Genre: Pagan Metal
Wolfchant, aus meiner niederbayrischen Heimat Niederbayern, genauer gesagt aus St. Oswald im Bayerischen Wald machen schon seit über 20 Jahren die Bühnen dieser Welt unsicher. Nun sind sie erneut ausgezogen um mit Echoes Of A Time Once Past zu plündern und brandschatzen! Aber wie sehr ihnen das gelingt? Nun, das werdet ihr in den nächsten Zeilen lesen.
Wie soll es auch anders sein beginnt das Album mit einem stimmigem Intro, dass uns in die Welt von Wolfchant einführt und nahtlos in den ersten Track übergeht. Dieser erinnert nicht nur wegen des Wechselgesangs an Ensiferum, sondern auch musikalisch. Die ersten Töne des folgenden Goddess Of Fire könnte auch von Mono Inc. sein, bis das Stück ordentlich an Fahrt aufnimmt und sich zu einem waren Monster aufbäumt. Vor allem der Refrain ist ein richtiger Banger der zum mitgröllen einlädt, und auch die Gitarren machen ordentlich Druck.
Lifeblood beginnt mit einem galoppierendem Gitarren Riff, und hat nicht nur dadurch einen derben Westerneinschlag. Und wie auch der Titel zuvor finden wir hier einen ruhigen Part im letzten Drittel, der den Spannungsbogen erhöht und zum rasenden Ende einläutet. Auch das auf Deutsch gesungene Dem Sturme voraus kann punkten. Die Texte unserer Muttersprache enden doch viel zu oft in Peinlichkeiten, aber diese Klippe wissen Wolfchant gekonnt zu umschiffen.
Nach diesen Ausflügen begibt sich die Band wieder in astreine Pagan Metal Gefilde um die zweite Hälfte des Albums einzuläuten. So sind Witchfinder und Wild Hunt zwei astreine Headbanger die live bestimmt so manchen Circle Pit eröffnen sollten. Kurzfassen ist übrigens nicht die Stärke der Truppe, kein Song unterschreitet die 4:15, der längste Track hat sogar eine Länge von 6:01 und hört auf Shadows Of Doom. Einer epischen Nummer, die mit klassischen Heavy Metal anleihen überzeugt und sich dennoch gekonnt ins restliche Album einordnet. Zum Abschluss kredenzen uns die Wildlinge aus den Tiefen des bayrischen Waldes nochmal einen wilden Ritt mit Echoes From The Past, der einem die letzten Reserven raubt und zum finalen Schlag ausholt. Die letzten Töne täuschen auch hier, wie der Anfang des Albums, über den restlichen Inhalt hinweg, Abwechslung wird hier groß geschrieben beim Songwriting.
Fazit: Echoes Of A Time Once Past weiß von Anfang bis Ende zu überzeugen, und weißt die Konkurrenz in Sachen Abwechslung deutlich in ihre Schranken. Für mich schon ein Highlight des jungen Jahres in Sachen Pagan Metal, da gebe ich doch gern 8,5 von 10 Bängs!

Echoes Of A Time Once Past ist am 13. Februar über Southern Wolfcult Records erschienen.
Line UP:
Lokhi – Vocals
Nortwin – Vocals
Skaahl – Guitars
Seehb – Guitars
Sertorius – Bass
Ghust – Drums
Track List:
Arcades of Time (Intro)
Under a twilight star
Goddess of Fire
Lifeblood
Dem Sturme voraus
Witchfinder
Wild Hunt
Shadows of Doom
Echoes from the past
Wolfchant Facebook/Instagram/Bandsintown
