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Aerolith – Aerolith – Reise in spacige Gefilde, Teil 1 – Album Review

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Oft folgt man sicherlich großen Namen im Business und übersieht so womöglich die eine oder andere Perle. Eine dieser Perlen ist Aerolith aus Bischofshofen. Eine Drei-Mann instrumental Band, die mit ihrem selbstbetiteltem Debut „Aerolith“ schon im Jahr 2016 für erstes Aufsehen sorgen konnte.

Auch mir liegen die beiden Alben der Band schon einige Zeit vor, jedoch hatte ich bis dato nie die Zeit gefunden, der hier gebotenen Musik den Raum und die Zeit zu geben, die sie braucht. Sicherlich haben wir es hier nicht mit extrem vertrackter Mucke zu tun, dennoch braucht man etwas, um sich reinzuhören. Am besten macht man das alleine mit ordentlichen Kopfhörern und lässt sich dann in die Welt der Drei ziehen.

Das einleitende, etwas mehr als zehn minütige Binary Sundown stellt einen gelungen Einstieg dar. Die drei Komponenten der Band, Gitarre, Drums und Keyboard, bauen sich hier gemächlich auf und erzeugen eine sehr entspannte, fast schon träumerische Atmosphäre. Erst zur Mitte der Nummer wird wirklich Fahrt aufgenommen, was vor allem an den extrem abgespaceten Keyboard-Sounds liegt. Auf dem Höhepunkt haben wir prügelnde Drums und schließlich ein kleines Gitarren Solo, bevor der Ursprungssound wieder aufgegriffen wird.

Schon mit dem folgenden Die Schabe beweisen die Herren aber auch, das sie anders können. Sehr düster und bedrückend mit wieder sehr interessantem Einsatz des Keyboards. Hier muss ich immer an den Refrain von Between Angels And Insects von Papa Roach denken. Gerade deshalb auch interessant auf Grund des Namens der Nummer, wenn man bedenkt das eine Schabe das Maskottchen von Papa Roach ist. In der Mitte wird ein erneut etwas experimenteller Sound geboten, der hier wieder klar den Fokus auf die Gitarre lenkt.

Patafly geht von allen Tracks sicherlich am meisten in die Metalrichtung, obgleich auch hier das Keyboard einen wieder aus der Erdumlaufbahn katapultiert. In Kombination mit dem starken Riff und des Stadionrock Solos im letzten Drittel ein ganz besonderer Leckerbissen.

Fazit:
Aerolith beweisen mit ihrem Debut, dass sich heimische Bands absolut nicht vor internationalen Größen verstecken müssen. Ein teils sehr experimentelles Werk, das einen voll und ganz in seinen Bann ziehen kann, wenn man es denn zulässt.

Ich vergebe 8 von 10 Bängs.

„Aerolith“ erschien bereits 2016 und ist als CD, Digitales Album und Stream erhältlich.

Line-Up:
Gerald Kaiser – Guitars
Manuel Schlick – Drums
Rade Kutil – Keyboard

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Patrick

Patrick

geb. 1993. Musik-Fan seit 2010. Verlobt Ein Sohn. Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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