Heute lag zum Frühstück mal was Besonderes auf meinem Schreibtisch. Musik aus Japan. OK. Die Band heisst Crossfaith und macht nach Eigendefinition „Electro Rock“. Die EP heisst „Wipeout“ – Na gut. Eigentlich mag ich den ganzen Manga-Kram ja nicht, aber ich hör es mir mal an.
Und?
Ganz ehrlich. Ich habe schon lang nichts mehr so Gutes gehört.
Leider ist „Wipeout“ nur eine EP, und es sind schmale drei Nummern drauf – aber die haben es in sich!
Die Silberscheibe hat eigentlich nichts Elektrisches. Hier kriegt der geneigte Hörer wirklich was auf die Ohren. Ich sage mal, …man nehme Gary Meskil von Pro Pain vor dem Stimmbruch, Man Gandler von Mastic Scum, schmeisse hin und wieder etwas Bon Jovi aus schlankeren Tagen drüber und vermenge es mit ordentlich Bass, Gitarre und ein wenig Synthie-Gedösel.
Fertig ist Crossfaith.
Auf „Wipeout“ dürfen sich die jungen Japaner mal ordentlich präsentieren. Und das tun sie. Kenta Koie shoutet was das Zeug hält, und die Stimme scheint manchmal kurz vor dem Kippen zu sein – aber sie tut es nicht. Faszinierend auch Tatsuya Amano an den Drums. Der Junge Mann prügelt seine Schiessbude, dass es eine Freude ist. Und das mit einer Präzision, als hätte er ein Metronom verschluckt. Aber auch die restliche Band braucht sich nicht zu verstecken. Die Musik macht einfach gute Laune.
Zur EP selbst: Alle drei Nummern sind absolute Kracher und für jeden Metal-Carneval absolut partytauglich. Mein Anspieltip: „Vermillion Gold„!
Fazit:
9 von 10 BÄNGs auf dem japanischen Metalhimmel. 1 Punkt Abzug nur dafür, dass „Wipeout“ kein Longplayer ist!