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Album Reviews, Reviews

FLØRE – SCARYTALE – Album Review

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Genre: Alternative Pop, Pop, Pop-Punk, Electro

Land: Deutschland

Manchmal wird man so dermaßen überrascht das einem die Sprache weg bleibt. So fühlte ich mich als ich vor einigen Tagen das Debut Album von FLØRE zum ersten Mal komplett gehört habe. Vorher hab ich schon etwas queer gehört um sicher zu stellen ob die Musik überhaupt zum Rockmagazine passt. Erste Einschätzung: Genre passt nicht wirklich, Stil aber sehr wohl.

Musikalisch kann man „SCARYTALE“ ganz bestimmt ohne weiters dem Pop zu ordnen. Der Rest, also die Optik von FLØRE selbst sowie auch von Album und Merch passt mit ihrer pechschwarzen Art dann schon wieder. Hört man sich die Songs auch komplett an wird einem schon bewusst das Pop nur die Headline ist. In den Tracks steckt noch einmal deutlich mehr.

HAPPY NEVER AFTER leitet in ein konzeptuell angelegtes Meisterwerk. Gerade im Vergleich zu den folgenden Songs kann man HAPPY NEVER AFTER als den Prolog zur Geschichte einstufen. Textlich wird gleich mal klar gestellt was uns hier erwartet: Außenseiter die im Mittelpunkt stehen. Die Geschichte geht quasi nach dem Happy End für Prinzessinnen und Prinzen erst richtig los. Auch Musikalisch lebt HAPPY NEVER AFTER den Prologcharakter vollends aus. Die Nummer nimmt nur zaghaft Tempo auf. Bleibt insgesamt im Sound zwar durchaus füllend, zeigt aber bei weitem noch nicht was in FLØRE steckt. Was aber direkt ankommt ist die wunder, wunderschöne Stimme die FLØRE durchaus ihr eigen nennen kann und ganz klar das Zentrum bildet.

Mit ZOMBIE starten wir dann aber richtig ins Album. Hier zeigt FLØRE gleich direkt das sie nicht einfach nur ein simples Sound-A-Like von den großen Frauen im Business ist. Die Variation in ihrer Stimme ist unfassbar. FLØRE singt gefühlt jeden Ton anders, lässt ihre Stimme wie ein Jojo von hoch zu tiefer schnellen. Instrumental vermittelt ZOMBIE auch starken Full-Band-Charme. Wir bekommen total viel klassische Rockinstrumente und dem Pop kehren wir erst mal den Rücken. Viel mehr hören wir hier klare Pop-Punk Vibes, die so international klingen das man es einfach nicht zu glauben vermag das FLØRE aus NRW kommt. Würde man mir sagen sie kommt aus den Staaten oder auch UK, ich würd das definitiv glauben.

Feine bassige Synthsounds nehmen uns auf ALIEN in Empfang und bilden so einen Kontrast zum Opener, der grundsätzlich einen ähnlichen Sound hat aber mehr auf Instrumente setzt. Alleine schon auf Grund des Titels ist dieser Stil aber natürlich sehr gut gewählt. Ihre Vocals sind dieses Mal deutlich sanfter und wirken schon teilweise wie gehaucht, so gehen alle Teile Hand in Hand und verdeutlichen die Stimmung wunderbar.

Das folgende VAMPIRE kommt deutlich kürzer daher und macht insgesamt bisher den kommerziellsten Eindruck. Nice Beats und wie immer tolle Vocals. Tatsächlich bietet VAMPIRE bisher aber am wenigsten, wenn auch der Refrain toll ins Ohr geht.

Zerbrechlich und mit einem unfassbar dichten und großem Sound kommt GHOST daher. Als erste richtige Ballade wird hier viel am drumherum gearbeitet. Sehr viele Soundspielchen und Effekte, die der Atmosphäre sehr zuträglich sind. Nach den eher schnellen Nummern ein schöner Song um wieder etwas Kraft zu tanken und sich auf die nächste Etappe vorzubereiten, wie wir gleich hören werden auch gut gewählt.

Orientalische Töne begrüßen uns im ersten Song mit einer gewissen Sexyness in den Vocals. Wieder baut FLØRE hier auf Beats, diese geben MONSTER einen gewissen Pussycat Dolls Touch. Alles klingt sehr verrucht und verführerisch, gerade wie sie Scared or What? ins Mikro haucht ist einfach nur wow.

Eine stilistische Symbiose stellt WEREWOLF dar. Hier wird der Pop-Punk mit Electro vermengt und gibt dem Ganzen einen schönen 80s Flair. Gesanglich zieht FLØRE wieder alle Register und zeigt sich wieder von ihrer enorm wandelbaren Seite. Immer wieder muss ich an Paramore denken, gerade wenn sie etwas mehr Rotz in die Vocals steckt braucht sie sich nicht vor Hayley verstecken. Eine tolle Nummer, die wieder ein paar feinen Easter Eggs aufwarten kann.

Mit den Wort Knock, Knock – Who´s there? – I´m karma leitet GRIM ein und könnt genau so auch aus der Feder von Taylor Swift kommen. Eine straighte Pop-Punk Nummer, die schnell nach vorne geht und auch eine ordentliche Dynamik in sich stecken hat. Wenn Olivia Rodrigo weltweit die Charts stürmt sollte es FLØRE mit GRIM zumindest in Deutschland schaffen, denn: Das ist ein verdammter Hit!

Da meine Frau seit geraumer Zeit ein Faible für Bücher aus dem Dark Romance Genre hat und wir beide schon auf den Start der Maxton Hall Serie warten viel mir schon beim ersten Hören von WITCH auf wie unfassbar sexy die Nummer ist. Führt man sich dazu noch die Lyrics zu Gemüte so wird diese Einschätzung auf die direkteste Art und Weise bestätigt. Elektronische Beats bilden ein wunderbares Gerüst für dieses vor Sex triefende Stück Musik. Ein Song der in keiner Playlist für Young Adult Bücher oder Filme fehlen darf.

Wie wärs mal mit etwas Autotune? Damit kann DEVIL dienen, das sich stilistisch schon sehr nah an WITCH hält. Lyrisch nicht so offensiv, dennoch wird auch hier das Dark Romance Thema gut bedient. Die Autotuneparts lockern alles gut auf, insgesamt kann es aber nach einem Track wie WITCH nur untergehen, auch wenn DEVIL wirklich wieder starke Momente hat und hier Parallelen zu Poppy auch nicht ganz von der Hand zu weisen sind.

Ein etwas anderes Liebeslied erwartet uns mit SKELETON, in dem FLØRE davon singt neben ihrem Lover zu verrotten. Klingt makaber, wird auch durch ein paar sehr, sehr weirde Momente gegen Ende nur noch stranger. Was erwartet man nun? Black Metal? Düstere schwere Melodien? Sicher, bekommt man aber nicht. Stattdessen ist SKELETON musikalisch das mit weitem Abstand fröhlichste Lied bisher. Kurz vor Ende hat man sich wieder das Pop-Punk (Toten)Gewand übergestreift und tanzt vergnügt und unbeschwert gemeinsam über den Friedhof. Krass, nichts was ich hier grad schreibe ergibt so wirklich Sinn und doch ist auch SKELETON sowas von toll geworden. FLØRE singt völlig losgelöst und total wunderschön über einen zugeben einfach schrägen Text.

Wer sich die bisherigen Namen der Tracks ansieht, dem wird vielleicht schon auffallen welches Monster noch fehlt. Mit FRANKENSTEIN wird mittels einer wunderschönen Ballade langsam aber sicher das Finale vorbereitet. Instrumental passiert schon nicht mehr ganz so viel. Wir bekommen eine Ballade, die aber sowas von nach Love On The Brain von Rihanna klingt das ich teilweise sogar Riris Stimme in den Ohren habe. Diese Überballade stand also sicher in gewisser Weise Pate. Macht das FRANKENSTEIN nun schlecht? Ganz gewiss nicht. Im mag die großen Momente von FRANKENSTEIN sehr, sehr gern. Das Gitarrensolo im letzten Drittel setzt dem Ganzen dann noch die Krone auf.

FRANKENSTEIN bildet klar das letzte Kapitel der Geschichte, doch eine jede gute Geschichte braucht auch einen Epilog, diesen bekommen wir in Form von MERMAID. Emotional und zurück genommen wie bisher noch nie singt FLØRE begleitet von einem Klavier einfach drauf los. FLØRE zeigt das sie nicht viel benötigt um zu berühren und geht mit ihrem Epilog enorm ans Herz. Ein wunderschöner Abschluss eines Ausnahmealbums.

Fazit:

Man merkt „SCARYTALE“ definitiv das Konzept oder zumindest die Idee davon an. Für mich erzählt es nur weniger eine fortlaufende Geschichte als viele kleine, die für sich stehen. Dennoch schmälert das nicht die Wirkung die dieses Album auf mich hat.

Vom ersten Ton weg hat mich FLØRE in ihren Bann gezogen. Dieses Album ist ein Meisterwerk, von dem ich mehr als froh bin gehört zu haben. Ich kann schon sagen den Kurzzeittest hat „SCARYTALE“ bestanden nachdem ich es auf einer mehrstündigen Fahrt pausenlos gehört habe, Ende des Jahres werden wir dann auch schon ein kleines Fazit zur Langzeitwirkung nehmen können.

Vergleiche mit Taylor Swift, Rihanna, Olivia Rodrigo oder auch Poppy kann man definitiv ziehen, denn stilistisch ist FLØRE breit aufgestellt und vereint viele Stilelemente in ihrer Musik.

Ich vergebe 9,5 von 10 Bängs.

„SCARYTALE“ erschien am 23. Februar und ist als Vinyl erhältlich und kann überall gehört werden wo es Musik gibt.


Tracklist:

1. HAPPY NEVER AFTER

2. ZOMBIE

3. ALIEN

4. VAMPIRE

5. GHOST

6. MONSTER

7. WEREWOLF

8. GRIM

9. WITCH

10. DEVIL

11. SKELETON

12. FRANKENSTEIN

13. MERMAID


FLØRE auf Instagram

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Patrick

geb. 1993, Musik-Fan seit 2010, Verheiratet, Ein Sohn, Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk, Alternative Rock. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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