Genre: Symphonic Power Metal
Mein Lieblingsgenre ist und bleibt Power Metal der Marke Gamma Ray, Hammerfall oder Powerwolf. Dementsprechend kritisch stehe ich neuen Veröffentlichungen aus der Richtung gegenüber. Da haben es andere Stilrichtungen leichter, bei mir zu bestehen.
Die Jungspunde von Induction habe ich 2025 als Vorband von Savatage zum ersten Mal so richtig wahrgenommen, und konnten mich da schon überzeugen. So lies ich mir es auch nicht nehmen Love Kills unter die Lupe zu nehmen. Und schon beim ersten Duchlauf musste ich feststellen dass die Jungs hier nicht gekleckert haben. Auf dem Album finden sich etliche starke Songs, die den geneigten Power Metal Fans glücklich machen sollten werden. Viele Bands aus dem Genre gehen auf Nummer Sicher und dementsprechend eintönig klingt das Ergebnis. Nicht Induction, so dass hier keine Langeweile aufkommt.
Es gibt aber einige Nummern die bei mir besonders hängengeblieben sind, unter anderem der Titeltrack Love Kills, der zum einen zwar nicht mit der Geschwindigkeit mithalten kann/will, wie andere Songs auf dem Album, und eher im Mid Tempo zu finden ist. Aber seine Melodie und die effektive Verwendung des Keyboars erwecken den Refrain auf eine Weise zum Leben, die den Hörer packt und diesen Ohrwurm so tief in Ihren Gehörgang schiebt, dass er zu einer richtige Plage werden könnte. Hier zeigt sich ganz klar die Fähigkeit der Musiker fantastische Melodien zu konstruieren um sich so von zahlreichen Bands abzuheben.
Ein weiterer Song, den ich hervorheben möchte ist Strangers to Love. Es gibt inzwischen viel zu viele Songs die Spannung aufbauen wollen, zwischen einem männlichen und einem weiblichen Part. Während andere Bands daran scheitern wird hier alles richtig gemacht. Dieses Kraftpaket verbindet Gabrieles Gesang perfekt mit der Stimme von Clémentine Delauney (Visions Of Atlantis) so dass der musicalartige Track zu einem Höhepunkt von Love Kills mutiert.
I Am Evil hört sich wie eine Hommage an Bloodbound an. Es gibt zwar einen Song der Schweden der ebenfalls auf den Namen I’m Evil hört, aber dies ist kein Cover dieses Songs. Hier stehen ganz klar die Keyboards im Mittelpunkt, wobei die Gitarre zum tragenden Instrument werden. Die Texte triefen zwar nur vor Klischee, aber was solls, im Power Metal darf man das!
Ich wollte es eigentlich vermeiden Vergleiche zwischen Tim Kanoa Hansen und seinem Vater Kai (Gamma Ray, Helloween) zu ziehen, aber Induction zwingen mich mit deren Cover Version von Empress ( Land of the Free II, 2007) dazu. Wenn man das Original nicht kennt, ist es eine durchaus starke Nummer, und Gabriele Gozzi liefert wie auch auf dem restlichen Album eine starke Gesangsleistung ab. Allerdings ist die Version von Gamma Ray um einiges lebendiger und zeigt dem Sonnemann uns seiner Truppe deutlich seine Grenzen auf.
Wer sich die Track List jetzt anschaut wird feststellen das sich oben genannte Songs alle in der zweiten Hälfte des Albums befinden, was jetzt nicht heißt das die A-Seite schlecht wäre, der Gegenteil ist der Fall. Aber die Lieder die hängenbleiben und den Unterschied machen sind alle auf der B-Seite.
Fazit: Induction liefern ein großartiges Album ab, und könnten in ein paar Jahren und weiteren starken Alben in die erste Liga des Power Metal aufsteigen. Da ich hier Luft nach oben sehe muss ich mir von den Punkten her Luft nach oben lassen. So gebe ich 8,5 von 10 Bängs für Love Kills.

Love Kills! erscheint am 06. Februar über RPM Records
Line Up:
Gabriele Gozzi – Vocals
Tim Kanoa Hansen – Guitar
Justus Sahlman – Guitar
Dominik Gusch – Bass
Markus Felber – Drums
Track List:
Virtual Insanity
War Of Hearts
Dark Temptation
Steel And Thunder
Strangers To Love
Beyond Horizons
Gods Of Steel
Love Kills
I Am Evil
The Veil of Affection
Empress
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