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Bosparans Fall – Götterspiel: Dunkle Zeiten – Ein vielseitiges Debüt – Album Review

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Land: Deutschland

Genre: Melodic Death Metal

Es ist Mai. Das heißt für Metal-Fans genau zwei Dinge: die Festival-Saison läuft an und das Sommerloch der Musikveröffentlichung beginnt. Für mich als Rezensent bedeutet das auch, dass alle meine Komfort-Bands ihre neuen Alben entweder schon veröffentlicht haben oder erst im Herbst/Winter veröffentlichen werden. Also ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt um mal wieder in die Rockmagazine-Promomine™ zu durchforsten.

Die deutschen Melodic Death Metaller von Bosparans Fall waren mir bisher nicht bekannt, aber beim Start des ersten vollwertigen Songs Dunkle Zeiten (das mit Waldambiente erfüllte Intro mit dem hochkreativen Namen Intro zähle ich nicht als vollwertigen Track) wurde mir klar, dass mir das Debütalbum der Gruppe mit dem Titel ”Götterspiel: Dunkle Zeiten” gefallen würde. Nach einer kurzen Darbietung der Streicher übernimmt die Lead-Gitarre mit einer Tapping-Melodie, die als Hauptmotiv des Songs fungiert. Gemeinsam mit dem Bass und den Riffs der zweiten Gitarre ist das doch recht zahme Melodic Metal-Gewand des Songs komplett. Das langsame Tempo des Tracks stört mich zwar, aber die Band möchte hier auch keinen Hochgeschwindigkeit-Hit produzieren, sondern eine Geschichte erzählen. Sänger Jonas Diem macht das hervorragend gut. Seine tiefen Growls klingen zwar bedrohlich, sind aber dennoch klar genug, damit die deutschen Texte der Fantasy-Geschichte des Albums vom Zuhörer ohne ein Booklet zum Mitlesen verstanden werden können.

Bosparans Zinnen zieht das Tempo ein wenig an und liefert neben dem klassischen Gitarrensolo auch eine präsente Bassline. Bosparans Fall müssen sich logischerweise auch mit Genre-Größen wie Insomnium messen und Rondra könnte genauso gut dem neusten Album der Finnen entstammen. Besonders die Gitarrenparts im Refrain und der Instrumentalteil gegen Ende haben die Insomnium-Einflüsse mit Löffeln gefressen. Eventuell könnte meine Meinung auch dadurch beeinflusst werden, dass Jonas Diem auch ohne Probleme als Vocalist der Finnen durchgehen könnte, aber wer weiß.

Firun ist erneut mit höherer Geschwindigkeit und Doublebass-Drums gesegnet. ”Götterspiel: Dunkle Zeiten” nimmt immer mehr an Fahrt auf und lässt das atmosphärische Intro und den vergleichsweise langatmigen Opener Dunkle Zeiten im Staub zurück. Außerdem werden die Refrains von Song zu Song immer eingängiger – das muss man als Death Metal-Band erstmal hinbekommen.

Praios wird nach einem geflüsterten Intro schnellstmöglich in einen fiesen Death Metal-Brecher verwandelt. Insomnium-artige Gitarrenharmonien, Bass-Fills und Doublebass-Drums übernehmen das Ruder und kurz darauf ist es plötzlich wieder ruhig: ein atmosphärischer Zwischenteil baut langsam das feurige Finale des Songs auf. Was für ein Ritt!

Nachfolger Alrik Immerda geht mehr in die melancholisch-melodische Richtung des Melodic Death Metal. Trotz langsamerem Tempo fällt der Track nicht in dieselbe Eintönigkeit wie der Opener, sondern nutzt die Zeit um die epischem Melodien und die brillanten Schlagzeugparts mit viel Tom-Toms auszubauen und wirken zu lassen.

Schwarzmagier Xardas steigt mit einem geschrienen Erzählpart ein. Der Song bedient sich häufig tiefen Riffs und ausgewählten Synthesizer-Klängen, um eine finstere Atmosphäre zu schaffen. Dadurch schafft es die Band erneut die Spannung des Albums aufrechtzuerhalten. An dieser Stelle erwähne ich gerne, dass mir die Abmischung der Platte mit jedem Hördurchgang mehr zusagt. Einerseits klingt ”Götterspiel: Dunkle Zeiten” sehr modern, andererseits hat das Album auch den klassischen Death Metal-Sound. Außerdem wird kein Instrument im Mix begraben.

Kampf um Norbeneck ist eindeutig einer der epischsten von ”Götterspiel: Dunkle Zeiten”, was besonders durch den Einsatz der Synthesizer und den fast nach Black Metal klingenden Refrain deutlich wird. Die Gitarrenmelodien und vor allem die kurzen Soli des Songs ergänzen das Gesamtbild um die melancholische Note. Die Band gibt hier alles und macht den Song so zum perfekten Finale…

Leider gibt es danach aber noch einen Song. Goldene Blüten auf blauem Grund hat leider nichts Neues oder Aufregendes zu bieten und beendet das Album mit einem etwas bitteren Beigeschmack. Bosparans Fall haben es wohl nicht so mit Anfang und Ende, aber im Mittelteil gab es dafür umso mehr positive Überraschungen.

Fazit: ”Götterspiel: Dunkle Zeiten” ist ein grundsolides Melodic Death Metal-Album, das die vielen Facetten des Genres und der Band selbst präsentiert. Trotz holprigem Start und fadem Ende weiß Bosparans Fall besonders im Mittelteil des Albums auf ganzer Linie zu überzeugen. Für Fans von Insomnium, epischen Fantasy-Geschichten und abwechslungsreichem Melodic Death Metal ist ”Götterspiel: Dunkle Zeiten” wärmstens zu empfehlen!

Von mir gibts dafür 7,5 von 10 Bängs.

“Götterspiel: Dunkle Zeiten” erscheint am 26. Mai 2023 via MDD Records/Black Sunset und ist als CD und digitaler Download erhältlich.

Die Band:

Jonas Diem – Gesang
Bernd Schmid – Gitarre
Patrick Stapf – Gitarre, Bass, Programming
Peter Spannagel – Bass
Yannick Reinecke – Schlagzeug

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Elias

Schreiberling aus Leidenschaft, Metal-Enthusiast seit der Schulzeit. Verirrt sich gern in den Tiefen des Prog und bestaunt moderne Ansätze zu Rock und Metal.

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