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Bells and Ravens – Zweites Album „What Death cannot End“ mit Zak Stevens und Tim „Ripper“ Owens veröffentlicht!

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Zufällig bin ich mal wieder bei der täglichen Durchsicht all der Veröffentlichungsnews über eine Schlagzeile gestolpert, die mich sofort hellhörig werden ließ: „feat. Zak Stevens“, da läuteten bei mir als Savatage Fan sofort die Alarmglocken und ich musste natürlich mal genauer nachlesen. Die Band Bells and Ravens sagte mir bislang absolut nichts, doch das Interesse war geweckt, was ja durch die Nennung eines  Special Guests auch sicherlich so beabsichtigt war – Ziel also erreicht.

Aha, ein Projekt mit verschiedenen Sängern, zunächst mal nicht Neues, sprießen die sogenannten „Supergroups“ doch aus dem Boden wie die Rüben auf dem Acker.

Doch bei der Band Bells and Raven handelt es sich eher um ein Solo-Projekt von Leader und Schöpfer Matt Carviero, mit bürgerlichem Namen Matthias Fritz. Im Gegensatz zu besagten Supergroups scheint hier vieles anders zu sein. Wie auch bei Tobias Sammet´s Avantasia stammen Bells and Raven aus Good Old Germany, spielen melodischen, teils episch symphonischen Powermetal mit klassischen Anleihen, bei denen verschiedene nationale wie auch namhafte internationale Größen als Gastmusiker an den Vocals mit an Bord sind. Anders als bei vielen zusammengewürfelten Bands wurde das Lineup des Projekts jedoch nicht durch ein Plattenlabel zusammengestellt, vielmehr wurde alles durch den Ex-Contracrash Mastermind Matt Carviero initiiert. Er scheint sehr gut vernetzt zu sein und konnte sich einige Hochkaräter der Metalbranche an Land ziehen.

© Matt Carviero

Neben u.a. Ex-Glenmore/Rawhead Rexx Fronter Jürgen Volk und  Andreas Mozer (Traitor) konnten auch internationale Szenegrößen wie Zak Stevens  (u.a. Savatage/Trans Siberian Orchestra/Circle II Circle) und der Ex Judas Priest/Iced Earth Shouter Tim Ripper Owens für Gastauftritte auf dem Zweitlingswerk von Bells and Ravens gewonnen werden.

Wie auch schon bei seinem Debüt “In Our Blood“, das einst nur als Nebenprojekt angedacht war, spielt Matt Carviero bei den Aufnahmen zum neuen Album wieder fast alle Gitarren und die Keyboards selbst ein. Zudem programmierte er auch alle klassichen Orchesterparts. Begleitet wurde er u.a. von Robert Palacios (u.a. Chinchilla) am Bass, Julian Scott und Thomas Schmeer an der Gitarre. Außerdem erhielt er von seinem Ex-Contracrash-Kollegen Claudio Sisto Unterstützung am Schlagzeug, der leider zwischenzeitlich verstorben ist und die Veröffentlichung nicht mehr miterleben kann.

Doch kommen wir zum musikalischen Inhalt von „What Death cannot End“.

Metalfans die von hymnenhafte Songs mit epischen oder auch orchestralen Sounds eine Gänsehaut bekommen, sollten sich das zweite Werk des aus Straßberg im Zollernalbkreis stammenden „schwäbischen Tobias Sammet´s“ mal genauer anhören. Geboten werden 10 sehr abwechslungsreiche Songs, die ganz bewusst von Master Carviero mit meist über 6 Minuten Spielzeit einen Gegenpol zu der schnelllebigen Musiklandschaft bilden sollen. Man sollte sich Zeit nehmen und sich die Songs intensiv anhören, und nicht wie einen Burger im Schnellrestaurant runterschlingen. Wie es so schön in der Pressemitteilung heißt, „nur wer sich mit dem Album nicht geistig am Drive-in sieht, sondern sich bewusst auf ein Fünf-Gang-Gourmet-Menü mit Weinbegleitung einlässt, wird mit einem überwältigenden Hörerlebnis belohnt.“ Daher sollte man der Scheibe schon den ein oder anderen Durchlauf ermöglichen, um alle Details richtig bewusst erfassen zu können.

Neben den mit viel Bombast und Orchesterpart gespickten Eigenkompositionen sind auch wie auf dem Debüt wieder einige „metallische“ Arrangements klassischer Symphonien von Richard Wagner und Wolfgang Amadeus Mozart geschickt in den Songs verwoben. Die wechselnden Sänger sorgen zusätzlich für Abwechslung in den Songs.

Den Anfang macht Chinchila Frontmann Tommy Laasch  mit „Your Last Sacrifice“, einem melodischen Opener mit ordentlich Power im Kessel. Der Refrain und der pumpende Rhythmus bleiben schnell im Ohr hängen.

Die Horror-Hymne „The Headless Horseman“  mit Tim “Ripper“ Owens am Micro, lässt vom Gesang und der Gitarrenarbeit an seine Zeiten bei Judas Priest erinnern. Die Herren Downing/Tipton hätten es sicherlich nicht besser machen können. Darüber hinaus kann auch die sirenenhafte Stimme als Huldigung für die Metal-Urgesteine aus Great Britain beitragen, die fast schon etwas an “Painkiller“ erinnert.

Absolutes Highlight stellt für mich der bereits als Video veröffentlichte und mit 8:16 Minuten auch längste Track des Albums „Scourge of the Seven Seas“ mit Zak Stevens am Micro dar. Zunächst könnte man meinen, eine Neufassung von Jutta Weinhold´s Zed Yago zu hören, denn auch „Sourge of the Seven Seas“ beginnt mit einer Adaption von Richard Wagners Oper vom „Der Fliegender Holländer“. Wie zu besten Savatage-Zeiten sorgt  Zak bereits bei den ersten Töten mit seinem Gesang für Gänsehaut und bestätigt erneut seine Klasse am Micro. Nicht nur wegen des von Par Olofsson sehr schön gestalteten, etwas an das “Wake of Magellan“-Album erinnernde Cover, lässt der Song sofort die Erinnerungen an die guten alten (Savatage)-Zeiten bei mir wieder aufleben. Mit den orchestralen Elementen schafft Matt eine gelungene Mischung aus Klassik und Metal. Durch das überwältigende Gitarrensolo vom Meister himself erlangt der Song die Krönung des Albums, ein absolutes Sahnestück von Song.

Bei Teil 1 der Antikriegs-Duologie “Martyrs & Illusionists“ ist mit Selin Schönbeck am Micro ein alter Bekannter von Album Nr. 1 mit dabei, der an den canonartigen Sound von Savatage anknüpft, wobei durch die orchestralen Parts das Soundspektrum um einiges erweitert wird.

Nach fast 20 Jahren ohne Veröffentlichung gibt Jürgen Volk seit 2003 erstmals wieder bei “Zone of Pain“ ein Lebenszeichen von sich. Ein Midtempo-Rocker im Stile alter Glenmore-Songs, der treue Fans erfreuen dürfte. Leider kann der Song nicht in Gänze überzeugen und klingt hinten raus dann etwas in die Länge gezogen.

Bei “Dishonored“ darf dann nochmals Tommy Laasch ans Micro und verleiht dem sehr melodischen Midtempo-Rocker mit gelungenen Orchesterarrangements eine gefühlvolle Note, bevor er mit Doublebass-Attacken endet.

Tim „Ripper“ Owen bleibt dann bei seinem zweiten Einsatz etwas hinter den Erwartungen zurück. „Master of my Fate“ entpuppt sich leider nach gutem Start nicht als der erwarteten Knaller, wirkt mir etwas zu belanglos.

Für das klassische Highlight des Albums sorgt “1773“ (Symphony No. 25 in G Minor KV 183 – I. Allegro Con Brio), das auch schon in Auszügen vom Trans Siberian Orchestra  metallisch mit Doublebass veredelt  wurde. Nicht schlecht gemacht.

Mit der Ballade „Martyrs & Illusionists, (Home) Pt II“  beschließt Matt sein zweites Soloscheibchen. Der Song erzählt die Geschichte eines aus dem Krieg zurückkehrenden Soldaten und dessen Problemen, sich in der normalen Welt nach dem Kriegsgeschehen wieder zu Recht zu finden. Eigentlich klingt der Song mit seinem Klavierintro eher nach einem fröhlichen Märchen und verbreitet soundtechnisch eher gute Stimmung. Bei dem mich etwas an Styx erinnernden Song denkt man gefühlsmäßig eher weniger an ein solch ernstes Thema. Neben „Scourge of the Seven Seas“ mit  Zak Stevens liefert Tobias Hübner am Micro hier den für mich zweitstärksten Song des Albums ab, der stellenweise sogar etwas von einem Musical hat. Einziger Kritikpunkt meinerseits ist hier das etwas überraschende, abgehackte Ende des Songs, trotzdem für mich Anspieltipp Nr. 2.

Fazit:

Matt Carviero  bringt mit seinem Soloprojekt Bells and Ravens und der neuen Scheibe„What Death cannot End“ ein interessantes zweites Album auf den Markt, das Freunde gut gemachten Powermetals mit Klassikeinschlag mit Sicherheit interessieren dürfte. Auf eine ganz besonderen Art und Weise schafft Matt es, eine gelungene Symbiose aus einerseits kraftvollem Powermetal mit harten Riffs und großen Refrains und auf der anderen Seite klassischer Musik zu schaffen.

Natürlich lebt das Album hauptsächlich von den verschiedenen Sängern, die den Songs jeweils ihren eigenen Stempel aufdrücken können, ohne das Gesamtgebilde des Albums zu stören. Darüber hinaus werden jedoch auch jede Menge bombastische Instumentalparts geliefert, die den  aufmerksamen Zuhörer in den Bann ziehen

Schon sehr lobenswert, was Matt Carviero da fast in Eigenregie ohne große Labelunterstützung auf die Beine gestellt hat. Soundtechnisch absolut auf den Stand der Zeit. Vom Songwriting über das Einspielen der Instrumente, übernahm Matt auch gleich noch die Produktion, den Mix und das Mastering von „What Death cannot End“. Es wurde nichts dem Zufall überlassen und so kann man sich sicher sein, dass das Ergebnis von ihm auch genau so gewollt war.

Leider kann mich nicht jeder Song des Albums überzeugen. Wenn auch alle Songs sehr ansprechend komponiert wurden und musikalisch nichts auszusetzen ist, fehlt mir machmal etwas die Eingängigkeit.

Daher gebe ich für „What Death cannot End“ 8 Bängs, mit Luft nach oben für Album Nr. 3.

acht von zehn

What Death cannot End“ wird ab 22.07.2022 vorerst nur in digitaler Form in allen Download- und Streamingportalen erhältlich sein. Schade, den das sehr gelungene Cover schreit förmlich nach einer Vinyl-Version.

TRACKLIST

1. Your Last Sacrifice (04:59)
2. The Headless Horseman (05:58)
3. Scourge Of The Seven Seas (08:16)
4. Martyrs & Illusionists (Victory), Pt. I (06:00)
5. Zone Of Pain (07:37)
6. Beyond Redemption (04:35)
7. Dishonored (07:24)
8. Master Of My Fate (06:12)
9. 1773 (Symphony No. 25 in G Minor KV 183 – I. Allegro Con Brio) (04:54)
10. Martyrs & Illusionists (Home), Pt. II (07:57)

Bells and Ravens:

Matt Carviero: Lead-, Rhythm and Acoustic Guitars, Keyboards, Orchestra Programmings, Bass on “DISHONORED and “MASTER Of MY FATE

Gastmusiker:

Tommy Laasch: Lead- and Backing Vocals on „YOUR LAST SACRIFICE“ and “DISHONORED

Tim ,,Ripper“ Owens: Lead- and Backing Vocals on “THE HEADLESS HORSEMAN and “MASTER Of MY FATE

Zak Stevens: Lead- and Backing Vocals on „SCOURGE Of THE SEVEN SEAS“

Selin Schonbeck: Lead- and Backing Vocals on „MARTYRS & ILLUSIONISTS (VICTORY), PT. I“

Jurgen Volk: Lead- and Backing Vocals onZONE OF PAIN“

Tobias Hilbner: Lead- and Backing Vocals on „BEYOND REDEMPTION“ and

„MARTYRS & ILLUSIONISTS (HOME), PT. II, Backing Vocals on DISHONORED“

Andreas Mozer: Lead Vocals on „BEYOND REDEMPTION“

Julian Scott: 2nd Guitar Solo on „YOUR LAST SACRIFICE“

Thomas Schmeer: 2nd and 4th Guitar Solo on „BEYOND REDEMPTION

Roberto Palacios: Bass

Claudio Sisto (R.I.P.): Drums

Online:

https://open.spotify.com/embed/artist/2bLVmmwE9M2lBrXN7Zvr40?utm_source=generator

Homepage: www.bellsandravens.comI

Instagramm: www.instagram.com/bells_and_ravens.metal

Facebook: www.facebook.com/bellsandravensofficial

Youtube: www.youtube.com/bellsandravens

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Thomas

Musikalisch bin ich seit den 80er vor allem im melodischen Hard& Heavy-Dschungel unterwegs und immer auf der Suche nach neuen und alten Perlen. Meine absoluten Faves sind Queenaryche, Y&T, Die Toten Hosen... u.v.a.....inzwischen kann ich mich aber auch für Mittelalterrockband wie Feuerschwanz oder Saltataio Mortis absolut begeistern. Ab und an geht mein Blick aber auch mal über den Tellerrand in Richtung Speed/Trash/Death...solange Melodien erkennbar sind. Auch wenn ich schon zu der Ü50-Fraktion gehöre, findet man mich bei Konzerten und Festivals fast immer Front of Stage, denn Sitzplatz beim Rockkonzerten, das passt bei mir einfach nicht zusammen. Erst wenn es ohne Rollator mal nicht mehr gehen sollte, ist die Tribüne vielleicht ne Alternative.

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