Reportagen, TechTalk

Ein Blick hinter die Kulissen des Black Dog Studios

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Klein aber fein, so würde ich das Tonstudio von Andi Grasmeier bezeichnen. Wir durften einen Blick in seine heiligen „Hallen“ werfen, die sich im Outback von Niederbayern befinden, genauer gesagt in Haunersdorf (zwischen Straubing und Eggenfelden an der B20).

Ein „passt schon“ gibt es bei mir nicht, hat der Inhaber gleich zur Begrüßung zu mir gesagt, und das kauf ich dem überaus sympathischen Burschen auch ab. Das Studio existiert seit 2016 und wurde von Hand liebevoll eingerichtet. Reingehen und wohlfühlen ist das Motto. Holzvertäfelungen und die obligatorischen Perserteppiche, diverse Gitarren, Mikrofone und Amps, teilweise von dem Multitalent selbst gebaut und modifiziert finden sich hier. Außerdem hat er offensichtlich sehr tolerante Eltern, ist doch der Aufnahmeraum für die Drums auch gleichzeitig das Wohnzimmer der Familie. Vorteil: großer Bildschirm, perfekter Sound, viel Platz (wenn nicht gerade ein Drumset drin steht) und eine coole Kinobeleuchtung.

Andi, der selbst schon in diversen Bands unterwegs war und seit seinem sechsten Lebensjahr Gitarre spielt, hat sich seine ersten Sporen in dem Bereich als Tontechniker auf verschiedensten Veranstaltungen verdient. Außerdem durfte er in einem renommierten Tonstudio, nämlich die:mischbatterie in Riedering, Stephan Zeh über die Schulter schauen. Dieser hat zu dem Zeitpunkt mit Mandoki Soulmates gearbeitet und Andi konnte sich dort so manchen Kniff abschauen.

Er möchte eine Mischung aus analogen und neuesten Aufnahmetechniken bieten und ich habe den Eindruck, dass er in der Lage ist, seine Ansprüche umzusetzen. Die Soundschnipsel, die ich zu hören bekommen habe, sind nicht von schlechten Eltern. Saubere Produktion, würde ich mal sagen.

Nach der Besichtigung der Räumlichkeiten hat mir Andi noch ein paar Fragen beantwortet und die Antworten darauf möchte ich euch nicht vorenthalten!

Welche Ziele hast du?

Ein großes Studio bauen, das wäre schon cool. Und natürlich immer besser werden, man lernt ja bekanntlich nie aus. Ein mindestens genauso wichtiges Ziel ist, dass jede Band happy mit dem Ergebnis meiner Arbeit ist.

Was macht Dich besonders? Wie würdest Du Dich und dein Studio bewerben?

Gute Frage. Ich würde sagen, jeder Tontechniker hat seinen eigenen Sound, so wie jeder Raum auch seinen eigenen Klang hat. Bei mir sind die Aufnahmeräume akustisch nicht perfekt, dafür haben sie aber ein ganz besonderes und meiner Meinung nach sehr geiles Mojo. So wie auch meine Räume hab ich meinen eigenen Sound, den ich als Vintage, analog aber auch gleichzeitig modern und druckvoll bezeichnen würde.

Hast Du ein paar technische Daten für mich zu deinem Studio?

Nun, da wären der 14qm Regieraum, ausgestattet mit analogen Klassikern wie Neve, Api und alte Neumann Preamps (Mikrofonvorverstärker). Dazu analoge Kompressor Klassiker wie Universal Audio 1176, Bus Kompressor der legendären SSL 4000 Konsole, Röhrenkompressoren und natürlich eine super Akustik.

Ein 8qm kleiner Aufnahmeraum für Gesang, Gitarre und Bass.

Dann noch das/der 28qm große/r Wohnzimmer/Aufnahmeraum für Schlagzeug und alles, was mehr Raum braucht, klanglich wie platztechnisch. In jedem dieser Räume herrschen einmalige, und deswegen perfekte Akustikverhältnisse.

Was auch nicht fehlen darf, sind neue und alte Mikrofone von Neumann, AKG, Sennheiser, Brauner, Shure und einiges mehr…

Welche Band/welcher Künstler wäre dein absoluter Traum für eine Produktion?

Definitiv die amerikanische Southern Rock Band Blackberry Smoke!

https://www.blackdogstudios.de/

https://www.facebook.com/blackdogstudios.de/

https://www.instagram.com/blackdogstudios.de/

Für die Bilder zu dieser Reportage möchte ich mich bei Nina Sterner bedanken, die sie mir zum Glück dafür überlassen hat, sonst hätte ich selber welche machen müssen. Das Ergebniss wäre bestimmt nicht mal halb so gut geworden!

https://www.facebook.com/nina.sterner

https://www.instagram.com/ninasternerfotografie/?hl=de

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Christian B

Ich höre alles von traditionellem Heavy Metal, Black, Death, Trash, Folk. Power über Punkrock und was es sonst noch so alles gibt, gut muss es halt sein. Bei was es mir allerdings die Zehennägel aufstellt ist langweiliger Prog wie in Dream Theater, Queensrÿche, Opeth und co. zelebrieren. Da schlafe ich schlichtweg ein.

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