Genre: Doomcore (das hab ich mir nicht selbst ausgedacht, das steht so auf deren Homepage)

Markus: „Du Luck, der Christian da hat ein Problem mit unserem Album!“

Luck: „So, welches?“

Christian: „Na ja, das Album hat eigentlich keine Schwachstellen, was es für mich als Schreiberling schwer macht ein Review zu schreiben. So eine reine Lobhudelei will ja keiner lesen!“

Luck: „Dann schreibst halt „Tolles Album, 10 von 10 Punkten!“

Fazit: Na gut, Tolles Album, dafür gibt es von mir 10 von 10 Bängs!

zehn von zehn

Aber so einfach will ich es mir dann doch nicht machen, das hat Anthropocene nicht verdient. Dafür ist dieses Album doch zu gut und hält so manche Überraschung bereit. Seasons In Black erfinden jetzt den Heavy Metal nicht neu, aber sie vermengen bekannte und gute Zutaten zu einem einheitlichen und schmackhaften Gericht. Eine gute Portion schön langsam, alles niederwalzenden Doom (Seasons in Black), dazu noch etwas Epik (Yellow Sky), einem geilem Stakkato Riff, das versucht einem die Nackenwirbel abzuschrauben (Fatal Fallout) und dicke Eier (Forsaken) verursachen schon einen wohligen Geschmack im Gehör. Was den Cocktail an Zutaten immer etwas auffrischt, ist ein gut gemachtes Cover eines bekannten Klassikers. In dem Fall haben sich Seasons in Black für Inside von Stiltskin entschieden und sich zu eigen gemacht. Hierzu haben sie sich keine geringeren als Specki und Michi Rhein von In Extremo geholt, um das Teil zu veredeln. Ein anderer Bekannter aus der Szene wäre Michelle Darkness (End Of Green) der zu Get What You Give seinen Einsatz bekommen hat, einem verdammten Ohrwurm. Und wer genau hinhört, der kann übrigens bei Forsaken und World Wide Venom den Pumuckl singen hören. Während bei vielen anderen Bands die Gastbeiträge ein notwendiges Übel sind um die eigenen Songs besser klingen zu lassen, sind sie auf Anthopocene eher ein „weil die Band es kann“ als ein „wie müssen unser Album durch Namedropping interessanter machen“!

Fazit, die Zweite: Dieses Album gefällt schon nach dem ersten Hören, aber bei mehrmaligem Durchlauf entdeckt man immer wieder klug gesetzte Akzente, feine Melodien und andere Spielerein. Dafür gibt es 10 von 10 Bängs, denn ich habe tatsächlich nichts gefunden, was ich auszusetzen hätte an dem Album!

zehn von zehn

Anthropocene wird am 04.Juli über Apostasy Records veröffentlicht.

Line Up:

Ludwig „Luck“ Maurer – Bass, Gesang

Roman Adam – Gitarre

Markus Neumeier – Keyboards, Gesang

Leon Hanff – Gitarre

Harald „Hemi“ Hemauer – Schlagzeug

Track List:

World Wide Venom (feat Hannes Ringlstetter)           

Seasons In Black         

Get What You Give (feat. Michelle Darkness & Marina Koller)

Yellow Sky        

Inside (feat. Specki TD & Michael Rhein)

Blacksite          

Fatal Fallout    

Hell Again        

Forsaken (feat. Hannes Ringlstetter & Mila Schuetz)

Seasons In Black Homepage/Facebook/Instagram

By Christian B

Ich höre alles von traditionellem Heavy Metal, Black, Death, T(h)rash, Folk. Power über Punkrock und was es sonst noch so alles gibt, gut muss es halt sein. Wobei es mir allerdings die Zehennägel aufstellt, ist langweiliger Prog wie in Dream Theater, Queensrÿche, Opeth und Co. zelebrieren. Da schlafe ich schlichtweg ein.

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