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Naked Cameo – Trespassing By – Album Review

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Genre: Indie

Land: Österreich

Schaut man sich die populäre Musiklandschaft an so fällt etwas sehr schnell ins Auge: Songs die erfolgreich sind dauern meist nur noch knapp 2,5 Minuten und sind extrem auf die Einbettung in Social Media Kurzvideos ausgelegt. Leider schlagen Naked Cameo auf ihrem neuen Album ebenfalls genau diesen Weg ein.

Ein guter Punk-Song braucht nur zwei Minuten, im Indie-Bereich wirkt das aber oft so nicht. Klar, ein Song sollte so lange dauern wie er eben braucht, schaut man sich aber an wie kurz ausnahmslos alle Tracks auf „Trespassing By“ sind kommt bei mehrmaligem Hören schon der Gedanke auf das es wir hier mit einem sehr auf Reichweite ausgelegtes Album zu tun haben. Naked Cameo konnten natürlich mit ihren bisherigen Alben schon ordentlich an Hörer generieren, dennoch wirkt „Trespassing By“ insgesamt zu überhastet.

Das einleitende Intro ist hier schon ein gutes Beispiel. World To Waste bietet absolut keinen Mehrwehrt für. 40 Sekunden die auf dem Album durchaus besser hätten genutzt werden können. Das später folgende Salt In The Wind macht dies zwar etwas besser ist aber genau so egal wie World To Waste. Ich finde die Zeit hätten sie lieber noch in einen vollwertigen (sehr kurzen) Song stecken sollen.

Trotz all meiner schon vorangegangener Kritik stecken in „Trespassing By“ ein paar sehr starke Songs. Allen voran Up Is Down. Eine stampfende und strahlende Indie-Perle. Erinnert mich irgendwie total an die alte Mars-Werbung aus den 90ern. Drums und Bass tragen die Nummer großteils, darüber die Vocals die kernig rausgedrückt werden. Der Refrain ist, wie oben schon erwähnt, sehr auf Reels getrimmt und catcht von Sekunde 1 direkt richtig. Songwriting also wirklich schlau, wenn Up Is Down eigentlich auch nur aus dem Refrain besteht. Ob es sich also wirklich um einen richtigen Song handelt ist vermutlich schwer zu sagen. Als Titeltrack einer Mistery- oder Westernserie würde er aber perfekt passen.

Auch das folgende Shangri La macht sehr viel Spaß. Der Sound ist deutlich offener und gibt mir immer wieder Beatles-Vibes. Die Strophen sind schon gut, richtig überzeugend ist aber wieder einmal der Refrain. So viel ich auch zu kritisieren habe muss man ihnen wirklich zu Gute halten das Naked Cameo extrem starke Refrains machen.

Der dritte richtig starke Song für mich ist ganz klar Hard Feelings. Up Is Down, Shangri La und Hard Feelings bedienen sich ganz klar alle des Indie, dennoch legt jeder der drei Tracks einen anderen Fokus. Hard Feelings ist hier ganz klar der groovigste von allen. Ach, und hab ich schon erwähnt wie on point die Refrains immer sind? Auch Hard Feelings weiß damit richtig krass zu überzeugen.

Dass Up Is Down ganz klar als Hit des Albums gehandelt wurde zeigt das an vorletzter Stelle folgende Up Is Down (Reprise). Instrumental tatsächlich etwas abgeändert, im Kern aber noch einmal die gleiche Nummer. Auch hier frag ich mich ob das wirklich sein musste. Hätten wir hier ein Album mit einer Stunde Laufzeit gehabt wo dadurch einfach eine gewisse Zeit zwischen beiden Versionen liegt wäre mir das sicherlich nicht so negativ aufgefallen wie es bei dem 26 Minuten kurzen „Trespassing By“ der Fall ist.

Man kann aber alles in allem nicht sagen das Naked Cameo direkt auf Nummer sicher gehen, andererseits wird schon wenig riskiert. Richtig spannende Ausreißer (ob nach oben oder nach unten) gibt es schlicht weg nicht. Die Instrumentals zeigen aber das man durchaus einen fünf, sechs oder sogar acht minütigen Track hätte bewerkstelligen können.

Fazit:

„Trespassing By“ wird seine Fans haben, das steht fest. „Trespassing By“ ist viel zu kurz, auch das steht fest. Es muss nicht immer Überlänge sein, ein bisschen mehr Inhalt hätte es aber schon sein dürfen. In einer anderen Epoche der Musikgeschichte hätte „Trespassing By“ vielleicht an ganz anderes Album werden können, die Zeit verlangt aber kurz, leicht bekömmliche Musik.

Ich würde mir wünschen das Naked Cameo es zumindest versuchen sich diesem neuen und meiner Meinung nach schlechten Weg den vor allem kommerziell erfolgreiche Musik geht entgegen zu stellen und gerne auch mehr riskieren.

„Trespassing By“ zeigt eine Band die ganz klar viel auf dem Kasten hat, aber leider etwas mit der Handbremse arbeitet. Oft können eine handvoll Perlen ein Album retten, hier ist das nicht der Fall.

Ich vergebe 5 von 10 Bängs.

fünf von zehn

„Trespassing By“ erschien am 10. November via töchtersöhne records und kann als Vinyl erworben und überall gehört werden wo es Musik gibt.


Tracklist:

1. World To Waste

2. Up Is Down

3. Shangri La

4. Run The Mill

5. Hard Feelings

6. Salt In The Wind

7. Point Nemo

8. Trespassing By

9. Saturday

10. No One Knows Me

11. Up Is Down (Reprise)

12. Still So Low


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Patrick

geb. 1993, Musik-Fan seit 2010, Verheiratet, Ein Sohn, Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk, Alternative Rock. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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