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Album Reviews, Reviews

Angus Court – No Time To Be Sad – Album Review

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Genre: Modern Rock

Land: Deutschland

Heutzutage als Band, gerade als kleinere, ein ganzes Album zu veröffentlicht ist schon fast Selbstverletzung. In einer Zeit in der zählt wie kurz und eingängig ein Song ist und man als Musikschaffende immer präsent sein muss ein waschechtes Rock-Album zu veröffentlichen, ist fast noch kranker, außer man heißt Harry Styles oder Miley Cyrus. Nach ihrem 2022er Debut Album gehen Angus Court aber genau diesen gewagten Weg weiter, inklusive einem Release auf CD. Ganz 2000er also.

Kann das heute noch funktionieren und reicht die Musik allein um Erfolg zu haben? Natürlich arbeiten auch Angus Court visuell mit Videos und einem schönen Artwork, dennoch wirkt „No Time To Be Sad“ etwas aus der Zeit gegriffen. Man bedient in keinster Weise die aktuelle Norm. Keine zwei Minuten Songs, keine überzogen catchy Choruses, stattdessen sehr ehrliche Musik die sich die Zeit nimmt die sie braucht.

Genre-technisch ist das Album ganz klar im Modern Rock zu verorten. Das ist tatsächlich nicht unbedingt meine Spielwiese, große Vergleiche kann ich daher gar nicht wirklich ziehen. Deshalb lassen wir jetzt einfach mal die Musik sprechen.

Der Opener Brave zeigt gleich vom ersten Ton was uns in den folgenden knapp 45 Minuten erwarten wird: Geradliniger Rock, der höchsten gen Pop schielt. In Brave lässt sich kein klarer Fokus heraushören. Alle Versatzstücke bekommen gehörig Raum geboten. Wir haben echt verdammt starke Riffs, treibendes Drumming und groovige Basslines und sehr vielseitige Vocals, alles zusammen ergibt eine herrliche Mischung. Diese wird auch in den folgenden Songs fortgeführt. Die Texte von Angus Court sollen dabei immer aufbauen und einen gewissen positiven Impact haben.

In der Masse an wirklich guten Songs, die gut ins Ohr gehen und bleiben, stechen einige aber wirklich unerhört stark heraus wie mein absoluter Favorit Homemade Lemonade. Vermutlich der Track mit dem meisten Pop-Appeal und feinen groovy Indievibes überzeugt vom ersten Ton mit einem Text der mich etwas an Watermelon Sugar von Harry Styles erinnert. Wie auch der bekannte Welthit attestiere ich Homemade Lemonade leichte sexuelle Züge, was dem Song eine gewisse Smoothness verpasst. Ob ich Homemade Lemonade hier etwas unterstelle was nicht so ist, ist für mich tatsächlich zweitrangig. Die Nummer macht sowas von Spaß. Rockt entspannt dahin und hat super eingängige und dennoch langlebige Lyrics – alles was ich mir von einem Sommerhit wünsche. Dazu die Lalas und das Geräusch einer Flasche, die geöffnet wird. Tolles und ausgesprochen rundes Ding, welches dem vor allem textlich doch eher schwerem Album extrem viel Leichtigkeit gibt.

Weiter geht es mit gewohnter Kost, die wie erwähnt textlich durchaus heavy, immer aber sehr persönlich daherkommt. Wie schon erwähnt stechen eine handvoll Songs heraus, so wie auch Secret. Auch wenn sie so gar nicht so viel anders macht hat die Nummer einen gewissen Disney-Charme oder könnte auch in so mancher Teenie-Serie ihren Platz finden. Große Melodien, lange Vocalbögen und garniert mit einem angenehm heavy Riff, welches aber nicht zu hart daher kommt.

Das nächste Highlight stellt für mich dann Walls dar. Akustikriffs, die mich nicht nur einmal an Good Ridance (Green Day) erinnern, leiten eine zwischen Ballade und Midtempo schwankende Nummer ein. Gerade die Balladen-Parts lockern das Hören gut auf, auch das immer wieder darauf zurück gegangen wird und nicht wie öfter auf dem Album der Balladenanteil zu Gunsten des Rocks verschwindet. Schöne Nummer, die für mich auch gern das Album hätte beenden können. Zumindest wäre es sicher nicht verkehrt gewesen Walls und das auch sehr ruhige Sparkle Up Your Soul nicht direkt hintereinander zu platzieren. Das würd ich aber definitiv als nörgeln auf hohem Niveau bezeichnen.

Skippen möchte ich auch nur einen Song. Fucked Up zündet nicht und bleibt für mich das absolute Lowlight des Albums. Insgesamt wirkt er irgendwie zu gewollt, verpasst dadurch für mich aber den Zugang. Ansonsten kann man sich das Album wirklich gut und angenehm am Stück anhören.

Fazit:

„No Time To Be Sad“ tut nicht weh, muss es auch nicht. Es ist ein absolut solides Rockalbum. Reinhören schadet nicht. Im besten Fall findet man für sich ein paar tolle Songs für die Chillout Playlist oder womöglich sogar ein Album das man ins Herz schließt. Für mich steht klar das Homemade Lemonade, stand jetzt, der absolute Sommerhit des Jahres ist.

Ich vergebe 8 von 10 Bängs.

acht von zehn

„No Time To Be Sad“ könnt ihr seit 26. Jänner überall streamen wo es Musik gibt, gern auch im Shop der Band auf CD ordern.


Tracklist:

1. Brave

2. Sad Girl

3. Pretty Maria

4. Miss Evergreen

5. Homemade Lemonade

6. Honey

7. Lost In Thinking

8. Lifeguard On Duty

9. Secret

10. Fucked Up

11. Walls

12. Sparkle Up Your Soul


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Patrick

geb. 1993, Musik-Fan seit 2010, Verheiratet, Ein Sohn, Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk, Alternative Rock. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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