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The Chasing Monster – This Patch of Sky – 24.05.19, Viper Room Wien, Live Review

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Nachdem mich schon letzte Woche das Album Errant der Band The Chasing Monster so gut ins Wochenende begleitet hat, war ich schon sehr gespannt, wie die Band das Album live umsetzt. Gestern Abend, am 24.05.19, hatten wir dazu im Viper Room Wien, als The Chasing Monster und This Patch of Sky zum Live Auftritt riefen, Gelegenheit.

Es ist noch sonnig hell, als ich gegen 20:00 zum Viper Room schlendre und mir am Eingang bereits heftige Riffs entgegenschreien. Doch es sind noch nicht die beiden Haupt Acts des Abends, die da die Anlage ausreizen, es sind  AMNT mit ihrem, wie sie selbst über ihre Diskographie wissen lassen, eigenartigen Zeug aus dem Math Rock. Ihr Vinyl, das es ebenfalls am Merchstand zu kaufen gibt, lasse ich jedoch stehen, weil ich einfach zu wenig gehört habe und nur noch ein paar Takte live mitbekomme.
Am Merchstand treffe ich jedoch auch Kit Day von The Patch of Sky und er erzählt über die vorangegangenen Gigs der laufenden Europatour in Leipzig und Paderborn sowie die richtig lange Reise nach Wien. Sie sind alle müde, sagt er, doch sie werden an diesem Abend für jeden einzelnen Anwesenden ihr Bestes geben. Und so ist es dann auch:

Ein kurzer Umbau nach AMNT und dann ist es auch schon so weit und die drei Jungs von The Chasing Monster betreten die Bühne. Trotz wirklich sehr kleinem Publikum an diesem Abend sind die Jungs von Anfang an sehr gewissenhaft und perfektionistisch mit ihrem Sound. Hier und da wird noch nach den ersten Klängen nachjustiert um uns den perfekten Sound zu liefern.
Leonardo Capotondi (Gitarre), Edoardo De Santis (Drums) und Riccardo Muzzi (Bass) brauchen jedoch nicht lange um sich eingespielt zu haben und bieten uns eine wirklich gute Show! Es macht Freude den Jungs beim Spielen zuzusehen, obwohl man angesichts der überwältigenden Kompositionen versucht ist, mit geschlossenen Augen zu tanzen. Dem Publikum wird kaum Zeit gegeben zwischen den Songs zu applaudieren; man möchte die Trance nicht stören und spielt quasi durch. Die Band versteht es voll und ganz Songs aus ihrem Album ERRANT authentisch zu transportieren und dem Zuhörer auch live eine Geschichte zu erzählen. Dass die Jungs auf dieser Tour ein gutes Auskommen miteinander haben, merkt man spätestens jetzt, denn neben mir im Publikum finden sich Mitglieder von The Patch of Sky, die sich begeistert auf den Sound einlassen. Nach rund einer Stunde ist der Zauber leider vorbei und The Chasing Monster verabschieden sich mit italienischem Charme von der Bühne.

Es dauert jedoch nicht lange bis sich die Bühne wieder füllt. Dieses Mal mit insgesamt fünf Musikern: The Patch of Sky spielen mit zwei Gitarren (Kit Day und Joshua Carlton), einem Bass (Neil Williams), einem Cello (Alex Abrams) und Drums (Katya Marcusky). Dass die Drums von einer Frau gespielt werden, hab ich übrigens seit Meg White nicht mehr live erlebt und freue mich umso mehr darüber!

Die Band ist ebenfalls vom ersten Riff an voll da und setzt kraftvoll ihre Songs in Szene. Wir hören an diesem Abend ein perfektes Set mit außerdem insgesamt drei Songs, die vorher noch nicht live gespielt worden auf einer Tour wie mir Joshua Carlton nach dem Konzert am Merch erzählt.
Die Band schreibt auf ihrem Profil, sie würden Geschichten erzählen ohne einen Erzähler zu haben. Und ich kann euch sagen, Leute, es sind wunderbare Geschichten!

An diesem Abend ist es eine Freude Zuhörer zu sein. Man lächelt unweigerlich, wenn das Cello einsetzt und einen, unterstützt von den Gitarren und der Bassline mit auf eine Reise nimmt.

Dieses Erlebnis möchte ich natürlich auch für zu Hause mitnehmen und kaufe nach dem Konzert am Merchstand noch die Veröffentlichungen beider Bands. Ihr solltet es mir gleichtun sei euch gesagt.

Als Zuhörer der nur handvoll großen Menge an Leuten an diesem Abend versteht man, wenn man die wirklich kunstvollen Kompositionen hört, einmal mehr absolut nicht, weshalb das Genre des Postrock kein breiteres Publikum anspricht. Zurück bleibt an diesem Abend jedenfalls ganz viel Liebe für die Musiker, die mit so viel künstlerischer Fantasie und Talent spielen. Möge man noch viel von Ihnen hören!

Würden wir Bängs bei Live Reviews vergeben wäre es eine glatte 10. So bleibt mir nur, euch eine Empfehlung für die Tonträger der Bands und die Gelegenheit der Leserbewertung zu geben:

https://thechasingmonster.bandcamp.com/

https://thispatchofsky.bandcamp.com/

 

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MetalliCat

MetalliCat

Adriana alias MetalliCat - KittyCat mit Vorliebe für metallerne Klänge; besonders im progressiven Rock und Metal, Postrock, Poprock, Stonerrock und Alternative zu Hause. Zusammen mit Frank bildet sie "unser Team in Wien", und besucht jede Menge Konzerte dort.

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