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MANNTRA – Grandioses Finale der ersten Headlinertour zum „Kreatura“-Album – Konzertbericht aus dem Club Central in Stuttgart

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Bei der Fußball WM in Katar klappte es mit dem attraktiven Duell im Halbfinale leider nicht. Dafür gab es quasi als Ersatz bei der ersten MANNTRA-Headlinertour durch Deutschland im Club Central mitten in der Innenstadt von Stuttgart einen gemeinsamen Auftritt von Kroatien und den Niederlanden . Dieses Mal allerdings ohne jede Rivalität, vielmehr hatten sich die Folk-Metaller MANNTRA  aus Kroatien und die niederländischen Pagan / Death Metaller von VANAHEIM zu einem gemeinsam Fest verabredet, um gemeinsam den Abschluss der gemeinsamen Tour zu feiern.

Nachdem die Band um Frontmann Marko Matijević Sekul im Frühjahr schon mit Mono Inc in Deutschland unterwegs waren, durften MANNTRA Ende November erneut auf Deutschland-Tour und konnten ihr im August veröffentlichtes aktuelles Werk `Kreatura` im Rahmen einer Headliner-Clubtour erstmals live ihren deutschen Fans in gebührender Form präsentieren.

Als Support hatten MANNTRA die Labelgenossen aus den Niederlanden von VANAHEIM eingeladen, die mir bislang völlig unbekannt waren und so durfte ich gespannt sein, was die fünf Musiker aus unserem westlichen Nachbarland live zu bieten haben.

Schon vor dem Gig fielen die Musiker mit Ihren mit Tarnstreifen bemalten Gesichtern und Armen im Club Central auf, ganz besonders Violinistin Ricke Linssen, die bereits im Vorfeld am Merchandise die Werbetrommel  rührte, machte neugierig auf den anstehenden Gig.

Pünktlich um 20 Uhr wurde es dunkel und mit einem tollen Intro beginnt der Reigen. Mit einer alten Gaslaterne bewaffnet entert Sänger Zino van Leerdam die Bühne, um gleich in die Vollen zu gehen. Mit Ihrer Mischung aus Pagan Metal und Death Metal schafften es die Niederländer recht schnell, das Publikum aufzuwecken, und selbst ich, der eigentlich mit Death Metal ziemlich auf Kriegsfuß steht, wird positiv überrascht. Trotz der Crowls und dem im Death Metal typischen unerkennbaren Gesangslinien, die  von VANHEIM  in dazu noch holländisch gesungen werden, hat ihre Musik etwas Faszinierendes zu bieten. Seien es die trotzdem melodischen Riffs oder die Violinentöne der barfuß agierenden Ricke, die wie eine Elfe über die Bühne zu schweben scheint, es wertet die Musik auf und  macht Laune, sodass sogar ich den Auftritt genießen kann. Mit dem sichtbaren Spaß, den die Musiker an Ihren Instrumenten an den Tag legen, können VANAHEIM sich im Laufe des 30 minütigen Auftritts mehr und mehr Applaus erarbeiten, obwohl ihre Musik nicht wirklich dasselbe Fanklientel ansprechen dürfte wie der Headliner des Abends.

Doch es zeigt sich, dass eine gute, mit Überzeugung präsentierte  Liveperformance auch fachfremdes Publikum ansprechen kann. Da spielt es auch eine untergeordnete Rolle, dass man die Text der vier Songs vom Album `Een Verloren Verhaal` nicht wirklich versteht, sei es aus fehlenden Kenntnissen der holländischen Sprache  oder aufgrund des Death Metal Gesangs, der die Sache nicht einfacher macht.

Insgesamt ein guter Auftritt, und obwohl ich auch künftig kein Freund des Death Metals werde, konnten mich die Holländer dazu bewegen,  im Anschluss an den Gig das aktuelle Album `Een Verloren Verhaal`  zu kaufen. Neben den musikalisch teils epischen Songs, die auch an besagtem Abend auf der Setlist  standen, liegt dem Album auch eine Instrumental-Version als Bonus-CD bei. Die fast an Filmmusik erinnernden Instrumentals bieten hochwertig orchestrierte Songs, die mit dem an diesem Abend Gebotenen nur am Rande vergleichbar sind. Doch dürften sie dank ihrer guten Umsetzung wohl auch den ein oder anderen Nicht-Death Metal Fans begeistern. Etwas mehr Klargesang und ich könnte gar ein richtiger Fan der Band werden.

Nach einer kurzen Umbaupause und überraschend günstigen Pausengetränken startete dann das große Finale der ersten MANNTRA-Deutschland-Tour. Der Gig ist für mich die Livepremiere, hatte ich doch die Kroaten bis vor knapp 1,5 Jahren noch nicht auf dem Schirm. Durch das klasse Video zum heutigen Opener `Heathens` wurde ich neugierig auf die Band und nach dem Kauf des Albums `Monster Mind Consuming` (MMC) zu einem bekennenden Fan der Band. Ihre gelungen Mischung aus harten Industrial Metal Klängen, traditionellen folkloristischen Sounds und etwas Neue Deutsche Härte fesselten mich sofort. Schon auf der MMC-Scheibe ist der Song ein echter Hammer, doch Live ist er der absolut perfekte Opener, der die Fans sofort mitreißen kann. Immer wieder wird kurz die Bremse angezogen, um unmittelbar danach wieder mit den `No Fear` Mitgröhl-Refrain gleich zu Beginn eines rundum gelungenen Auftritts voll auf die 12 zu gehen. Dazu die harten Riffs, Gänsehaut gleich beim ersten Song, ein Hammereinstieg.


Es geht Schlag auf Schlag, Frontmann Marko mit seinem Fell um die Schulter ist natürlich der Blickfang auf der Bühne. Ein wahrer Hühne mit seinem Sidecut, der das Publikum sofort mitnimmt. Beim folgenden `Dance`  darf dann das Tanzbein geschwungen werden – doch sollte man das nicht zu wörtlich nehmen, denn auch hier geht odentlich die Post ab und es MANNTRA gehen keine Kompromisse ein, bevor der erste Song mit stark traditionellen Wurzeln auf dem Plan steht: `Yelena` vom  `Ori, Ori`-Album. Eher im Midtempo angesiedelt, singen die geschätzt ca. 100-125 Fans lautstark mit. Nach dem neuen Song `Tanz` hat dann bei `Baren King` das gleichnamige Band-Maskottchen von MANNNTRA seinen Auftritt. Mit der Totenkopfmaske und in dunklem Umhang bleibt er zunächst im Hintergrund am Keyboard, hängt sich dann die rote E-Gitarre um ´, um in den Vordergrund zu kommen.

Dann kündigt Marko Disco-Töne an, und Neu-Gitarrist Dorian `Dodo` Pavlović legte ein kleines Instrumental auf dem Keyboard hin, das Techno Fans auf die Kosten kommen. Es geht fließend weiter mit `In The Shadows`, mit dem die Band 2019 am kroatischen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv teilgenommen haben. Mit seinen Manntra-typischen `Lei Lei lei`-Chören wieder ein echter Live-Kracher mit Hitpotential vom vorletzten Album MMC.  

Der Club Central kann mit einem tollen Sound punkten, so dass es ein wahrer Genuss ist, den Kroaten zuzuhören. Mit `Königsmord` folgt der teilweise in Deutsch gesungene Beitrag auf der Setlist, den Marko für die deutschen Fans geschrieben hat, denn bei uns gibt es inzwischen eine große Fanbase der Kroaten. Alle die MANNTRA noch nicht kennen, sollten sich das sehenswerte Video mal anschauen.

Mit `Everlasting` folgt der wohl ruhigste, fast schon balladeske Song des Abends. Doch mit dem Titeltrack `Monster Mind Consuming` wird gleich wieder das Gaspedal auf Anschlag gebracht. Harte Rammstein-Stakato-Riffs vereinen sich mit Synthie-Beats zu einem gelungenen Cocktail, der nach einem kurzen ruhigen Break mit den `Manntra´-Refrain zum Mitsingen animiert.

Bei `Ori Ori` passiert es dann. Nach einer Minute gibt es technische Probleme und der Gig muss kurz unterbrochen werden. Marko entschuldigt sich, dass ausgerechnet beim Abschlusskonzert der Tour nun noch der Fehlerteufel zuschlagen musste. Während Drummer Andrea Kert versucht, das Problem am Laptop zu lösen, nutzt Gitarrist Dorian die Zwangspause spontan zu einem Ausflug an die Bar um die trockengelaufene Kehle etwas zu schmieren. Als Entschädigung für die Unterbrechung lädt er die Fans einfach spontan zum Freibier ein, was einige Zuschauer nutzen, um sich etwas kühlen Gerstensaft zu gönnen.

Leider kann das Technikproblem nicht endgültig gelöst werden und so fällen die Monitorboxen weiterhin aus und die Musiker können sich nicht mehr selbst hören. Doch das soll der guten Stimmung nicht schaden und so übernimmt einfach das Publikum die Arbeit der Monitorlautsprecher. Man startet Versuch Nr. 2 und schlägt erneut `Ori Ori` an. Traditionell angehaucht mit einfachem Mitmachteil, was das Publikum dankend annimmt und auf höchste Touren bringt.

Mit `Kiša` und `Lipa` wird dann mal die Kroatische Seite präsentiert und die zahlreichen anwesenden Landsleute von MANNTRA stimmen kräftig in den Chorus mit ein. Auch für Normalo-Europäer wie mich kann der in Kroatisch gesungene Song überzeugen, der leichte Mittelalteranleihen beinhaltet.

Das folgende `Lipa` bringt dann nochmals ein richtiges Stimmungshoch. Der in Zusammenarbeit mit der deutschen Band Tanzwut  entstandene Midtempo-Song im wird teils in Deutsch und Kroatisch gesungen und  lässt viele Fans lauthals ihre ersten Töne in Kroatisch mitsingen, garndios.

Bei der aktuellen Single `Nightmare` von `Kreatura` bekommen MANNTRA dann von Ihrem Support Vanaheim lautstarke Unterstützung und man beendet gemeinsam leider schon nach 70Minuten den regulären Gig.

Natürlich war es das noch nicht, und nach laustarken Zugaberufen kommen die Kroaten erneut auf die Bühne. Mit `Volhov` gibt’s noch ein neues Stück von `Kreatura. Wieder mit fetten Disco-Beats unterlegt, bietet der etwas duster anmutende Refrain einen gelungenen Kontrast zum eigentlichen Song, bevor der Schlusssong `Naranca` angestimmt wird. Hier gibt`s  nochmals etwas nationale Folklore und mit `Jo-Di-Lo-Lej , Ta-Ra-Lo-Di-Lo-Di-Le-Ej-`  gibt’s dann nochmals die Möglichkeit, sich in der Landessprache von Marko & Co. zu üben.`Dann ist endgültig das Ende der Tour erreicht und Die Band wird lautstark abgefeiert.

Beim obligatorischen Abschlussfoto sieht man nur glückliche Gesichter, sei es auf sowie vor der Bühne. Marko und seine Jungs sind stolz auf die tolle Tour und bedanken sich für die Unterstützung durch VANAHEIM und den Support durch die deutschen Fans.

Es war eine gelungene erste Headlinertour und sicherlich wird man die Jungs künftig noch öfters in unseren Gefilden zu Gesicht bekommen. Alle Musikfans der härteren Gangart sollten sich MANNTRA unbedingt mal reinziehen, denn vor allem Live sind sie noch um einiges härter als auf Scheibe. Ihre einzigartige Verknüpfung der traditionell kroatischen Folklore mit den harten Rhythmen, die sowohl tanzbar als auch zum Headbangen geeignet sind, machen die Band so außergewöhnlich und heben sich aus der breiten Masse ab. MANNTRA verdienen eine größere Aufmerksamkeit und ich bin mir sicher, dass die Band künftig noch viele neue Metalfans begeistern werden.


Setlist MANNTRA:

  1. Heathens
  2. Dance
  3. Yelena
  4. Tanz
  5. Barren King
  6. In The Shadows
  7. Königsmord
  8. Not guilty
  9. Slave
  10. Everlasting
  11. Monster Mind Consuming
  12. Ori Ori
  13. Kiša
  14. Lipa
  15. Nightmare

Encore:

  1. Volhov
  2. Naranca

MANNTRA im Web:

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MANNTRA-Lineup:

Marko Matijević Sekul: Gesang, Keyboard

Dorian `Dodo` Pavlović:  E-Gitarre

Zoltan Lečei:  E-Bass

Andrea Kert:  Schlagzeug

Aktuelles Album `Kreatura` ist im August bei NoCut-Records erschienen und kann hier bestellt werden.

anstehende Konzerte 2023:

Am 22. September findet in Leipzig die einzige MANNTRA-Headlinershow 2023 in Deutschland statt


Lineup VANAHEIM:

Zino van Leerdam:   Vocals 

Mike Seidel:  Bass 

Bram Trommelen:  Drums

Michael van Eck:   Guitar

Ricke Linssen:   Violine


Setlist VANAHEIM:

  1. Uit Sleen Geslagen
  2. Rusteloos
  3. Reuzenspraak
  4. Gevallen in the Nacht

VANAHEIM im Web:

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Thomas

Musikalisch bin ich seit den 80er vor allem im melodischen Hard& Heavy-Dschungel unterwegs und immer auf der Suche nach neuen und alten Perlen. Meine absoluten Faves sind Queenaryche, Y&T, Die Toten Hosen... u.v.a.....inzwischen kann ich mich aber auch für Mittelalterrockband wie Feuerschwanz oder Saltataio Mortis absolut begeistern. Ab und an geht mein Blick aber auch mal über den Tellerrand in Richtung Speed/Trash/Death...solange Melodien erkennbar sind. Auch wenn ich schon zu der Ü50-Fraktion gehöre, findet man mich bei Konzerten und Festivals fast immer Front of Stage, denn Sitzplatz beim Rockkonzerten, das passt bei mir einfach nicht zusammen. Erst wenn es ohne Rollator mal nicht mehr gehen sollte, ist die Tribüne vielleicht ne Alternative.

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