Album Reviews, Bandanalyse

FIREWING – Symphonic Metal aus Übersee – Album Review

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Grundsätzlich ist Europa das Festland aller namhaften Symphonic Metal Bands und Projekte. Aber auch am anderen Ende des großen Teiches hat das symphonische Genre mittlerweile Fuß gefasst und gewinnt immer mehr Zuspruch bei den Metallern des anderen Kontinents. Als Vorbilder der großen europäischen orchestralischen Symphonic Metal Bands gründeten sich FIREWING, eine in den USA ansässige Combo, bestehend aus Sänger Airton Araujo, den Gitarristen Caio Kehyayan & Bruno Oliveira, Bassist Peter Reyna und Drummer Chris Dovas. Nach langem Schaffen ist es endlich soweit und das Debut steht bereits in den Starlöchern. Es wird von den Feuerflügeln unter dem Titel Resurrection promoted.

Die Geschichte/das Konzept von FIREWINGs Debütalbum „Resurrection“ basiert auf der Dualität zwischen zwei legendären mystischen Kreaturen, die die Wurzeln des Lebens und der Schöpfung der gesamten Menschheit repräsentieren: Ember, der Phönix der Hoffnung, will die Welt aus dem Chaos zurückholen und den eingesperrten Seelen Hoffnung bringen. Vishap, der Wyvern der Dunkelheit, will alles Licht der Welt absorbieren, um die Menschheit mit seinen obskuren Kräften zu kontrollieren. Es werden auch Konzepte aus verschiedenen Mythologien verwoben und so eine neue Welt mit unterschiedlichen Regeln und Strukturen erschaffen, welche die Vorstellungskraft des Hörers anregen soll.

FIREWING prophezeien in ihrem Debut die Auferstehung von etwas Neuem, doch was steckt wirklich dahinter? Wird das Genre neu erfunden oder ist es eine bestehende Attitüde, die nur neu vermarktet wird?

Mit Resurrection taucht der Hörer eine Stunde lang in die Fantasiewelt von FIREWING ein und wird musikalisch mit einer 14 Tracks starken und ausgeprägten Symphonic Metal Oper verwöhnt. Eröffnet wird das musikalische Spektakel mit einer Prelude, die anschließend in eine typische Midtempo Double Bass Symphonic Metal Neigung übergreift. Chapter Eins bis Drei leiten jeweils die Abschnitte der Story instrumental ein und expandieren wie beim Opener in den genannten Stil. Grundsätzlich ist das Album einfach aufgebaut. Kapiteleinleitung durch dramatische Orchestersymphonien, wobei die Tracks der einzelnen Kapitel im typischen Midtempo präsentiert werden. Der Titeltrack Resurrection hebt sich durch eine markante Melodie hervor und ist meiner Meinung nach das Feuerwerk des Albums. Etliche Gastmusiker werten das Debut auf, jedoch gibt es einen Punktabzug bezüglich der Tonmischung. Bei sämtlichen symphonischen Passagen wurde das Volumen des Orchesters zu gering ausgepegelt, weswegen die Dramatik darunter leidet. Für Fans des Genre Symphonic Metal könnte FIREWING definitiv interessant sein. Resurrection strotzt nur so von Epic, Dramatik und Klassik.

Das Album ist ab dem 23.04.2021 als CD Digipack und Download erhältlich.

Fazit: Grundsätzlich ein gut gelungenes Debut, kann aber mit Größen wie Avantasia nicht mithalten.

sieben von zehn

TRACKLIST:

1. Prelude: Moonlight Of Despair

2. Obscure Minds

3. Chapter I: Acheron’s Ritual

4. Demons Of Society

5. Far in Time

6. Chapter II: Temple Of Helios

7. Resurrection

8. Time Machine

9. Chapter III: Transcending Souls

10. Eternity

11. Tales of Ember & Vishap: How Deep Is Your Heart?

12. Tales of Ember & Vishap: The Meaning Of Life

13. The Essence Of Your Heart

14. Epilogue: Sacred Journey

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Olli C

Olli C

Passionierter Motorradfahrer sowie Hobby- Schlagzeuger aus Österreich. Bevorzugt Powermetal, traditionellen Heavy Metal, NWOBHM, Thrash, Melodic Death,Sleeze, Gothic, Symphonic Metal, Glam aber auch Hard Rock. Wirft ein Auge auf Undergroundbands und macht primär Reviews aber auch Interviews. Moderierte früher Metalshows auf diversen Internetplattformen.

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