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KLAUBAUF – im Höllenritt durch harte Zeiten- Interview

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Eine der erfolgreichsten Dialekt Bands aus Tirol, genauer gesagt aus dem Zillertal, hat im Dezember 2021 Ihr Album „Höllenritt“ veröffentlicht. Leider ist das Album ist im Zuge der Pandemie etwas unter den Tisch gerutscht, da eine Release Party leider nicht stattfinden konnte, die aber jetzt im September nachgeholt wird. Die Produktion ist dieses Mal in die professionellen Hände von Jay Hundert gelegt worden, der noch einiges aus den Songs und der Band herausgeholt hat. Ich habe mich sowohl mit der Band als auch mit Jay über die Produktion und die Hintergründe der Entstehung unterhalten. Klaubauf verbreiten seit etlichen Jahren erfolgreich ihren selbst betitelten RUACHN ROLL weit über die Grenzen Österreichs hinaus und sind trotz dieses Erfolges immer noch Menschen mit einer gesunden Einstellung zum Leben geblieben, deshalb freue ich mich dieses Interview exklusiv mit den Jungs machen zu können


Bine: Der Bandname Klaubauf ist keine eigene Kreation, sondern eine reale Gestalt aus der Geschichte. Warum habt Ihr Euch für diesen entschieden?
Tschak: Die reale Gestalt im Tiroler Brauchtum ist hier der Krampus und er heißt im Dialekt Klaubauf. Wir als Band beziehen uns auf diese Gestalt wegen unseres teuflischen Ruach`n Roll. Weiteres ist der Klaubauf hier ein Hallodri und das sind die meisten Musiker und das passt auch etwas zu uns und auf unserem Weg finden wir auch oft Dinge die wir aufklauben und daraus machen wir dann unsere Lieder.


Bine: „Höllenritt“ – der aktuelle Titel Eures Albums. Weshalb ist es dieser Titel geworden bzw durch welche Welten wird der Zuhörer von Euch geführt ?
Tommy: Höllenritt: Der Titel passt zur derzeitigen Situation, bzw. der letzten Jahre, mit Corona war für uns alle in gewisser Massen ein Höllenritt. Auch die Aufnahmen zum Album waren in gewisser Massen ein Höllenritt, jeder Musiker weiß für sich wie anstrengend und intensiv so eine Aufnahme sich gestaltet. Höllenritt passt einfach zu uns und kommt auch im Titel „Hint`n noch“ vor und die Textzeile „Soll dich der Teufel holen“ – es ist ein echter Höllenritt.


Bine: Dies ist bereits euer 4 Studio Album und dieses Mal habt Ihr einen komplett anderen Weg eingeschlagen?
Bani: Das Letzte muss das Beste sein , nein Spaß, man will sich als Band auch weiter entwickeln und deshalb haben wir keinen Toningenieur gesucht, sondern einen Produzenten, der Einfluss nimmt in das ganze Projekt. Und diesen haben wir in Jay gefunden, da dieser viele österreichische Bands produziert und auch etliche aus Tirol.

Bine: Man flüstert, dass Du ganz besondere, zartbesaitete Ohren hast für feine Klänge und Details, um über die Songs noch diese gewisse extra Prise zu streuen? Was hast Du am Sound verändern oder verbessern können, damit dieses Album so präzise klingt und der Wiedererkennungswert dennoch erhalten bleibt.
Jay: Die feinen Ohren eignet man sich über die Jahre wohl an – ohne die Detailverliebtheit kann man den Job wohl auch nicht ordentlich machen. Als Producer ist es mir immer besonders wichtig, die Besonderheit in jeder Band zu finden und diese dann zu featuren. Schon mehrere Wochen vor dem Produktionsstart bereite ich mich auf das Projekt vor. Ich kenne alle Ihre Veröffentlichungen, ich weiß wie die Band live klingt und nach mehreren Gesprächen im Vorfeld weiß ich auch wie die Band tickt und was sie sucht. Aus diesen ganzen Infos entwickle ich dann eine Art, na nennen wir es mal Vision für das Album. Ich habe dann schon eine genaue Vorstellung, welchen Sound ich für die Drums verwenden werde und welche Gitarren, Bässe und Amps gebraucht werden. Es gibt auch schon konkrete Ideen zu Intros, Bridges und dem Vocal Arrangement. Man schraubt sozusagen an vielen Stellen, damit das große Ganze dann den eigenen „Signature-Sound“ hat und die Leute vom Hocker haut. Klaubauf ist einfach eine wilde Rockband, die abgeht wie Sau und genau so wild, hart und rotzig muss auch das Album klingen.

Bine: Moderne Technik ist nicht alles, um besondere Klangerlebnisse zu produzieren. Verrate uns ein paar technische Details dazu, mit welchen Arbeitsmittel Du arbeitest und was für Dich auf diesem Album der Song mit dem extra Klang-Highlight ist!
Jay: Die Wörter „Moderne Technik“ treffen es bei mir so gar nicht. Ich arbeite ja ausschließlich mit Vintage Instrumenten und Amps aus den 50er und 60er Jahren. Jeder Band steht meine mittlerweile recht stattliche persönliche Sammlung von Instrumenten zur Verfügung. Die richtige Wahl bei den Instrumenten ist für mich essentiell, denn es macht einen großen Unterschied, ob das Solo mit einer Tele, Les Paul oder Gretsch Falcon gespielt wird. Es ist keine Seltenheit, dass auf einem Album 8 verschiedene Amps und 20 Gitarren zum Einsatz kommen. „Alles was der Song braucht, soll er haben“ ist da meine Devise. Auch in Sachen Studiotechnik bin ich den 60er und 70er Jahren treu. Ein wichtiger Baustein meines Sounds ist zum Beispiel mein Röhrenmischpult von Tree Audio. Auch in Sachen Mikrofone kommt für mich nur die Röhre und Bändchen in Frage. Trotz all dem nerdigen Technik ist Klimbim für mich das Klang Highlight immer die Performance der Künstler! Gänsehaut bekomme ich immer wenn zB die Emotion in den Vocals mich trifft oder das Solo mich auf eine Reise mitnimmt und ich die Melodie nicht mehr loswerde – das sind die wirklichen Highlights jeder Produktion.


Bine: Dein persönlicher Favorit Song auf Höllenritt ist welcher und warum ?
Jay: Boah, Favoriten habe ich so einige, aber ganz spontan ist mir „Hintn noch“ in den Sinn gekommen. Den Song finde ich so spannend, weil er eine neue Facette von Klaufauf zeigt und mich der Refrain einfach abholt!

Bine: Deutlich am Album zu hören ist , dass sich durch seine professionellen Hände etwas verändert und bewegt hat?
Bani
: Man kann sagen das es nicht immer einfach war, da es viele Reibungspunkt gegeben hat, aber im positiven Sinn und da entwickelt man sich auch weiter Über Klänge kann man sich bekanntlich streiten, aber letztendlich wie alles arrangiert wurde und so wie die Songs jetzt stehen, kann jeder zufrieden sein und jeder hat eine gute Arbeit geleistet.

Bine: Wort und Redegewandt im flüssigen Zillertalerisch, so kennt man Eure Texte! Wer von Euch ist federführend für die textlichen Inhalte der Songs ?
Tschak: Ja, die Texte, das mache ich ausschließlich und man sieht es auch auf der Bühne, wer hier am meisten redet. Der Rest der Bande ist ziemlich Maulfaul.

Bine: Der Ablauf zwischen Songwriting und Umsetzung der Songs – wie ist hier der Ablauf bei Euch?
Tommy: Ja der Ablauf ist immer ziemlich ähnlich, wahrscheinlich wie bei vielen Bands auch – Bani unser Kopf in der Band, kommt meistens mit einem Riff daher und dann wird ziemlich viel herum gejammt. Dann wird alles fest gelegt und Tschak kommt dann schon mit dem passenden Text daher. So entstehen unsere Songs eigentlich immer, in dieser Reihenfolge.

Bine: Das Album selber ist sehr vielschichtig und jeder Song spricht ein anderes Thema an und eure Texte sind aus dem täglichen Leben gegriffen, welcher davon bewegt Euch davon am meisten?
Tschak: Der „Deppate Bua“ bewegt uns am meisten, weil es so eine traurige Geschichte ist, die eine wahre Tragödie anspricht, die in Kitzbühel passiert ist. Auch „Aufi aufn Berg“ spricht uns an, da wir gerne am Berg sind und was gibt es
schöneres als Tiroler dort oben zu sein und alles hinter sich zu lassen.

Bine: Die Covergestaltung des Albums finde ich persönlich genial umgesetzt. Von wem kam diese ungewöhnliche Idee?
Bani: Die Covergestaltung ist dieses Mal ziemlich gut gelungen und dementsprechend gibt es auch sehr gute Resonanzen dazu. Ich wollte immer schon ein Cover wo leine Bilder sind, sondern alles gezeichnet ist. Über unseren Produzenten Jay Hundert haben wir dann den Emanuel Bichler ausfindig gemacht, der auch schon mit seiner Firma Epic Design diverse Cover entworfen hat unter anderem auch für die Tiroler Band Liquid Steel.

Bine: Viele meinen Dialekt Rock bleibt meist nur im eigenen Umfeld bzw. Land. Welche Erfahrung habt ihr damit gemacht?
Tschak: Oft zählt nicht der Dialekt oder die Sprache, sondern die Message, die dahinter steht und die vom RNR- oder Ruachn Roll kommt weltweit immer an. Du kannst in jeglicher Sprache singen, der Ruachn Roll schlägt bei den Leuten immer ein.

Bine: Wenn Euch jemand nicht kennt – was sind Eure 3 Song Empfehlungen um KLAUBAUF jemand schmackhaft zu machen?
Tommy: Schwere Frage aber wenn schon, dann nehmen wir Songs von drei verschieden Alben und zwar der erste vom neuen Album der Titel „Glory Hallelujah“ – keine Sorge nicht von den Schürzenjäger (lacht) – sondern eine aktuelle Nummer, die die aktuelle Situation in der Welt erfasst und zeigt den Klaubauf von der griffigen und harten Seite. Als zweiten Song würde ich vom zweiten Album den Song „Schutzengel“ nehmen, eine Ballade, die wir nicht live spielen, da diese für uns schwer umsetzbar ist. Zeigt uns aber von einer sehr feinen, gefühlvollen Seite und wir bekommen dazu immer sehr positive Resonanzen – unbedingt anhören!!!! Und unser größter Klassiker schlechthin aus dem zweiten Album Ruachn Roll „ Schnops her“ und wer diese Nummer hört, der weiß sofort um was es bei Klaubauf geht geradeaus Mötorhead like und Abmarsch………………….

Bine : Eure Art, Erfolg zu haben und Musik zu machen ist für mich etwas ganz besonderes. Verratet uns Euer Geheimnis des Erfolges?
Tommy: Erfolg ist natürlich relativ – Bine, wir kennen uns doch schon sehr lange, Du hast uns schon lange mitverfolgt und begleitet. Erfolg ist für jeden anders definiert, für uns ist Erfolg, wenn wir einen lässigen Gig gespielt haben, dann sind wir happy! Live spielen ist für uns extrem wichtig ( Booking Anfragen erwünscht !) . Ob es vor 20 Leuten ist oder mehr, es muss nicht immer eine Halle mit 2000 Leute sein, es soll Spass gemacht haben. Erfolg definieren wir für uns vier – wir sind Familie, also wir drei Musiker und unser Mädchen und Manager für alles unser Padre . Wenn ich im Proberaum sitze oder auf der Bühne, schaue in das Gesicht von Bani und sehe was er für einen Spass am spielen hat oder auch Tschak, vermutlich geht es Ihnen genau gleich, wenn Sie mich ansehen. Dann merkt, man was für Spass dahinter ist -das ist für uns Erfolg. Wir möchten wir selbst sein ohne Kompromisse, Erfolg stellt sich ein oder auch nicht!

Bine: Ein kleines internes Geheimnis – wer ist eigentlich bei Euch der wahre Rockstar?
Tommy: Das weiß eigentlich jeder – der wahre Rockstar in dieser Band istunser Padre oder auch die Machete, wie ihn jeder kennt. Günther, unser Manager und Mädchen für alles, wie er sich auch selbst bezeichnet, ist definitiv der Rockstar in der Band. Obwohl Rockstars sind wir für uns selber eigentlich auch, ich bin ein Musikfreak, wer mich kennt weiß dass auch, Tschak ist ein Lebenslanger Rocker der seit 40 Jahren Musik im Zillertal macht und Bani ist der Inbegriff eines Gitarristen, stilvoll und eine Könner seines Instrumentes. Also jeder für sich ein Rockstar, aber unser Padre ist DER ROCKSTAR in der Band !!!!

Bine: Danke Euch allen für das Gespräch über das Album und deren Hintergründe. Euerer Wort zum Abschluss an die Fans und die es noch werden möchten…. Klaubauf: Danke an Dich, Bine für das Interview und die Zeit mit Dir. Wir sind bald wieder live zu sehen und zwar am 16. September 2022 in Aschau im White Horse Saloon mit Dying Eden. Weiteres verlosen wir DREI Packages an Vinyl inkl CD von unseren aktuellen Album Höllenritt. Mail bitte an: bine@rockmagazine.net mit dem Vermerk Klaubauf

Webseite: http://www.klaubauf.eu

KLAUBAUF: Tommy Bacher – Drums, Tschak Gredler – Bass & Gesang, Bani Pfister – Gitarre

Live Interviews Powered by: https://laut.fm/4400-ironcity

Produzent: https://studiohundert.com/

Cover Design: https://www.epic-design.at/

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Bine

Macht hauptsächlich Live Foto Reportagen & Interviews. Ist Fotografin diverser österreichischer Bands und Locations von Oberösterreich bis Tirol. Musikalisch unterwegs im Bereich Hardrock, Power Metal, Prog & Classic Rock. Kann von allen ein bisschen zB fotografieren, reden und lacht auch mal gerne über sich selber !

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