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SAGA – Abschluss der „A Night To Remember Tour 2022“ für Deutschland im Mannheimer Capitol  – Konzertbericht

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Es ist schon ein paar Jährchen her, dass ich die kanadische Rockband SAGA zum ersten Mal live erlebt habe. Um genauer zu sein ganze 25 Jahre, als Sie im Rahmen der „Pleasure & The Pain-Tour 1997“ in Bruchsal halt machten. Daher war ich gespannt, wie sich die Progger um Frontmann Michael Sadler im Jahr 2022 im hier und jetzt so schlagen würden, waren SAGA doch in meiner Jugendzeit eine der wenigen Fave-Bands in meiner Sammlung, die eher dem normalen Rock und nicht dem Metal oder Hardrock zuzuordnen waren.

Im Vergleich zu meiner Live-Premiere hat sich ja zwischenzeitlich einiges in der Bandbesetzung getan, und so waren nur die beiden Urmitglieder Sänger Michael Sadler, Gitarrist Ian Crichton und der langjährige Keyboarder Jim Gilmour noch mit am Start. Die beiden anderen Positionen am Bass und Drums wurden durch eine Frischzellenkur erstklassig neu besetzt , wodurch das Durchschnittsalter in der Band ordentlich herabgesetzt wurde. Doch das sollte an diesem Abend im Mannheimer Capitol unrelevant sein und so freute ich mich auf die alten Hits der frühen 80er, die sicher jeder richtige Rockfan schon einmal gehört hat und die auch dieses Mal im Mittelpunkt der Setlist standen.

Bereits am Einlass lief mir Ian Crichton und Jim Gilmour über den Weg, die kurz vor dem Gig noch schnell eine rauchten und natürlich auch den ein oder anderen Smalltalk abhielten.

Das Capitol war an diesem Abend mit ca. 700 Besuchern nicht ausverkauft, doch Veranstalter Stefan von Rockline Promotion war ganz zufrieden mit dem Zuspruch in diesen doch recht schwierigen Zeiten für alle Veranstalter. Und so war eigentlich alles angerichtet für einen schönen Abend mit gutem altem Rock. Auch das Publikum war natürlich entsprechend schon im gesetzteren Alter meist jenseits der 50, jüngere Zuschauer waren so gut wie keine anwesend.

Pünktlich um 20 Uhr startete das Intro zu „Careful Where You Step“ vom Debütalbum und auf der größer Bühne startete ein Keyboard-Tornado erster Güte. Als dann Frontmann Michael Sadler die Bühne betritt nimmt gleich hinter dem Keyboard in der Mitte der Bühne seinen Platz ein und so sind gleich mal 3 Keyboarder am werkeln.

Ein feiner Sound erfüllt das Capitol (Anm. d. R. zumindest auch für mich ganz vorne vor der Bühne ist der Sound erstklassig) und auch die Fans auf der Empore dürfen sich neben der  guten Aussicht auf die Bühne aus dem zweiten Stock sicher über einen bombastigen Sound freuen).

Das Bühnebild wird durch eine riesige Backdrop geprägt, die einen für SAGA typische Science-Fiction-Stadt/Landschaft präsentiert, wie man es vom Style her von dem ein oder anderen Albumcover her kennt.

Michael hat das Publikum sofort fest in der Hand. Er ist natürlich „der Frontmann“ der Band und mit den meist in deutscher Sprache ausgeführten Ansprachen ist es natürlich ein Leichtes, für die entsprechend gelungene Kommunikation und Interaktion mit dem Publikum zu sorgen. Man merkt der Band sofort an, dass sie positiv beeindruckt von der tollen Stimmung im Saal ist. Lange 18 Jahren ist es inzwischen her, dass die Kanadier zuletzt im Capitol in Mannheim gastierten und so fühlen sich SAGA auch hier bei ihrem 4. Auftritt  auch sofort wohl. Deutschland ist sowieso  ein gutes Pflaster für die Progger, haben sie doch hier stets über die Jahrzehnte ein treues Publikum gehabt und auch immer gute Verkaufszahlen erzielt.

Dann geht es Schlag auf Schlag mit den großen Hits der Band, die hauptsächlich in den frühen 80er veröffentlicht wurde und damals einen neuen, fast schon revolutionären Sound aus mehreren Keyboards kreiirten. Neben Klassiker wie „On the loose“ und „Humble Stance“  werden vereinzelt auch einige Songs neueren Datums eingestreut, bei denen man jedoch eindeutig einen Stimmungsabfall im Publikum bemerken kann. Vom letzten Album gibt’s mit „Days Like These“ nur einen Song, bei dem Keyboarder Jim Gilmour die Vocals überrnimmt.

Aber das ist auch nicht schlimm, sind die Zuschauer doch wohl hauptsächlich wegen der großartigen Songs der Frühwerke von „Silent Night“ oder dem wohl erfolgreichsten Album „Worlds Apart“ zu dem Gig gekommen. Und so muss auch ich gestehen, dass ich SAGA die letzten Jahrzehnte seit „Heads Or Tales“ musikalisch nicht so prickelnd fand und die neueren Songs eher als Pflichtbeitrag auf der Setlist mitnahm.

Immer wieder kann Michael mit seiner sympathischen Art beim Publikum punkten, und auch die eingeworfenen Zwischenrufe aus dem Publikum erhalten immer wieder eine ganz persönliche Resonanz von der Bühne. Bei einem kleinen Ausflug in die Vergangenheit, erinnert sich Michael an den ersten kleinen Auftritt im Jahre 1977 in einem kleinen Club in Cambridge/Kanada, der nun auch schon 45 Jahre her ist.

Nach dem Überhit „Humble Stance“ kommt der große Auftritt von Schlagzeuger  Mike Thorne, der bei seinem Drumsole ordentlich auf den Fellen abrockt. Als Dank gibt’s von den anderen Musikern eine Ladung Bananen zur Belohnung, die dann den Weg ins Publikum finden.

Das folgende „Step Inside“ ist dann wieder einer der schwächeren Songs, etwas härten gespielt, kann der Song mich und auch den Großteil der Zuschauer nicht sonderlich begeistern, und so bleibt es stimmungsmäßig eher bedeckt, auch wenn Ian hier ein fetter Riff vom Stapel lässt. Nach „Climbing the Ladder“ vom Debüt folgen mit „The Pitchman“ und „Scratching the Surface “ zwei Songs vom „Heads or Tales“ Album, von dem etwas überraschend „The Flyer“ an diesem Abend nicht den Weg auf die Setlist in Mannheim findet. Bei „Scratching…“ darf nochmals Jim das Micro übernehmen und läßt Michael eine Verschnaufpause.

Immer wieder zaubert Ian Crichton seine fantastischen Solos aus den sechs Saiten, die sich mit dem Keyboardteppich von Jim Gilmour und Basser Dusty Chesterfield, der immer mal wieder auch zum Keyboard greift, zu dem typischen SAGA-Sound vereinen.

Dann wird es Zeit für den großen Publikumsmitmachteil. Lautstark wird schon der nächste Song gefordert, und mit „You´re not alone“  kann dann auch jeder aus voller Überzeugung mitsingen. Grandios.

Nach „Don`t be Late“ ist dann der reguläre Set leider schon vorbei, doch nach kurzer Pause und lautstarken Zugabe-Rufen gibt natürlich nochmals Zuschlag von den Kanadiern. Unter laustarkem Jubel gibt’s noch die beiden Gassenhauer „Wind Him Up“ und „How Long“. Dann ist leider endgültig Schluss und Michael bleibt nur zu versprechen, dass nach diesem letzten Deutschland-Auftritt 2022 SAGA auch im nächsten Jahr wieder durch die Republik touren werden.

Fazit:

Insgesamt ein guter Auftritt der Kanadier, bei denen wirklich nur erstklassige Musiker am Werke sind, Michael Sadler jedoch ganz klar mit seinem Charisma heraussticht. Eine tolle Performance und eine tolle Interaktion mit dem Publikum zeugen von großer Zuneigung zum deutschen Publikum, das für SAGA wohl auch nicht unbedingt alltäglich zu sein scheint.

Bis auf einige eher unnötige Songs und das fehlende „The Flyer“, für den es zum Abschluss sicher noch gereicht hätte,  war es ein toller Auftritt der Kanadier. Das Capitol Mannheim mit seinem Theaterambiente und einem richtig gutem Sound war zudem ein idealer Veranstaltungsort für diese Prog-Urgesteine.


Setlist:

  1. Careful Where You Step              (Silent Knight – 1979)
  2. Framed                                        (Worlds Apart – 1981)
  3. Days Like These                          (The Security Of Illusion – 2021)
  4. On the Loose                               (Worlds Apart – 1981)
  5. Trust                                            (Trust – 2006)
  6. Conversations                              (Worlds Apart – 1981)
  7. Humble Stance                            (Saga – 1978)
  8. Drum Solo
  9. Step Inside                                  (The Human Condition – 2009)
  10. Climbing the Ladder                   (Saga – 1978)
  11. The Pitchman                               (Heads or Tales – 1983)
  12. On the Air                                   (Network – 2004)
  13. Scratching the Surface                (Heads or Tales – 1983)
  14.  You’re Not Alone                       (Images at Twilight – 1979)
  15. Don’t Be Late (Chapter 2)           (Silent Knight – 1979)

Encore:

  1. Wind Him Up                              (Worlds Apart – 1981)
  2. How Long                                   (Saga – 1978)

SAGA sind:

Michael Sadler – Gesang, Keyboard, Bass

Ian Crichton – Gitarre

Jim Gilmour – Keyboard, Gesang

Mike Thorne – Schlagzeug

Dusty Chesterfield – Bass


Für 2023 sind bereits folgende Gigs bestätigt:

06/08/2023      GROßE FREIHEIT 36, Hamburg    verlegt vom 4. November 2022

06/09/2023      HUXLEYS, Berlin                            verlegt vom 9. November 2022

06/11/2023      MUFFATHALLE, München                        verlegt vom 30. Oktober 2022

SAGA-Online:

www.sagagen.com

https://www.facebook.com/search/top?q=saga

https://www.instagram.com/saga_band/?next=%2F

Foto Credits : Thomas Jenne

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Thomas

Musikalisch bin ich seit den 80er vor allem im melodischen Hard& Heavy-Dschungel unterwegs und immer auf der Suche nach neuen und alten Perlen. Meine absoluten Faves sind Queenaryche, Y&T, Die Toten Hosen... u.v.a.....inzwischen kann ich mich aber auch für Mittelalterrockband wie Feuerschwanz oder Saltataio Mortis absolut begeistern. Ab und an geht mein Blick aber auch mal über den Tellerrand in Richtung Speed/Trash/Death...solange Melodien erkennbar sind. Auch wenn ich schon zu der Ü50-Fraktion gehöre, findet man mich bei Konzerten und Festivals fast immer Front of Stage, denn Sitzplatz beim Rockkonzerten, das passt bei mir einfach nicht zusammen. Erst wenn es ohne Rollator mal nicht mehr gehen sollte, ist die Tribüne vielleicht ne Alternative.

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