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Album Reviews, Reviews

Lionica – Expose the Unseen – Album Review

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Genre: Alternative Metal

Land: Deutschland

Gerade erst im Oktober erschien überhaupt die erste Single der Newcomer Lionica. Auf This Is Who I Am folgten dann auch noch zügig Nemesis, Alone in the Dark und Sea. Vier Singles, die mich ganz ehrlich nicht alle überzeugen konnten. Ich weiß nicht wieso aber die Band hat sich als Singles die ruhigsten Songs rausgepickt. So musste man natürlich erwarten das „Expose the Unseen“ eher mit der Handbremse fährt. Wie vielschichtig der Sound von Lionica ist zeigte nämlich This Is Who I Am schon sehr gut und schielte ordentlich Richtung Stone Sour.

Nichtsdestotrotz habe ich dem Album eine faire Chance gegeben. Das Intro Into the Unknown schiebt auch meine Zweifel gleich einmal in den Hintergrund. Rein Instrumental werden hier auch gleich die Kernkomponenten von Lionica eingebaut: Abwechslungsreiches Riffing und das Piano, welches ein stetiger Begleiter im Sound ist. Hier muss ich gleich mal die Jungs von Imminence als Vergleich heran ziehen. Gewiss nicht vom Genre her, aber was bei den Schweden die Geige ist ist bei Lionica das Piano. Das Signaturinstrument.

Der erste richtige Song, Cruelity, greift die Atmosphäre von Into the Unknown gleich wunderbar auf. Die spacigen Riffs tragen den Song über eine beachtliche Zeit, gepaart mit den wirklich schönen Vocals bekommt man aber eigentlich auch gleich geboten was wir kennen. In den Strophen bleiben wir auch erst einmal bei dem gemächlichen Sound, während im Refrain dann ordentlich in die Screamkiste gegriffen wird. Diese klingen abermals sehr speziell und einzigartig. Man kann den Schmerz in den Worten förmlich spüren.

Mit Unseen steht schon wieder ein instrumental an. Klar könnte man sich hier aufregen und fragen wieso schon wieder ein Filler, aber das ist kein Filler sondern ein Killer. Nachdem Cruelity ohne Piano auskommt besteht Unseen nur aus eben diesem Instrument. Musikalisch scheinen wir hier in die Welt von Blasphemous abzutauchen. Unseen beginnt schon fast mit positiven und leichten Melodien, ehe wir zu The Forsaken Ones und der Tenor hörbar düsterer und beklemmender wird. Bedeutet aber auch das The Forsaken Ones weiterhin, gewollt oder nicht, mit dem Vergleich zu Blasphemous arbeitet. Vor meinem inneren Auge sehe ich den Sünder mit seinem Schwert Mea Culpa hier durch die verschachtelten Areale des Games rennen (und diverse Male den Game Over Screen). Musikalisch bekommen wir hier wieder einen sehr Stone Sour lastigen Track. Gerade den Vergleich mit dem überragenden „The House Of Gold And Bones“ muss sich das gesamte Album, sicherlich nicht ungern, gefallen lassen. Auf fast sieben Minuten ziehen uns Lionica durch jede Facette ihres Sounds. So schaffen sie es den doch langen Song extrem kurzweilig und vorallem abwechslungsreich zu gestalten. Ich liebe es wie die Band mit laut und leise, wild und zurückhaltend spielt. Diese Band weiß ihren Job richtig zu machen. Es gibt so viele herrliche Momente im Song, man muss ihn sich einfach selbst anhören und in die düstere Welt abtauchen.

Je länger und tiefer man in die Welt von „Expose the Unseen“ eintaucht, umso öfter kommt in mir der Gedanke auf das es sich hier doch um ein Konzeptalbum handeln muss. Schwermut ist die Grundstimmung aller Songs, die wiederum alle wunderbar ineinander greifen und ein absolut gelungenes Hörerlebnis bieten. Das Ende der einzelnen Songs auszumachen ist bisweilen nämlich wirklich nicht so leicht. Von The Forsaken Ones zu Nemesis ist dieser aber schon klar hörbar. Nemesis, welches ich zu meiner Schande als ruhigen Track eingestuft habe, ist tatsächlich der erste der sich hörbar steigert. Atmosphäre und Sound ansonsten einfach wieder unfassbar gut. Instrumental erinnert mich Nemesis immer wieder stark an Gott ist tot von Callejon, während die Vocals immer wieder an Blue October erinnern. Ich mag es tatsächlich auch sehr wie viel Zeit den Intros gewidmet wird. So treffen sie auch bei Nemesis genau ins Schwarze und gehen weder zu spät noch zu früh aus dem Intropart heraus.

Alone in the Dark geht einen etwas anderen Weg. Mehr Groove und eine knackige Länge von knapp 2,5 Minuten, aber doch der schwächste Song und zumindest musikalisch hätte ich vermutlich auf Alone in the Dark verzichten können.

This Is Who I Am ist über weite Strecken eher eine Ballade als ein fetter Banger, obgleich gerade gegen Ende der Sound in Form einer Feuerwalze über einen hereinbricht. Die Vocals erinnern mich in den cleanen Parts total an Corey Taylor. Explizit muss ich die Cleans erwähnen, da auch gegen Ende nicht nur die Instrumentals an Druck und Power zunehmen (von Akustikballade zu Corebrecher), sondern auch wieder sehr, sehr feine Screams eingebettet werden. Diese unterscheiden sich dann auch deutlich vom Stone Sour Frontmann. Das Riffing ist feinste Sahne, gerade im sehr langsamen Beginn zeigt sich, wie versiert die Band hier schon ist und es schafft den Song zu tragen. Das Piano ist dezent aber absolut stimmig und wichtig platziert und der Progress im Song fühlt sich super an.

Als letztes Pianointerlude steht Exposed an der vorletzten Stelle des Albums und bildet zusammen mit Unseen somit sowas wie den Titeltrack des Drehers. Eigentlich kann man echt nicht all zu viel sagen: Exposed in ein wunderschönes Stück Musik, dem ich Stunden lauschen könnte.

„Expose the Unseen“ endet an der See. Versöhnlich? Vergebens? Oder sind wir gar nicht am Ende unserer Reise? So klingt Sea, nicht wie ein Ende sondern nur ein vorläufiger Höhepunkt im Kampf gegen die Finsternis. Instrumental klingt Sea überwiegend positiver und lockerer als der Rest des Albums. Losgelöst von der Last, die einen dann aber im Laufe des Tracks aber doch wieder einholt. So leiten die Screams ein fettes Gitarrensolo ein, welches in Gangshouts mündet und dann doch wieder in der Verzweiflung zu versinken. Mit den Worten I´m drowning in that sea endet ein vielversprechendes Erstwerk.

Fazit:

Wenn man bedenkt das ich die Band zu 100% nur zufällig entdeckt habe bin ich enorm froh über den Namen Lionica gestolpert zu sein. Lionica legen mit „Expose the Unseen“ ein Album vor, das zwar schlichtweg zu kurz ist (30 Minuten reichen mir hier einfach nicht) dafür aber nur in wenigen Momenten enttäuscht.

Sie schicken sich für mich ganz klar an die deutsche Antwort auf Stone Sour zu werden. Jeder der etwas mit Alternative und Metal anfangen kann muss hier reinhören, am besten in Dauerschleife.

Ich vergebe 9 von 10 Bängs.

neun von zehn

„Expose the Unseen“ könnt ihr seit 13. Jänner überall streamen wo es Musik gibt.


Tracklist:

1. Into the Unknown

2. Cruelity

3. Unseen

4. The Forsaken Ones

5. Nemesis

6. Alone in the Dark

7. This Is Who I Am

8. Exposed

9. Sea


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Patrick

geb. 1993, Musik-Fan seit 2010, Verheiratet, Ein Sohn, Bevorzugte Genres: Metalcore, Post-Hardcore, Progressive Metal, Pop-Punk, Alternative Rock. Neben seiner sozialen Ader ist Patrick auch für feinste Recherche und Tiefe in seinen Reviews und Berichten bekannt.

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