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Album Reviews, Reviews

Visions Of Atlantis – Pirates – Wellenbrecher und Goldnuggets – Album Review

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Genre: Symphonic Metal

Land: Österreich

„Das kann ja nicht gut enden“, dachte ich mir als ich hörte, dass Visions Of Atlantis den Release eines neuen Albums ankündigten. Die letzten zwei Platten der Band waren nämlich (und das ist freundlich ausgedrückt) schrecklich einschläfernd: langweiliger Symphonic Schlager (und nicht der moderne Party-Schlager, sondern der, den Oma und Opa gerne im Radio hören) geschrieben von irgendeinem Produzenten. Die Alben waren beide circa gleich schlecht abgemischt und verloren dadurch jeglichen Biss, die Songs endeten oft abrupt und unbefriedigend.

Ich stellte mich also auf ein weiteres Desaster ein und dann kam die erste Single Legion Of The Seas. Noch nie im Leben hatte ich so einen ungläubigen Blick drauf, als beim ersten Hördurchgang dieses Songs: das Mixing war modern und clean, die symphonischen Elemente verliehen dem Song Epik und Stärke, beide Sänger lieferten Top-Performances ab. Das Allerbeste aber war, dass die Band endlich mal wieder nach Metal klang. Nach dieser Single wusste ich, dass ich diese Review hier schreiben muss. Denn ich wollte unbedingt erfahren ob „Pirates“ für Visions Of Atlantis die lang erwartete Rückkehr zur Qualität werden würde.

Opener Pirates Will Return startet mit Orgelklängen. Zu Beginn fühlt man sich wie in einem Powerwolf-Song, aber der Einstieg von Sängerin Clémentine Delauney versichert auch dem letzten Zweifler, dass hier Visions Of Atlantis am Werk sind. Der epische Einstieg mündet in einen von Chören begleiteten Refrain. Neben den Strophen und dem Chorus gibt es auch noch ein Gitarrensolo, aber ansonsten hat der Track nichts wirklich Spektakuläres zu bieten. Versteht mich nicht falsch: Dieser Song allein lässt die vorherigen zwei Alben vor Neid erblassen. Trotzdem kann die Band definitiv mehr!

Glücklicherweise drehen Visions Of Atlantis jetzt richtig auf. Melancholy Angel ist die Definition von einer guten „Vorab-Single“: einfach zu erfassende Struktur, schon nach dem ersten Durchgang mitsingbar und trotzdem nicht langweilig. Gerade Clémentine Delauney und die orchestralen Elemente machen diesen Track so spannend. Die Sängerin wechselt nahtlos zwischen Pop– und Opern-Stimme, während die orchestralen Elemente im Mittelteil ein Wechselspiel mit der Gitarre starten. Wirklich ein fantastischer Song, der von einem ebenso guten Track abgelöst wird.

Master The Hurricane ist mit knapp siebeneinhalb Minuten der längste Song des Albums und beginnt mit einem grandios orchestrierten Intro. Der Chor schaltet in diesem Lied einen Gang hoch und ist neben den Strophen auch im Refrain dabei. Letzterer ist auch hier wieder ungemein gut gelungen. Allgemein könnte man meinen, dass Master The Hurricane eher die Single für das nächste Epica-Album ist, denn so ein episches und variables Lied hatte ich von Visions Of Atlantis nach den Outputs der letzten Jahre nicht erwartet. Aber hört doch selbst:

Nach dem großen Epos wird es wieder Zeit für etwas Kitsch: Clocks ist wirklich sehr gewöhnungsbedürftig. Der schnelle, eingängige Track liefert mit den „Tick-Tock-Clock“-Chants im Refrain den klischeehaftesten Reim in der Geschichte der Uhr. Obwohl die Instrumentierung auch hier wieder Top ist, lässt der Refrain doch genug Nackenhaare in Schockstarre zurück, um mich dazu zu bringen, den Song beim nächsten Durchgang lieber zu überspringen.

Mit Freedom kommt eine Art Song zurück, die Visions Of Atlantis schon immer am Besten konnten: Balladen. Während die erste Hälfte von Harfenklängen und dem Wechselspiel des Sängerduos geprägt ist, übernehmen in Part zwei Percussion und Chöre das Spotlight. Ich sehe vor meinem geistigen Auge schon die Handylichter im Publikum hin und her wehen…

Nach dem, von der Band selbst als „härtester Song des Albums“ betitelte Legion Of The Seas, erwartet uns das galoppierende Wild Elysium. Dieser Track verkehrt als „vier Minuten Single-Kandidat“ in ähnlichen Gewässern wie Clocks und Melancholy Angel, erreicht jedoch weder den Tiefpunkt des Ersten noch das Hoch des Zweiten. Leider beginnt mit Wild Elysium auch der Teil des Albums, an dem alle folgenden Songs zu einem riesigen Einheitsbrei mutieren. Darkness Inside, In My World und Mercy sind zwar alles solide Songs, erreichen aber lediglich Höhen, die andere Lieder des Albums schon längst überschritten haben. In My World ist noch der Beste dieser drei, aber hauptsächlich wegen der wirklich coolen Harmonien im Chorus und der wunderbaren Flötenarbeit von Ben Metzner (Feuerschwanz).

Zum Glück kommt nach dieser Durststrecke ein weiteres Juwel aus der Schatzkiste der Piraten – Heal The Scars. Die zweite Ballade des Albums ist sogar noch emotionaler als die erste. Clémentine geht hier Solo an den Start und wird lediglich von Streichern und Piano begleitet. Später gibt es ein großes Finale, erneut mit einem Beitrag von Ben Metzner, der auf dem gesamten Album besonders hervorragende Arbeit leistet.

Apropos Finale: wir sind mittlerweile beim letzten Song des Albums. Gerade das Ende eines jeden Filmes, Serie oder eben Albums bleibt uns oft im Gedächtnis. Aber leider gibt es sehr viel mehr schlecht geschriebene Enden als zufriedenstellende (*hust* Game Of Thrones *hust*).

Glücklicherweise haben sich Visions Of Atlantis das Beste bis zum Schluss aufgehoben, denn der epische Rausschmeißer I Will Be Gone hebt nochmal alles hervor, was „Pirates“ zu einem guten Album macht. Eine grandiose Orchesterbegleitung, das formidable Mixing (beigesteuert von Jacob Hansen), wunderbare Vocal-Harmonien, einen eingängigen Refrain und mehr Ben Metzner! Auch hervorzuheben ist Sänger Michele Guaitoli, der auf dem Rest des Albums meist im Hintergrund agiert, hier aber auch viel an der Front singt und so I Will Be Gone nochmal eine ganz besondere Note verleiht. Alles in allem verabschieden sich die Seeräuber mit einem traurigen (Wellen)Brecher.

Fazit: Ich glaube mit „Pirates“ haben mir Visions Of Atlantis ein neues Merkmal für ein gutes Album gezeigt, das ich bisher nie richtig auf dem Schirm hatte: Verbesserung gegenüber dem Vorgänger. Ich habe davor noch kein Album gehört, bei dem sich die Band vergleichsweise so sehr verbessert hat, wie bei diesem. Visions Of Atlantis updaten ihren Symphonic Metal hier ganz gewaltig und ich empfehle jedem, der Band eine (vielleicht auch zweite) Chance zu geben. Trotzdem fällt mein Rating nicht so hoch aus wie es sein könnte, denn ich glaube „Pirates“ ist erst der Anfang einer großen neuen Ära für die Österreicher. Weiter so!

Von mir gibt es für „Pirates“ 7,5 von 10 Goldnuggets!

„Pirates“ erscheint am 13. Mai 2022 via Napalm Records und ist als LP, CD und digitaler Download erhältlich.

Die Band:

Clémentine Delauney – Vocals
Michele Guaitoli – Vocals
Dushi Duscha – Guitars
Herbert Glos – Bass       
Thomas Caser – Drums

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Visions Of Atlantis Website

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Elias

Schreiberling aus Leidenschaft, Metal-Enthusiast seit der Schulzeit. Verirrt sich gern in den Tiefen des Prog und bestaunt moderne Ansätze zu Rock und Metal.

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