Reviews, Wein

Weingut Tesch – W:O:A Full Metal Wines – Ein Wein „Review“

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Bevor ich näher auf das alkoholhaltige Getränk eingehe, muss ich zwei Geständnisse ablegen.

Erstens: Ich war noch nie auf Wacken! Da höre ich die Metalgemeinde jetzt doch hart und zischend einatmen. Ein Sakrileg? Ich denke nicht. Dafür habe ich genug andere Festivals besucht, kleine und auch große, um zu wissen, wie ein gutes Open Air auszusehen hat.

Zweitens: Und das wird jetzt noch mehr Leute überraschen, ich bin kein Weinsommelier. Ich kann kein Anbaugebiet rausschmecken, nicht das Jahr des Kelterns und auch keine fünf Aromen erkennen, die darin enthalten sein sollen. Aber ich traue mir schon zu, einen guten Wein, der mir schmeckt, halbwegs beurteilen zu können.

So viel zu meinen Kompetenzen.

In Langenlonsheim in Rheinland Pfalz liegt das Weingut Tesch. Der seit über 300 Jahren in Familienbesitz befindliche Betrieb produziert vornehmlich Riesling. Und seit über einem Jahrzehnt werden die Künstler in Wacken im Backstagebereich mit deren Produkten versorgt. Es soll ja Metaler geben, die nichts von Dosenbier halten. Also muss was Besseres her. In diesem Jahr ist wohl etwas Wein davon über (warum wohl?), den man erstmals als Fan und Weintrinker käuflich erwerben und sich damit einmal wie einer der großen Stars hinter und auf der Bühne fühlen kann. Gut für uns? Ich habe den Test gewagt, mich aufgeopfert und Alkohol im Dienste des genießendem Volkes getrunken.

Zur Auswahl stehen ein Pinot Noir und, wie soll es anders sein im Hause Tesch, ein Riesling. Beide Flaschen sind optisch sehr ansprechend mit dem Wackenschädel bedruckt und mit viel Schwarz auf dem Etikett. Ich kenne Leute, die über den Schraubverschluss meckern würden, ich aber finde das ganz vernünftig. Hat schon jemand mal ’nen geschälten Korkbaum gesehen? Und mir ist auch noch kein „verschraubter“ Wein untergekommen, aber welche, die korken, eben schon.

Das nenne ich mal eine anspreche Flasche

Der Pinot Noir hat ein sehr dunkles Rot, farblich schon mal ansprechend. Und auch geschmacklich ist er sehr rund und samtig, also schon mal top. Wer trockene Rotweine mag, macht hier definitiv keinen Fehler.

Der Riesling hat eine feine Säure, die sich frisch um den Gaumen legt. Geschmacklich tendiert er ein wenig nach Aprikose. Hier muss ich gestehen, dass ich kein Fan von Weißweinen bin. Das liegt wohl daran, dass ich noch keine wirklich guten getrunken habe. Dieser trockene Weißwein aus dem Hause Tesch begeistert mich und lässt sich zu 100 Prozent weiterempfehlen.

Fazit: Ich fühle mich schon etwas wie Derrick Green von Sepultura, wie er sich nach einem geilen Gig auf der Louder Stage ein Gläschen gönnt. Die W:O:A Weine bekommen von mir 10 von 10 Bängs.  

zehn von zehn

Erhätlich ist der W:O:A Wein über die Homepage vom Weingut Tesch

https://www.instagram.com/weingut_tesch/

https://www.youtube.com/user/weinguttesch

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Christian B

Christian B

Ich höre alles von traditionellem Heavy Metal, Black, Death, Trash, Folk. Power über Punkrock und was es sonst noch so alles gibt, gut muss es halt sein. Bei was es mir allerdings die Zehennägel aufstellt ist langweiliger Prog wie in Dream Theater, Queensrÿche, Opeth und co. zelebrieren. Da schlafe ich schlichtweg ein.

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