End Of Green – Listening Session zum kommenden Album „Ashes & Gold“

Der letzte Festivaltag auf dem Summer Breeze sollte musikalisch gleich mit etwas Besonderem beginnen. Reaper Entertainment hatte gerufen und wir sind gefolgt. Irgendwo zwischen Main Stage und T-Stage liegt das neu geschaffene Media Village, in dem End Of Green ihr am 4. Dezember 2026 erscheinendes, mittlerweile elftes Studioalbum Ashes & Gold vorstellten. (wird aber auch Zeit immerhin sind seit „Void Estate“ schon neun Jahre vergangen! – die Red.) Und wir durften schon einmal gemeinsam mit der Band reinhören.

Die ebenfalls anwesende Band hatte es sich bestens gelaunt auf einem leicht erhöhten Podest gemütlich gemacht. So hatten die Musiker einen hervorragenden Platz, um unsere Reaktionen genau zu beobachten. Schon mit dem hymnischen Einstieg Angry Son Of An Angry Old Man wird einiges versprochen. Der Song kommt frisch und mit der nötigen Härte aus den Boxen. Mit The Great Killing folgt eine treibende Gothic-Nummer mit durchaus positiver Grundstimmung, die verdammt gut ins Ohr geht. Da traue ich mich fast zu wetten, dass die Nummer nach mehrmaligem Hören ordentlich im Gehörgang hängen bleiben könnte.

The Dark Valley erinnert mich beim ersten Durchgang ein wenig an Type O Negative und wird von einer großartigen Melodie getragen. Der Titelsong Ashes & Gold ist bereits seit Längerem ausgekoppelt, weshalb ihr euch dazu selbst schon einmal ein Bild machen könnt.

Natürlich darf auch eine „Ballade“ nicht fehlen. Isolde ist der Großmutter von Sänger Michelle Darkness gewidmet und dürfte in Zukunft für so manche Gänsehaut sorgen. So viel Trauer und gleichzeitig epische Momente stecken in diesem Song, dass er seine Wirkung sicherlich nicht verfehlen wird.

Wasted Time kommt mit einem schönen poppigen Touch daher, während Living In A Coffin straight nach vorne rockt. Vor allem Letzterer empfiehlt sich schon jetzt als Live-Song. Sucker Punch schlägt anschließend wieder etwas ruhigere Töne an und bildet eine gute Zwischenstation, bevor es mit Painful Desire noch einmal schneller und fast schon aggressiv in Richtung Albumende geht. Keifend und mit einem ordentlich unzufriedenen Feeling ausgestattet, passt der Song dabei hervorragend in die düstere Grundstimmung. Der letzte Track Sluglicker schlägt in eine ähnliche Kerbe, bringt allerdings deutlich mehr Sehnsucht in die Grundstimmung.

Zum Schluss gibt es mit Paint noch eine Coverversion, im Original von Bay Laurel. Und zum Glück nicht eine dieser 08/15-Nummern, die schon gefühlt tausendmal nachgespielt wurden. Stattdessen kommt die Nummer durchaus originell daher und funktioniert noch einmal richtig gut.

Nach dem Abklingen des letzten Tons gibt es großzügigen Applaus von den anwesenden Schreiberlingen und das definitiv nicht nur aus Höflichkeit. Ashes & Gold ist hervorragend produziert und besticht durch düstere Gothic-Vibes und gutes Songmaterial, das so manche Perle beinhalten könnte. Soweit man das nach einem einzigen Durchlauf beurteilen kann, macht das jedenfalls ordentlich Lust auf mehr.

End Of Green Homepage/Facebook/Instagram

Reaper Entertainment Homepage/Facebook/Instagram

By Christian B

Ich höre alles von traditionellem Heavy Metal, Black, Death, T(h)rash, Folk. Power über Punkrock und was es sonst noch so alles gibt, gut muss es halt sein. Wobei es mir allerdings die Zehennägel aufstellt, ist langweiliger Prog wie in Dream Theater, Queensrÿche, Opeth und Co. zelebrieren. Da schlafe ich schlichtweg ein.

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