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Album Reviews, Reviews

Wait Of The World – idk – Album Review

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Genre: Post-Metalcore, Alternative Rock, Electro Rock

Land: Deutschland, UK

Credit: Bernhard Schinn

Ich kann mich noch sehr gut an den Moment erinnern in dem ich das erste Mal in Kontakt mit Wait Of The World gekommen bin. Im Urlaub im Auto sitzend habe ich in meinem Feed zufällig einen kurzen Teaser zu „idk“ entdeckt, kurzer Hand mal auf Spotify ausgecheckt und für wirklich sehr geil empfunden. Obwohl ich wirklich sehr angetan war und auch umgehend alle Socials der Band folgte bekam ich keine weiteren Infos mehr, hab die Kombo dann auch leider schnell wieder aus den Augen verloren. Eine E-Mail änderte das dann zum Glück wieder und ich hatte Wait Of The World wieder auf dem Schirm, merkte aber schnell dass die zehn Songs nicht so zugänglich sind wie man meinen könnte.

„idk“ nutzt nämlich nicht einen wirklichen Stil, pflügt stattdessen so ziemlich überall durch. Einen Vergleich zu Enter Shikari muss man ziehen, einen Vergleich zu Don Broco sollte man ziehen. Aber eine ledigliche Kopie der Erwähnten sind Wait Of The World gewiss nicht, viel mehr eine Band die weiß was sie will: Musik ohne Grenzen zu machen.

Die musikalische Wundertüte öffnet schon der Opener Heaven. Ein Intro, welches so generisch wirkt das wohl gefühlt jeder zweite Popsong mit diesem Beat gefüttert sein könnte. Die einsetzenden Gitarren spülen den Gedanken schnell aber wieder weg, obgleich auch das nur ein kurzes Intermezzo darstellen soll. Mit den Vocals geht man ganz klar wieder in Richtung Pop, das zeigen auch die Beats. Im Wiederspruch dazu stehen aber ganz klar die Instrumentals. An allen Fronten wird hier ordentlich was abgefeuert. Generell steckt in Heaven enorm viel. Viele Facetten, viele Stile, viele Emotionen. Nachdem ich gerade erst wieder „This Is Goodbye“ von Imminence gehört habe muss ich sagen das Heaven schon nahe an den Post-Metalcore der Schweden aus ihrem Zyklus zu Album Nummer 2 rankommt, eine Genre Bezeichnung die also auch für Wait Of The World passt. Oder?

Kurz gesagt, I don´t know. Denn idk zeigt wieder eine ganz andere Seite der Kombo. Sehr, sehr elektronisch und bedrückend geht die Gruppe um Frontmann Ben hier zu werke. Die Nummer hat was, vor allem weil immer wieder so manche Enter Shikari Vibes aufkommen und der Track andererseits sehr nach treibendem Industrial klingt. Gewiss ein kleines Experiment mit besonderen Gesangspassagen.

Erst mit I´m Sick driften Wait Of The World dann in härtere Gefilden ab. Gerade die Strophen atmen Core und machen richtig Tempo und Spaß. Im Refrain wird dann etwas grooviger gearbeitet. Tatsächlich klingt die Band hier aber auch das erste Mal etwas weniger authentisch. Man kann durchaus deutlichere Parallelen zu anderen Bands des Sound Dunstkreis finden, was I´m Sick so leider etwas die Würze nimmt.

Wie Scared Of Heights nämlich zeigt zündet die Musik erst so richtig wenn man im gesamten Sound die Emotionen erhören kann. Scared Of Heights ist hier vor allem wegen der extrem zerbrechlichen Vocals ein krasser Gänsehautsong, der mich bisweilen an Stone Sour zur „House Of Gold And Bones“ Zeit erinnert. Schräger Vergleich, ohne Frage, aber hört mal rein. Vielleicht hört ihr auch was ich hier höre.

Oft fehlen gerade bei Nichtgefallen die Worte um zu beschreiben wo her die „Enttäuschung“ rührt. So wie in Life Worth Living. Der Song hat einige echt schöne Momente, klingt insgesamt schon deutlich positiver. So richtig mag der Funke aber nicht rüberspringen, so wird der Song leider öfter geskippt.

Mit ADHD haben wir eine musikalische Verneigung vor den Genies von Don Broco. Außer dem Pre-Chorus könnte wirklich alles aus der Feder amerikanischen Kombo. Gerade der Refrain ist einfach sowas von genial. Hat die richtige Härte und geht ordentlich ins Ohr. Das Ding macht Spaß. Punkt.

Aber nichts kommt an Lies ran. Vom ersten Ton weg hat mich der Song vollends in seiner Hand. Wenn ich Wait Of The World mit einem Song beschreiben soll ist das aber ganz sicher Lies. Im Song steckt alles was die Kombo ausmacht. Wir haben echt mega geile Beats, dazu die einfach unfassbar wandelbaren Vocals und auch Instrumental holt die Band raus was geht. Der Refrain ist wohl das genialste Stück Musik welches ich in diesem Jahr vernommen habe. Der Spannungsbogen ist ebenfalls wahnsinnig gut, inklusive einem kleinen aber sehr feinen Breakdown. Gegen Ende singt Ben dann mit einem Kratzen nur das Wort Lies. Fuck, Gänsehaut.

Kids macht die Kehrtwende und klingt wieder deutlich ruhiger als noch ADHD und Lies, was genau den Charme der Nummer ausmacht. Eine schöne Mid-Tempo Ballade, die sich unvermittelt ins Herz spielt und mit dem elektronischen Part in der Mitte eine unverhoffte Wende im Sound macht und der Nummer auch im Outro so noch einmal gut Druck gibt. Kids ist nicht hart, aber verdammt hart fürs Herz.

Bei Doubt geht es mir leider ähnlich wie auch bei Life Worth Living. Sicherlich keine schlechte Nummer, kann sie mich einfach nicht abholen. Das kann natürlich an der enormen Leistung die mit dem Trio ADHD, Lies und Kids abgerufen wurde, doch auch wenn ich diese ausklammere kann mich Doubt leider nicht abholen. Doubt wirkt wie ein mehr auf Bombast ausgelegtes Kids und hier scheitert die Nummer leider kläglich. Kids ist nicht erreichbar, auch wenn sich das Outro wieder sehr viel losgelöster anhört. Womöglich wäre ein Doubt welches auf dem wirklich starken Outro fußt vielleicht um einiges besser gewesen.

Der letzte Song, Kairos, macht es mir auch nicht gerade leicht. Das Intro wirkt im ersten Moment etwas zu ruhig, leitet aber gut in einen energetischeren Part. Dieser gibt Kairos was er braucht: Druck und Abwechslung zu den letzten Beiden eher ruhigen Songs. Das Finale kommt dann wirklich überraschend mit einem so dichten Sound der sich durch die Gehörgänge pflügt und da auch wirklich hängen bleibt. Das Ende von Kairos ist schon wieder etwas abrupt, wirkt aber sehr stimmig.

Fazit:

Anfangs hatte ich mit „idk“ wirklich so meine Probleme. Jeder Song klang für mich gefühlt anders. Meine Ohren waren tatsächlich überfordert, nach einigen Durchgängen empfinde ich „idk“ aber als wirklich gelungenes Werk auch wenn sich die Band selbst schwer tut die Qualität über alle zehn Songs zu halten.

Nichtsdestotrotz könnten Wait Of The World meiner Meinung nach eine ganze Menge Fans von Enter Shikari, Don Broco, Imminence und Bring Me The Horizon ansprechen. Sie klingen frisch und machen wirklich was sie wollen, egal in welchem Genre das Ganze dann mündet.

Ich vergebe 9 von 10 Bängs.

neun von zehn

„idk“ erschien am 27. Oktober via Munich Warehouse und kann überall gestreamt werden wo es Musik gibt.


Wait Of The World sind:

Michael Sigl – Guitar/Vocals/Keyboards/Synths

BenHutchison-Bird – Vocals/Synths

Marco Eckl – Guitar

Elias Bohatsch – Drums/Percussion

Tom Patchet – Bass

Andy Marchl – Guitar/Keyboards/Synths/Vocals


Tracklist:

1. Heaven

2. idk

3. I´m Sick

4. Scared Of Heights

5. Life Worth Living

6. ADHD

7. Lies

8. Kids

9. Doubt

10. Kairos


Wait Of The World touren im Zuge des Albumreleases mit Bloomer. Auf folgenden Terminen könnt ihr die Beiden erleben:

28.10. München, Ampere
29.10. Köln, Blue Shell
30.10. Hamburg, Astra Stube
01.11. Berlin, Panke
02.11. Frankfurt, Ponyhof
03.11. Passau, Zeughaus
04.11. AT – Innsbruck, Livestage


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Patrick

geb. 1993, Musik-Fan seit 2010, Verheiratet, Ein Sohn, Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk, Alternative Rock. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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