummer läuft, um so mehr verflüchtigt sich dieser Gedanke, dafür erinnert er mich immer mehr an Harry Styles „Fine Line“, nur um mich dann mit dem Einsatz vom Saxophon eigentlich wieder komplett vor den Kopf zu stoßen. Richtig gut gefällt mir auch der gelegentliche Einsatz von Nasalem Gesang. Kommt selten so klar heraus wie bei Go Go Berlin.

Je weiter wir voran kommen, umso elektronischer werden die Songs. So ist Welcome To The Hills schon mehr eine Disco Nummer als irgendwas anderes. Und hier catchen sie mich auch erstmals nicht besonders. Sicherlich eine coole Nummer, für mich aber schon zu drüber in allen Belangen.

Mit Nervous bekommen sie dann wieder etwas die Kurve, dennoch kann mich auch dieser Song nicht mehr so abholen wie der Beginn. Das gilt auch für den Abschluss, in Form von Struggle Is Real.

Fazit:

Es fing gut an, ging aber dann doch in eine Richtung die mir nicht zugesagt hat. Leider sehr bedauerlich.

Ich vergebe 6 von 10 Bängs.

sechs von zehn

„Lyfe“ erscheint digital am 13. November via Rodeostar Records / Napalm Records.


Line-Up:

Christian Vium – Vocals/Guitar

Anders Søndergaard – Organ

Christoffer  Østergaard – Drums


Tracklist:

1. I Never Meant To

2. Changes (U Want It)

3. Welcome To The Hills

4. Nervous

5. Struggle Is Real


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Patrick

Patrick

geb. 1993. Musik-Fan seit 2010. Verlobt Ein Sohn. Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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