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Giuda – E.V.A. – from Italy to Outerspace – Album Review

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Du willst guten und soliden Rock n Roll des 21. Jahrhunderts hören?
Dann nimm: Fünf temperamentvolle Italiener mit musikalischem Talent, das Instrumente Package einer End1960er Band a la CCR, gebe ihnen die Technik des 21. Jahrhunderts, katapultiere ihren ohnehin schon fetten Sound ins All, hole diesen jedoch umso schneller wieder zurück aus dem Outerspace und voila: Fertig ist das Album: Guida mit E.V.A.!
Wobei der Titel des mittlerweile vierten Albums der Band ihren Ursprung nicht in der Schöpfungsgeschichte findet, sondern für Extra Vehicular Activity steht.

Was genau das bedeutet, beschreibt der Gründer Lorenzo Moretti mit einfachen Worten:
„Italy’s premier exponents of insanely infectious, glam-tinged and gritty rock ’n’ roll.“
Ähm… ja! Das trifft es ziemlich gut und kann so stehen gelassen werden.

Endlich wieder eine Band, bei der man einfach nicht anders kann als mitzutanzen! Eine Band, die sich an Vorbildern der 1960er und 1970er Rockgeschichte orientiert, ohne sie konkret zu kopieren; die ihre eigenen Erfahrungen und Vorstellungen ins Songwriting einfließen lässt.

Lorenzo Moretti, Gründungsmitglied der Band, sagt, Giuda wäre keine Ansammlung von Nerds mit bunten Fantasien, sondern sie wären gewachsen an den Herausforderungen, mit denen die Band bereits früher konfrontiert wurde. So verlor das Vorgängerprojekt Taxi, das maßgeblich von der 1977er Punkszene beeinflusst war, im Jahr 2007 bei einem tragischen Unfall ihren damaligen Drummer Francesco. Der Verlust war so signifikant für die Band, dass sie sehr schnell ihren nerdigen Kinderschuhen entwuchsen und mit neuem Bandnamen wie Phoenix aus der Asche stiegen um mit Giudas erstem Album Racey Roller nach nur rund einem vergangenen Jahr durchzustarten.
Seit diesem Album ist die Musik übrigens auch der -nine to five job- der sympathischen Jungs.

Wenn man durch das neue Album E.V.A. surft, hat man das Gefühl, man begegne vielen alten Bekannten der Musikgeschichte. Man hört hier und da den Hauch eines klassischen KISS Intro, dort ein Riff, das so vielleicht auch Led Zeppelin verwendet hätte, eine Bridge wie sie Def Leppard auch komponieren würde. Trotzdem haben die Jungs ihren eigenen Stil gefunden und nicht viel wird kopiert im klassischen Sinn.
Einige Songs wirken ein wenig wie gealterte und angepasste Punks, die jedoch im Herzen immer unerzogen und wild ihren eigenen Kopf haben.
Die Band versteht ihr neuestes Album als Platzhalter für die Astronauten im All und hofft, dass dieser Bezug bereits beim Cover offensichtlich wird.

Es geht hier jedoch nicht nur um die Kunst als behandelte Thematik, wie die Band betont, sondern in erster Linie ist das Album eine Reflektion der heutigen nationalen und internationalen Gesellschaft. Individuen sind in Angst von Fremdem überrannt zu werden. Somit schließe sich der Reigen wieder und wir finden Giuda erneut in der musikalischen Ecke der Punkmusik.

Mein Fazit:
Giuda machen es dem Hörer mit E.V.A. leicht zu folgen. Nicht viel Geschnörkel und Geschrammel, sondern feine, gut und modern interpretierte Rockmusik, die Spaß macht.
Von mir gibt es liebevolle 7/10 heimweh geplagte Bängs für bella Italia!

 

 

 

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MetalliCat

MetalliCat

Adriana alias MetalliCat - KittyCat mit Vorliebe für metallerne Klänge; besonders im progressiven Rock und Metal, Postrock, Poprock, Stonerrock und Alternative zu Hause. Zusammen mit Frank bildet sie "unser Team in Wien" und besucht jede Menge Konzerte dort.

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