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Brew Berrymore – Have a Beer in Stratosphere – Album Review

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Genre: Alpacarock, Indie, Alternative Rock, Space Rock, Prog Rock

Land: Deutschland

Credit: Julia Haider

Eins Vorweg: Ich danke den Jungs für die Aufforderung bzw. Erinnerung ein Bier zu trinken, werde dieser aber nicht nachgehen. Weder hier am Boden, noch in bis zu 50 km Höhe. Das lehne ich dankend ab. Viel eher braucht man zum Genießen des Debüt Albums der Regensburger Beerenfreunde ein anderes alkoholisches Getränk, um der Atmosphäre des Drehers gerecht zu werden. Würde mir meine Besserehälfte nun ein Gläschen Whiskey anbieten, würde ich daran nippend mit der Hilfe von „Have a Beer in Stratosphere“ sicherlich in andere Sphären abtauchen.

Gepackt hatte mich die Kombo ja unlängst mit der letzten Vorabsingle Spinnin´ Around. Bei der Vorstellung eben dieser zog ich unter anderem den Vergleich zu Biffy Clyro und Bilderbuch. An Letztere muss ich auch bei den anderen Songs denken, mal mehr mal weniger.

Shake It Up klingt als Opener wunderbar verträumt und wirft uns auch gleich in eine erdfremde Atmosphäre. In die waschechte Indie Nummer werden allerhand spannende kleine Details eingebaut, die die Atmosphäre noch einmal zusätzlich verdichten. Während sich die Drums doch eher im Hintergrund tummeln werden uns ein paar wirklich prominent platzierte, spacige Riffs um die Ohren gehaut.

Gerade die Gitarrenarbeit schafft es immer wieder, eine unfassbar präsente Atmosphäre zu erzeugen und so stark an die diversen Space Rock Bands zu erinnern, wie zum Beispiel die Österreicher von Aerolith. Doch auch das Tanzbein darf ordentlich geschwungen werden. Love Is A Powerful Word atmet die Dynamik der Clubs und ist zeitgleich die erste wirklich harte Nummer. Getragen von groovigen Basslines und bisweilen sehr wütenden Vocals geht die Musik in Kopf und Beine. Sogar ein paar Screams werden dramaturgisch super in Szene gesetzt und zeigen die wirklich vielen, oft auch verrückten Seiten der Band. In ähnlicher Manier geht es bei Horny XX99, nur noch einmal mehr tanzbarer und Ohrwurmverdächtig.

Während mit Robocop der Spacegipfel erreicht wird, stellt JOY! die Spitze der Härte dar. Neben ihrem weirden Sound schaffen es die Berrys hier wunderbar harte Riffs einzubauen, ebenso wie auch mehr der wirklich wunderbar tönenden Screams am Start sind. Im Refrain doch auch immer wieder verträumt, aber mit schon beinahe albtraumhaftem Strophenwerk. Sowohl instrumental als auch gesanglich.

Abgeschlossen wird mit Spinnin´ Around und was soll ich sagen: Hier kann ich mich beim besten Willen nicht satt hören. Es stimmt einfach alles zu 1000%. Ich habe schon zur Video Premiere viele Worte dazu verloren, jedoch könnte ich es immer noch weiterführen. Seit Tagen schallt der Refrain in meinem Kopf und lässt nur wenige andere Musik durchdringen. Spinnin´ Around ist ein verdammter Hit und das muss der Rest der Welt auch erkennen!

Fazit:

Ich mag die Mucke der Berrys ungemein. Ich mag es, wie sie die verschiedensten Stile vermengen und daraus ihr eigenes Ding machen. Da passen die eher Retro angehauchte Vocals perfekt mit spacigen Riffs zusammen und wunderbar harte Screams gehen eine Symbiose mit Discobeats ein.

Für Brew Berrymore wird die Reise gewiss erst so richtig starten. Zwei Dinge wünsche ich mir dann aber trotzdem für die Zukunft. Erstens bitte, bitte, bitte mehr dieser unfassbar guten Screams und zweitens noch mehr so Hymnen wie es Spinnin´ Around eine ist.

Ich vergebe 9 von 10 Bängs.

neun von zehn

„Have a Beer in Stratosphere“ erscheint am 30. Oktober und wird als CD, Vinyl, Digitales Album und Stream erhältlich sein.


Line-Up:

Bene – Gesang/Synthesizer

Robert – Gitarre

Bombo – Synthesizer/Keys

Moe – Bass

Dan – Drums


Tracklist:

1. Shake It Up

2. Keep It In Your Mind

3. Love Is A Powerful World

4. Horny XX99

5. Heart Shape Socks

6. Pomp On Pipes

7. Robocop

8. Join The Track

9. JOY!

10. Spinnin´ Around


Albumartwork: Dominik Jell


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Patrick

Patrick

geb. 1993. Musik-Fan seit 2010. Verlobt Ein Sohn. Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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