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Die Rodgau Monotones – 40 Jahre „Volle Lotte“ – Konzertbericht aus dem Musiktheater Rex in Bensheim vom 9. Februar 2024

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Es war nicht nur ein Heimspiel vor 600 einheimischen Fans für die Rodgau Monotones im ausverkauften REX. Etliche ZuschauerInnen sind aus anderen Bundesländern angereist, um 40 Jahre Volle Lotte mitzufeiern, einen treffe ich, der aus einem 300km entfernten Ort in Nordrhein-Westfalen zum Event kommt – er war schon bei über 30 Monotones-Konzerten, dürfte also inzwischen mit dem hessischen Akzent keine Probleme mehr haben!

Laut Ansage von Peter „Osti“ Osterwold spielen die Rodgau Monotones im ersten Teil „‘n bissl ‘rum“ und im zweiten Teil die komplette „Volle Lotte!“, ergänzt durch einen „Special Guest“, der wird aber anfangs noch nicht verraten (Anm. der Red.: wer die LP kennt, weiß, um wen es sich handelt – und das sind nahezu alle im Publikum!). Mit sieben Personen auf der Bühne (2x Gesang, 2x Gitarre, Bass, Schlagzeug und Saxofon) ist gleich beim ersten Stück klar: „Da kannste net meckern!“. Bei Klassikern wie „Ei Gude wie“ und „Mama Lauda“ unterstützt das Publikum die Band und singt textsicher mit! Das nächste Stück bedarf einer kleinen Einleitung: die Anwesenden sollen sich vorstellen, Heinz Schenk sei von den Toten auferstanden und als „The Walking Schoppe“ unterwegs – mit im Gepäck: „100 Fässer grüne Soße“. Ich sage nur: „Are you ready for the Mittelteil?!“ – Stichwort Serengeti, Yeti sowie – auf Publikumszuruf – „Der Urologe aus Gibraltar“ (Anm. d. Red.: LeserInnen, die dabei waren, wissen, was ich meine).

Zwischendurch lässt die Fastnacht grüßen, bei „Humba, humba, humba tätärä“ zieht das Publikum mit – die Stimmung ist perfekt! Sollten jetzt bei dem ein oder anderen irgendwelche Zweifel aufkommen: Nein, es war keine bierselige Festzeltstimmung – die Rodgau Monotones sind alle hervorragende Musiker, was sie bei verschiedenen Soli unter Beweis stellten! „Ein Leben für Lärm“, ein „Ballädchen“ („Is nur Kino“) mit Querflötensolo von Matthias „Mattl“ Dörrsam sowie als Protestlied mit dem „Niveaubooster der Band“ Martin „Dog“ Kessler zeigen sich die „Monsters of Achtsamkeit“ (alle Zitate Peter „Osti“ Osterwold) mit dem „Frauenfeindlichen AC/DC-Stück“ auch von ihrer mehrsprachigen Seite, muss das Publikum zwischendurch mit Hilfe der Nachsilbe „-le“ auch noch auf Schwäbisch umschalten. Dann ist’s Zeit, die hessischen Fähnchen zu schwenken. Flugs werden die „Wimplsche“ durchgereicht, so dass bei „Susi war die Höchststraf“ (zur Melodie von „Music was my first love“) kräftig mitgewedelt werden kann. Der anschließende „Mercury Blues“ wird dem Gedenken an den 2023 verstorbenen Raimund „Ray“ Salg gewidmet, bevor Band und Publikum sich eine Pause gönnen.

Knapp eine halbe Stunde später geht’s mit dem zweiten Teil weiter – wie anfangs angekündigt wird die gesamte „Volle Lotte!“ LP durchgespielt – vor 40 Jahren erschienen, gehört sie eindeutig zum Soundtrack meiner Jugend! Schon damals gefielen mir die pointierten Texte der Rodgau Monotones, kombiniert mit fetzigem Sound. Der angekündigte Special Guest ist natürlich kein anderer als Henni Nachtsheim (später: Badesalz). Doch zunächst muß was frisch Gezapftes auf die Bühne gereicht werden, bevor es wieder richtig losgehen kann. Ein Hit jagt den nächsten, die Stimmung ist unglaublich gut! Auch bei Zungenbrechern wie „Was hat’n da der Pappa da?“ meistert das Publikum jede Silbe und zum Schluss gibt’s nochmal kollektives Fähnchenschwenken. Bei der ersten Zugabe „Mein Freund Harvey“ brechen die Rodgau Monotones abrupt ab, da vor der Bühne offenbar ein Zuschauer umgekippt ist. Das kurz zuvor noch ausgelassen feiernde Publikum wird ebenfalls mit einem Schlag still, die Crew vom REX reagiert sofort und souverän (Anm. d. Red.: alles Gute für den Betroffenen und seiner Familie). Als zweite Zugabe folgt der Song, bei dessen Performance die Rodgau Monotones vor 33 Jahren ihre unglaublich gute Sängerin Kerstin Pfau entdeckt haben: „Highway to Hell“ von AC/DC – in einer sehr aparten und Rodgau Monotones-typischen Mischung mit dem Text von „Wir wollen niemals auseinandergehen“.

Fazit: ein toller Abend, ein Wahnsinnskonzert – volle Lotte, wieder mal! – und gerne wieder, hoffentlich vor dem 50-jährigen!

Setlist

Set 1:
Da kannste net meckern
Ei gude wie
Mama Lauda
Hundert Fässer grüne Soße
Ein Leben für Lärm
Is‘ nur Kino
Ein frauenfeindliches AC/DC-Stück
Susi war die Höchststraf
Mercury Blues (David Lindley cover)

Set 2 – Volle Lotte!
Is mir egal
Viel zu spät
Wenn Bullermann kommt
Der kleine Pirat
Du und mein Autoradio
Zirkus Kaputt
St. Tropez am Baggersee
Normale Härte
Frach mich net (wie’s mir geht)
Die Hesse komme
Volle Lotte

Zugaben:
Mein Freund Harvey
Highway to Hell (AC/DC cover)

Rodgau Monotones – Besetzung
Peter „Osti“ Osterwold – Gesang
Kerstin Pfau – Gesang
Albrecht „Ali“ Neander – Gitarre
Rolf Plaueln – Gitarre
Joachim „Joki“ Becker – Bass
Martin „Dog“ Kessler – Schlagzeug
Matthias „Mattl“ Dörsam – Saxophon
Hendrik „Henni“ Nachtsheim – Gesang (Gast)

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Text: Hildegard Franke (Gastbeitrag) / Fotos: Oliver Haremsa (Emeraldpics)

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Oliver

Leidenschaftlicher Musikfotograf für Metal und Hard-Rock. Bands, deren Schriftzug ich nicht lesen kann, gefallen mir nicht. Mag gerne Wortspiele und niedrige ISO.

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