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Das multimediale Rock- und Popmuseum in der Musikstadt Gronau

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Gronau im westlichen Münsterland:  Nah an der holländischen Grenze zu Enschede gelegen, bis 1980 Hochburg deutscher Textilindustrie und Geburtsort von Udo Lindenberg. Hier wurde 2004  in der ehemaligen Kesselhalle einer Tuchfabrik das rock’n’popmuseum eröffnet.

Der wohl berühmteste Sohn der Stadt begrüßt die Besucher „fast“ persönlich, bevor es in die spannende Dauerausstellung geht. Aufwändig inszeniert führt ein Audioguide durch verschiedene Themeninseln, die sich inhaltlich z.B. mit Begriffen wie Rebellion, Live on Stage oder Performance beschäftigen.

Durch die Kopfhörer ist es überraschend ruhig in der großen Ausstellungshalle. Dachte ich. Denn alle 20 Minuten gibt es ordentlich was auf die Ohren und für die Augen: Auf mehreren großen Leinwänden gleichzeitig werden Konzertausschnitte von verschiedenen Künstlern gezeigt. Unter anderem sind Udo Lindenberg, eine sehr rockige Helene Fischer, AC/DC, und die Beatles dabei und die Halle stellt ihre phänomenale Akustik unter Beweis.

Im Themenabschnitt zur Musikstadt Düsseldorf fand ich viele Parallelen zu The Sound of Düsseldorf – die lautesten Führung der Stadt.

Neben der Dauerausstellung gibt es auch Wechselausstellungen, allerdings musste „Beethoven“ aus bekannten Gründen in das kommende Jahr verschoben werden.

Im Untergeschoss kannst Du Dich in der Greenbox beim Karaoke ausprobieren. Dort findest Du auch das legendäre Aufnahmestudio der deutschen Avantgarde-Band „Can„, dass 1971 in einem ehemaligen Kinosaal in Köln- Weilerswist eingerichtet wurde. Acht Studioalben von „Can“ entstanden hier. Bis 2007 wurden dort unter anderem Alben für Marius Müller-Westernhagen, Helen Schneider und Fury in the Slaughterhouse produziert.

Can schufen sich mit dem Studio einen Arbeits- und Lebensraum, dem sie mit eigens gestalteten Wandbehängen und einer Sofaecke ein inspirierendes Ambiente einhauchten. 1500 Seegrasmatratzen sorgten für einen ruhigen Schlaf der Anwohner. Der sonst übliche trennende Regieraum fehlte. Raum, Technik, Instrumente und Musiker wurden eins, der Raum selbst zum Instrument. Weil der Techniker jetzt Teil des Kompositionsgeschehens war, wurde spontaner gespielt und spektakuläre Aufnahmesitzungen auf Band dokumentiert. Quelle 

Mit dem Musikclub Turbine,  ebenfalls im Untergeschoss gelegen, gibt es eine kultige Location mit Platz für 300 Gäste. Hier finden spartenübergreifende Kulturveranstaltungen mit Livemusik- aber auch DJ-Events und Wechselausstellungen statt. Das Programm findest Du hier.

Auf der Galerie im oberen Stock findest Du weitere interessanten Ausstellungsstücke und hast einen sensationellen Ausblick in die Ausstellungshalle.

Mein Lieblingsstück dort: Cynthia, die erste Ehefrau von John Lennon, gab einen sehr ungewöhnlichen Gegenstand in die Ausstellung: Der Musiker versteckte hier neben Cannabis und Marihuana auch sein Zigarettenpapier und die Rollmaschine vor den neugierigen Augen der Haushälterin und der Schwiegermutter. Es wurde regelmäßig hierfür in Weybridge benutzt, später dann als Teedose.

Fazit: Ein multimediales Erlebnis für alle Altersgruppen. Sounds, Bilder, Exponate und Elemente, an denen Du auch selbst etwas ausprobieren kannst. Unbedingt erlebenswert!!

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Karina

Karina

Karina ist für uns an Rhein und Ruhr unterwegs. Sie hört neben Metal auch Irish Folk Punk, Deutsch- und Mittelalterrock. Für gute Musik ist ihr kein Weg zu weit.

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