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Dreaded Presence – Prototype – EP Review

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Genre: Death Metal, Groove Metal, Progressive Metal, Deathcore

Land: Österreich

Im April 2020 konnte noch keiner erahnen welches Ausmaß ein gewisser Virus annehmen würde. Genau zu dieser Zeit brachten Dreaded Presence ihre Debut EP auf den Markt. Heute bald ein Jahr später sind sie wohl immer noch ein kleiner, feiner Geheimtipp. Damit sich das hoffentlich bald ändert möchte ich ein paar Worte zu „Prototype“ loswerden.

Dreaded Presence zocken auf ihrem Erstling  einen sehr breitgefächerten Sound, so ist der Titel der EP sinnbildlich für die Soundfindung selbst. Eröffnet wird der fünf Song Dreher von Rise, der uns schon so einige Stile um die Ohren wirft. Etwas Groove Metal, etwas Death Metal und viel Abwechslung. Die Instrumente werden sehr facettenreich malträtiert und kredenzen uns einen Stilbreak nach dem Anderen. Auch die Vocalrange wird hier schon wunderbar demonstriert. Wir bekommen Screams, Growls und sogar ein paar atmosphärische an Humanity´s Last Breath erinnernde Cleans geboten. Natürlich darf aber auch ein Breakdown nicht fehlen. Dieser wird von einem kleinen schnellen Drumsolo beendet.

Das folgende Talking Behind My Back macht es mir aber schon schwerer eine genau Bezeichnung des Sounds abzugeben. Schneller und härter als der Opener treiben uns die Drums voran, doch auch das eine oder andere atmosphärische Riff hat Platz gefunden. Der Funke will trotzdem nicht so wirklich überspringen. Speziell der Refrain, instrumental und auch vocaltechnisch, kann mich nicht abholen. Zwar durchaus keine schlechte Nummer, aber es sind noch ganz andere Kaliber auf dem kleinen Erstlingswerk.

Sowie Ad Hominem. Fast eine ganze Minute lang wird Spannung aufgebaut und zwar nicht durch gebolze, sondern einen leicht progressiven und vor allem viel introvertierteren Sound wie man zuvor zu hören bekommen. Das Leitriff bleibt auch nachdem der Song seinen Sound vollständig aufgebaut hat in verzerrter Art erhalten. Während die Vocals gewohnt brutal tönen wird instrumental doch immer wieder mit einer gewissen Progressivität geliebäugelt. Dadurch wird immer wieder etwas der Druck und die Härte gedrosselt, ohne zu weich zu klingen.

Mit Purge steht uns der härteste Track bevor. Es wird nicht groß gefrickelt oder experimentiert. Einfach auf die Fresse und trotzdem nicht stumpf, sondern immer noch mit der mittlerweile gewohnten Qualität.

Etwas psychedelisch und experimentell startet Pharmaceutical Love. Hier könnt man wirklich auf Grund des sehr anderen Sounds im Intro annehmen das man hier eine andere Band, doch spätestens beim Einsetzen der Vocals, die als Initialzündung für den gewohnt harten Sound zusehen ist. Was gibt es noch zu sagen? Nach dem unerwarteten Anfang gehen die Jungs wieder ähnlich energisch und brutal zu Werke wie bei Purge und lassen ihren Prototyp mit einem Knall enden.

Fazit:

Ich hatte ohne Frage meinen Spaß an den fünf Tracks. Dreaded Presence haben mit „Prototype“ wirklich einen Prototypen ihres möglichen Sounds kreiert. Einige Elemente sollten sie definitiv mehr gebrauchen, wie die Clean Vocals oder auch die ruhigen und progressiven Parts.

Insgesamt aber für die erste Veröffentlichung der Band eine ordentliche Leistung. Fans von Death, Groove und Progressive Metal, sowie Deathcore Sympathisanten sollten auf jeden Fall ein Ohr riskieren.

Ich vergebe 8 von 10 Bängs und bin schon auf das kommende Full Length Debut gespannt.

acht von zehn

„Prototype“ erschien am  6. April 2020 und ist als CD (direkt bei der Band und limitiert auf 200 Stück), Digitales Album und Stream erhältlich.


Line-Up:

Dominik Köchl – Drums

Sebastian Karrer – Guitar

Patrick Peterlechner – Guitar

Yevgen Usatenko – Vocals


Tracklist:

1. Rise

2. Talking Behind My Back

3. Ad Hominem

4. Purge

5. Pharmaceutical Love


Übrigens plant die Band ein eigenes Festival. Wir halten euch diesbezüglich auf dem Laufenden!


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Patrick

Patrick

geb. 1993, Musik-Fan seit 2010, Verlobt, Ein Sohn, Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk, Alternative Rock. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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