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FLOOR JANSEN – Nightwish-Frontfrau brilliert auch Live bei ihrer ersten Solotour zu ihrem Debutalbum „Paragon“- Konzertbericht aus Neu Isenburg

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Nachdem erst kürzlich die Welttournee der finnischen Symphonic Metal Band Nightwish zu Ende ging, veröffentlichte Frontfrau Floor Jansen Ende März Ihr Solo-Debutalbum „Paragon“. Nunbesuchte die sympathische Niederländerin im Rahmen einer ersten kleinen Solo-Tour auch die hessische Kleinstadt Neu Isenburg in der Nähe von Frankfurt am Main. In der Hugenottenhalle fanden sich am Abend des Muttertags ca. 800 Fans ein, um sich das Livedebut der durch ihren von allen Seiten gefeierten TV-Auftritt bei „Sing mein Song“ auch bei nicht Metal-affinen Musikfans bekanntgewordenen Sängerin anzuschauen. Neben den üblichen schwarzen Metal Shirt`s sah man daher auch etliche „normale“ Konzertbesucher, die wohl bei Nightwish nicht unbedingt den Weg in die Halle gefunden hätten.

Als Opener des Abends hat Floor ihre Landsfrau Anneke Van Giersbergen eingeladen, die bei dieser Tour ganz alleine ohne Begleitband ihren Solo-Auftritt bestreitet. Nur mit einer Akustikgitarre bewaffnet und einem Tonbandgerät auf einem kleinen Hocker, mehr braucht die Sängerin nicht um die nächsten 30 Minuten das Publikum zu unterhalten.

Mit einer bunten Auswahl an Songs vom letzten Album ihrer eigenen Band, einigen Songs, bei denen Sie als Gastsängerin anderer Bands beteiligt war, sowie einer Kate Bush und Audioslave-Coverversion liefert sie einen kurzweiligen Auftritt ab, der sich völlig auf Annekes Gesang konzentriert, ohne jeglichen sonstigen Schnick Schnack. Einzig das Tonbandgerät, welches sozusagen nach Knopfdruck die Playback-Musik für die Hintergrundmusik abspielt, ist als optische Untermalung in die Bühnenpräsentation integriert.

Alle Songs sind sehr ruhig gehalten, einzig die Coverversion von Kate Bush bringt etwas Pepp mit. Dadurch wird der Gig von Anneke eher zum Chanson Auftritt, mit Rock hat alles nur am Rande zu tun. Auch der Ayreon Song „Valley of The Queens“ wirkt sehr zart und zerbrechlich. Den meisten Zuschauern gefällt der Auftritt, und so wird Anneke mit entsprechendem Applaus nach 30 Min verabschiedet. Mir ist das Ganze etwas zu schnulzig, auch wenn die Songs sicherlich gut zu Floor und ihrer neuen Scheibe passen. Ich muss aber auch eingestehen, dass ich in der Vergangenheit noch nicht den Zugang zur Musik der Niederländerin gefunden habe, auch wenn ich großer Fan von Ayreon bin, wo Anneke immer wieder auch mit von der Partie ist.

Aufgrund des fehlenden Bühnenumbaus, geht es nun recht schnell weiter und als Floor dann um kurz vor 21 Uhr zusammen mit Ihrer Begleitband auf die Bühne tritt, wird sie stürmisch von den Fans begrüßt. Im knallroten langen Kleid und schwarzer Lederjacke gekleidet, sticht bei der Frontfrau natürlich sofort ins Auge, dass bald das freudige Ereignis der Geburt ihres zweiten Kindes ansteht. So ist die Tour zum jetzigen Zeitpunkt natürlich wie gemacht für die hochschwangere Floor. Bei den eher poppigen und ruhigen Songs ihres Debuts „Paragon“ fällt es ihr so natürlich wesentlich einfacher zu singen, anstatt pausenlos wie bei Nightwish auf der Bühne umherzulaufen und ab und an die langen dunklen Haare in Headbanger-Manier kreiseln zu lassen.

Als Opener startet Floor den Auftritt mit „Fire“ vom Debütalbum „Paragon“, dass sie an diesem Abend komplett durchspielt. Dazwischen eingestreut werden Songs von Northward, dem gemeinsamen Projekt mit dem norwegischen Gitarristen Jørn Viggo Lofstad sowie ihrer ehemaligen Band After Forever, mit der Floor die ersten musikalischen Schritte im professionellen Musikbusiness unternahm. Auf diese Songs haben sich die Fans anscheinend besonders gefreut, denn bei „Energize Me“ geht dann richtig die Post ab, nicht nur im Publikum. Der mit Abstand härteste Song des Abend sticht nicht nur durch seine Power besonders hervor, hier können auch die Musiker der Begleitband zeigen, was in ihnen steckt, harte Riffs inbegriffen. Und es scheint fast, als ob auch Floor mal für einen Moment vergisst, dass sie schwanger ist, den es sieht aus,  als ob sie kurzzeitig zum Headbangen ansetzten will bevor sie dann doch inne hält und stattdessen das Publikum zum Mitklatschen auffordert. Einer der Höhepunkte des Abends!

Während einer kleinen Anekdote, die Floor inzwischen in perfektem Deutsch erzählt, erinnert sie sich dazu passend an die Zeiten, wo sie noch mit Kassettenrecorder die ersten Songideen aufgezeichnet hat.

Ansonsten dominieren neben den poppig angehauchten Midtempo-Poprocksongs von „Paragon“ doch eher die ruhigeren Töne den Auftritt, seien es die in Deutsch gesungenen Songs aus der „Sing mein Song“-Staffel von Johannes Oerding oder Clueso oder auch die Ballade „Strong“ von After Forever, die Floor ihrer Mutter widmet und die ihr am heutigen Muttertag, so scheint es, emotional die eine oder andere Träne in die Augen treibt, was den Auftritt auf eine gewisse Art nochmals sympathischer macht. Bei den Coversongs auf Deutsch zeigt Floor eindrucksvollihr ganzes Können und ihre Fähigkeiten, auch total genrefremde Songs auf ihre ganz spezielle Art zu interpretieren. Auch das Cover von SDPUnikat“ gehört hier dazu, welches sie auf Wunsch der deutschen Fans an diesem Abend erst zum zweiten Mal live vor großem Publikum aufführt. Mit Ihrer Ausstrahlung geht der Song richtig unter die Haut.

Als Floor den einzigen Nightwish-Song des Abends „Our Decades in the Sun“ ankündigt, folgt natürlich lauter Jubel im Publikum, darauf hatten viele Fans wohl gewartet. Nur von Keyboards begleitet, präsentiert sie die Ballade vom „Endless Form Most Beautyful“-Album der Finnen. Mit „Strong“ und dem souligen „Me without You“ sowie „The Calm“ folgen weitere langsamere Nummern, wobei „Me without You“ wie schon auf Platte aufgrund des emotionalen Gesangs von Floor punktet und zur Gänsehaut anregt.

Beim dritter After Forever Song „Face the Demon“ wird dann nochmals Gas gegeben und so ist dann auch die ein oder andere „Pommesgabel“ in den Zuschauerreihen zu sehen. Auch Floor gibt nochmal richtig Gas.

Mit dem Clueso-Cover „Zu schnell vorbei“ spricht sie dann den meisten Zuschauern wohl sprichwörtlich aus der Seele, denn mit „Come Full Circle“ folgt schon der letzte Song des regulären Programms. Lautstarke Zugabe-Rufe lassen natürlich nicht zu, dass Floor ohne Zugabenteil den Abend beschließt, außerdem fehlen ja noch ein paar Songs vom „Paragon“-Album.

Fazit:

Der Titelsong „My Paragon“ und Daydream“ beschließen dann jedoch nach 98 min endgültig den tollen Auftritt einer der wohl besten Sängerinnen im Bereich des Symphonic Metal, auch wenn heute die harten und lauten Töne eher weniger gefragt waren. Beim Outro, der Instrumentalversion von „Invincible“ holen sich dann alle Bandmusiker gemeinsam mit Floor nach einem begeisternden Auftritt ihren verdienten Beifall ab.

Nach dem tollen Debutalbum folgte nun auch eine dazu passende erstklassige Livepräsentation, bei der Floor mit Ihrer grandiosen Stimme natürlich auch emotionale Balladen mit Bravour meistert und dabei auch ganz viele persönliche Einblicke in ihr eigenes „Paragon“, wie sie es selbst bezeichnet, zeigt. Auch wenn für waschechte Metalheads wenig geboten war, dürfte es für alle anwesenden Rock- und Metalfans trotzdem interessant gewesen sein, mal ein Livekonzert auf eine etwas andere, ruhigere Art genießen zu können.

Nachdem Floors Hauptband Nightwish kürzlich erst verkündete, dass sie im nächsten Jahr nach der Veröffentlichung des Nachfolgealbums zu „Human :II: Nature“ erst mal keine Livekonzerte geben werden, hat Floor dann nach eigenen Aussagen Zeit für andere Dinge, wie z.B. „Babys machen“.

So kann bzw. muss sich Floor nach der Geburt ihres zweiten Kindes ganz ihrer Solokarriere widmen und wird dann wohl eher selten und wenn dann wohl ausschließlich als Solokünstlerin unterwegs sein.

Setlist Anneke Van Giersbergen:

  1. Lo and Behold
  2. Agape
  3. Saturnine (The Gathering song)
  4. Running Up That Hill (A Deal With God) (Kate Bush cover)
  5. Valley of the Queens (Ayreon cover)
  6. I Saw a Car
  7. Like a Stone (Audioslave cover)
  8. Hurricane

Setlist Floor Jansen:

  1. (Intro, Instrumental)
  2. Fire
  3. Storm in a Glass (Northward song)
  4. Invincible  
  5. Anfassen (Johannes Oerding cover)
  6. Armoured Wings
  7. Unikat (SDP cover)
  8. While Love Died (Northward song)
  9. Energize Me (After Foreversong)
  10. Paragon (Northward song)
  11. Storm
  12. Hope
  13. Our Decades in the Sun (Nightwish song)
  14. Strong (After Forever song)
  15. Me Without You
  16. The Calm
  17. Face Your Demons (After Forever song)
  18. Zu Schnell Vorbei (Clueso cover)
  19. Come Full Circle
    ———————————————————–
  20. My Paragon
  21. Daydream
  22. Invincible (instrumental)

Floor Jansen: Web / Facebook / Instagramm / Youtube
Anneke van Giersbergen: Web / Facebook / Instagramm / Youtube

Text & Fotos : ©Thomas Jenne

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Thomas

Musikalisch bin ich seit den 80er vor allem im melodischen Hard& Heavy-Dschungel unterwegs und immer auf der Suche nach neuen und alten Perlen. Meine absoluten Faves sind Queenaryche, Y&T, Die Toten Hosen... u.v.a.....inzwischen kann ich mich aber auch für Mittelalterrockband wie Feuerschwanz oder Saltataio Mortis absolut begeistern. Ab und an geht mein Blick aber auch mal über den Tellerrand in Richtung Speed/Trash/Death...solange Melodien erkennbar sind. Auch wenn ich schon zu der Ü50-Fraktion gehöre, findet man mich bei Konzerten und Festivals fast immer Front of Stage, denn Sitzplatz beim Rockkonzerten, das passt bei mir einfach nicht zusammen. Erst wenn es ohne Rollator mal nicht mehr gehen sollte, ist die Tribüne vielleicht ne Alternative.

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