Ein Schweizer Uhrwerk mit ordentlich Rock’n’Roll im Getriebe.“ „Starke Songs, eine verdammt gute Stimme und jede Menge Feuer.“

Die Schweizer Rockszene funktioniert einfach wie ein grosses gut verstricktes musikalisches Netzwerk. CoreLeoni liefern mit ihrem vierten Studioalbum „Generection“ ein weiteres gutes Beispiel dafür, warum Hard Rock aus der Schweiz seit Jahrzehnten eine feste Größe ist. Angeführt von Gotthard-Gründungsmitglied Leo Leoni präsentiert die Band ein Album, das seine klassischen Wurzeln mit Stolz trägt, dabei aber keineswegs nach einer verstaubten Zeitreise klingt.

Überhaupt scheint die Schweizer Rockszene ein goldenes Händchen für richtig gute Rockmusik zu haben. Da greift ein Rädchen ins andere, fast wie beim berühmten Schweizer Uhrwerk. CoreLeoni liefern dafür mit „Generection“ den nächsten Beweis.

Dass diesmal die gesamte Band stärker in den Songwriting-Prozess eingebunden war, scheint dem Material gutgetan zu haben. Neben Leo Leoni sorgen Alex Motta an den Drums, Mila Merker am Bass und Jgor Gianola an der Gitarre dafür, dass hier eine Band zu hören ist, die bestens aufeinander eingespielt ist.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2017 stehen CoreLeoni für klassischen, melodischen Hard Rock. Auf „Generection“ ist erneut Gent Bushpepa als Sänger zu hören und seine Stimme ist für mich eines der absoluten Highlights des Albums. Rau, kraftvoll und mit genau der richtigen Portion Dreck passt sie perfekt zum Sound der Band und gibt den Songs ihren ganz eigenen Charakter.

Es gibt Alben, bei denen man schon nach den ersten Takten merkt: Hier bin ich richtig.

Mit „Last Goodbye“ gelingt gleich ein richtig starker Einstieg. Die Nummer holt dich sofort ab, zieht dich direkt ins Album hinein und macht vom ersten Moment an Lust auf mehr. Genau so darf ein Rockalbum beginnen.

Und der zweite Song „Generation Rock“ feuert gleich mal anständig nach. Die Nummer hat mich sofort gepackt und der Refrain hängt mir heute noch im Ohr. Schon beim ersten Hören kann man sich gut vorstellen, wie stark der Song live funktioniert und wie schnell er das Publikum mitreißen wird. Eine dieser Rockhymnen, bei denen man einfach nicht stillstehen kann.

„Howling at the Moon“ ist ebenfalls so eine Nummer, die mich voll erwischt. Dunkler, etwas schwerer und vor allem gnadenlos geil, der Song hat richtig Feuer und gehört für mich ganz klar zu den Highlights des Albums. Gerade dieses Mystische, dunkle im Song und dazu Bushpepas raue Stimme ergeben einen verdammt geilen Mix. Und dann kommt noch dieses starke Gitarrensolo dazu, das der Nummer zum richtigen Zeitpunkt noch einmal einen zusätzlichen Schub gibt und das Ende ist stimmlich gewaltig hoch, was dem Song etwas ungewöhnlichen coolen Abschluss gibt

Mit „Sex on the Beach“ wird es dann richtig schön rockig und auch ein bisschen anzüglich. Die Nummer versprüht dieses typische Rockstar-Feeling: frech, lässig und mit einer gehörigen Portion Sex- Appeal. Und dann ist da Bushpepas raue Stimme, die dich regelrecht verführt, dich umschmeichelt und dir dabei ganz frech zuflüstert: Komm, wir haben einfach ein bisschen Spaß „On the Beach“. Ein Song, bei dem man sofort Bilder von verschwitzten Clubs, Bühne und Rock’n’Roll vor Augen hat und mehr……..

Danach zeigt „Believe“ eine andere Seite von CoreLeoni. Gerade die Nummer hat es mir ebenfalls angetan. Das Piano zu Beginn, der Aufbau des Songs, sowie die Stimme harmonieren hervorragend und sorgen für einen der emotionaleren Momente des Albums. Gänsehaut PUR.

„Vision CoreLeoni“ macht schon mit seinem Titel klar, dass die Band hier ganz bei sich selbst ist. Die Nummer hat ordentlich Zug und fügt sich hervorragend in das Album ein.

Bei „Rock’n’Roll Rebel“ ist der Name dann Programm. Hier gibt es Rock’n’Roll ohne große Umwege, und genau das passt zu CoreLeoni. Die Nummer macht Laune und ist wieder so ein Song, bei dem ich sofort daran denken muss, wie das Ganze wohl live von der Bühne kommt.

„Don’t Tell Me“ hält das Tempo hoch und zeigt erneut, wie gut diese Band zusammenspielt. Gerade in solchen Nummern merkt man, wie wichtig die Rhythmussektion für den Sound von CoreLeoni ist. Das Ganze rollt einfach und Bushpepa setzt mit seiner Stimme wieder seinen unverkennbaren Stempel drauf.

Mit „I’m Afraid I’m in Love“ wird es etwas melodischer. Die Nummer nimmt ein wenig Tempo raus, bleibt aber trotzdem ganz klar CoreLeoni. Gerade diese raue Stimme bildet einen richtig starken Kontrast zur melodischeren Seite des Songs und macht die Nummer für mich besonders interessant.

„Yearning“ setzt zum Abschluss noch einmal einen anderen Akzent. Gerade bei dieser Nummer könnte ich mir sogar eine Akustikversion richtig gut vorstellen. Der Song bringt für mich alles mit, was es dafür braucht, und Bushpepas raue Stimme würde in einer reduzierten Version vermutlich noch einmal ganz anders zur Geltung kommen. Ein richtig schöner Abschluss für ein verdammt starkes Album.

Und dann wäre da noch „Lady Marmalade“, das in der digitalen Ausgabe als Bonustrack enthalten ist. Aus dem bekannten Song eine Rocknummer zu machen, ist einfachgenial und geil. Stimmlich passt das perfekt und CoreLeoni machen daraus ihre ganz eigene Version. Was mir ein wenig fehlt, ist diese freche, weibliche Keckheit, die das Original auszeichnet. Das ändert aber nichts daran, dass mir diese Rockversion richtig gut gefällt.

Auch der von der Band als „Vintage Modern“ bezeichnete Sound passt sehr gut zum Album. Die Wurzeln im klassischen Rock der 70er- und 80er-Jahre sind deutlich zu hören, trotzdem klingt „Generection“ alles andere als altbacken. Genau diese Verbindung aus klassischem Rocksound und moderner Produktion steht der Musik von CoreLeoni ausgezeichnet.

Je länger „Generection“ läuft, desto mehr wird klar, wie stark das Album als Ganzes funktioniert. Fast jede Nummer reißt mich mit, die Refrains bleiben hängen und Bushpepas raue, markante Stimme verleiht dem Album einen ganz besonderen Charakter. Für mich ist das eine Platte, die nicht nach ein paar Durchläufen wieder im Regal verschwindet. „Generection“ hat das Zeug zum Dauerbrenner und gehört für mich schon jetzt zu den Rock-Highlights 2026.

„Wenn Hard Rock so klingt, darf das Schweizer Uhrwerk gerne noch verdammt lange weiterticken.“ Besonders gespannt bin ich jetzt darauf, wie die neuen Songs live abgehen. Am 18. Oktober 2026 werde ich CoreLeoni für das Rockmagazine im Club Vaudeville in Lindau erleben, wo sie vor Tyketto auf der Bühne stehen. Nach „Generection“ freue ich mich umso mehr darauf, die neuen Nummern endlich live zu hören und ich bin mir ziemlich sicher, dass da einige davon noch einmal eine ganz andere Wucht entwickeln werden.

Generection Tracklist:

1. Last Goodbye
2. Generation Rock
3. Howling At The Moon
4. Sex On The Beach
5. Believe
6. Vision
7. Rock’n’Roll Rebel
8. Don’t Tell Me
9. I’m Afraid I’m In Love
10. Yearning
11. Lady Marmalade (Digital Album Only)

Connect with CoreLeoni:

https://www.coreleoni.com
https://www.facebook.com/coreleoni

https://www.instagram.com/coreleoni

CoreLeoni is:Leo Leoni – Guitars
Gent Bushpepa – Vocals
Jgor Gianola – Guitars
Mila Merker – Bass
Alex Motta – Drums

By Bine

Macht hauptsächlich Live Foto Reportagen & Interviews. Ist Fotografin diverser österreichischer Bands und Locations von Oberösterreich bis Tirol. Musikalisch unterwegs im Bereich Hardrock, Power Metal, Prog & Classic Rock. Kann von allen ein bisschen zB fotografieren, reden und lacht auch mal gerne über sich selber !

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