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Fest Evil 2019- 13.07.19 – Festival Review

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Die Pausen zwischen den Festivals sind schon hart. Hat man eben noch Bands zugejubelt, hat einen der Arbeitsalltag gepackt. Da ich meine längste Pause mit drei Wochen jetzt hatte, war dementsprechend der Hype extrem hoch. So ging es Samstag auf in das weltbekannte Manrode in der Nähe von Warburg. Die Anreise war problemlos und einen Campingplatz zu finden ebenso. Das Wetter hat leider nicht so ganz mitgespielt und so habe ich mit einer Schlammschlacht gerechnet und so mich in meine wunderbaren gelben Gummistiefel (natürlich mit Stahlkappen) gezwängt. Die habe ich aber nicht gebraucht und sah eher aus wie der letzte Depp.

Bis zur ersten Band war dann noch etwas zu warten und so habe ich mit vier Jungs ein paar leckere Bierchen getrunken. Da wir gerade beim Bier sind: Im Infield gab es Warburger Pils für 2,50€ für 0,3l. Think Global, Drink Local ist ein wichtiges Motto und so hat das Bier eventuell etwas besser geschmeckt, als wenn ich es daheim getrunken hätte.

Mit etwas Verspätung starteten Late Generation in ihr halbstündiges Set. Die Band spielt einen typischen Metalcore. Musikalisch war das ziemliche Standardware, dafür wirkten die Jungs extrem motiviert und als Opener konnte man das definitiv machen. Etwas mehr Zeit hatten darauf Divine:Zero aus Ekelenz. Die Band ist jetzt doch schon 17 Jahre aktiv und spielt einen thrashigen Melodic-Death Metal. Die Show hat mir gut gefallen und echt Spaß gemacht. Auch die Zieh-Konfetti-Böller haben ihren Zweck erfüllt. Das Material hat mir auch gefallen und so ging es das erste Mal zum Merchtable und es wurden 15 Euro in eine CD und ein Shirt investiert.

Credit Jörg Wiechers-Wiemers

Es folgte im Anschluss die Band, die dafür gesorgt hat, dass ich nicht aufs Los Krachos, In Flammen oder Metal Underground Resistence gefahren bin, sondern West Hessen erkundet habe. Aephanemer aus Toulouse zählten zu den Bands, die ich unbedingt einmal sehen wollte. Kennengelernt habe ich Aephanemer als es noch ein Soloprojekt von Martin Hamiche war. Als der Aufbau vom Opener Prokorpion kam, war ich direkt drin und die Vernichtung der Nackenmuskulatur ging los. In der einen Stunde gab es die Songs aus den beiden Alben als Band. Die Band kam sehr gut an und war auch am Merchtable sehr sympathisch. Der einzige Kritikpunkt war, dass nichts aus der ersten Instrumental-EP Known Thyself gespielt wurde. Wer die Franzosen noch nicht kennt, sollte da dringend reinhören.

Credit Jörg Wiechers-Wiemers

Es folgte die Band, mit der weitesten Anreise: Triddana. Die Argentinier haben sich aus ehemaligen Skiltron-Leuten gegründet und erinnern schon an die ehemalige Band. Dennoch hat der Celtic Folk Metal Laune gemacht und ein Dudelsack auf der Bühne hat für mich meistens was. Eine Band, die man sich gerne mal geben kann, wenn man eh da ist. Weiter ging es mit Hard Rock und Crossplane. Die Essener zeigten eine echt gute und sehr energiegeladene Show. Wieder eine Band, die immer geht und auch dieses Jahr noch mit Chrome Division auf Tour darf.

Credit Jörg Wiechers-Wiemers

Mit der Nacht kam auch Evertale. Die Südwestdeutschen zählen für mich zu einen der besten Power Metal Bands der Republik, wenn nicht sogar der Welt, und das konnten sie live wieder beweisen. Empire Rising zum Auftakt knallte zu Beginn den ersten Ohrwurm und mit Hits wie Crownguards Quest war die Stunde auch brutalst schnell vorbei. Ich hoffe, dass man sich dieses Mal keine vier Jahre Zeit zum neuen Album nimmt und dass wir uns dieses oder nächstes Jahr auf etwas Neues im CD-Regal aus dem Hause Evertale freuen können. Danach war die Luft schon irgendwie raus und ich habe mich nicht motivieren können die Power Metaler von Winterstorm oder die 80er-Rock/Metal Coverband Klabusterberries anzuschauen. Sorry for that.

Festivalfazit: Das Fest Evil ist natürlich im Vergleich zum Graspop ein totaler Kontrast und hat mir definitiv gefallen. Faire Preise, leckeres Bier und Waffeln und natürlich ein gutes Line Up haben mich überzeugt. Jetzt erst Mal hoffen, dass der Nacken wieder fit wird und dann auf zum nächsten Festival. Nächstes Jahr steht das Fest Evil definitiv wieder in der engeren Auswahl und hoffentlich dann mit besserem Wetter und auch mit ein paar mehr Gästen.

Um mangelndes fotografisches Talent zu verdecken, kommen die Bilder von Black Picture Fotografie. Weitere Bilder vom Fest Evil findet ihr unter https://www.facebook.com/blackpicturefotografie/

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Lennart

Lennart

erst 19, dafür seit dem 6. Lebensjahr vom Heavy Metal mit nahezu all seinen Subgenres in Gefangenschaft genommen und dabei sehr oft auf Konzerten und Festivals unterwegs.

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