Schon mit Ihrem Debutalbum “Guns for Hire“ hatte die britische Newcomer-Band Tailgunner 2023 für durchweg gute Kritiken bei Fans und Presse gesorgt. Nun kommt am 06. Februar das Nachfolgealbum „Midnight Blitz“ auf den Markt, gleichzeitig der Erstlings-Output bei ihrem neuen Plattenlabel Napalm Records.
Die 5 Jungs aus England können mit Fug und Recht als eine der großen Hoffnungen für alle Anhänger des NWOBHM gelten, denn Sie bauen mehr als einmal gekonnt eine Brücke zu den großen Bands der Achtziger. Ihr Sound atmet den Charme der Achtziger und man könnte geradezu meinen, dass TAILGUNNER die DNA von Band`s wie Judas Priest, Iron Maiden und Def Leppard bereits im Kindesalter mit der Muttermilch aufgesogen haben. Auch das Outfit der Jungs mit Lederjacke und Nietengürtel ist heutzutage nicht mehr allzu oft zu sehen und erinnert an die guten alten Zeiten des NWOBHM.

„Midnight Blitz“ ist eine deutliche Verbeugung vor der Ära der 80er Jahre und man fühlt sich klanglich beim Hören der 10 Songs von „Midnight Blitz“ immer mal an eben diese großartige Zeit und einige der besten Bands dieser Zeit erinnert, die gemeinsam Anfang der 80er den britischen Heavy Metal geprägt haben.
Diese Anleihen sind jedoch keinesfalls negativ zu sehen – ganz im Gegenteil, die Mischung aus modernem wuchtigem Sound gepaart mit den Genen dieser Metal-Urgesteine ergibt heuer eine sehr gelungene Verbindung aus Moderne und Tradition, die man gerne als die nächste Generation der jungen wilden Bands betrachten kann, die den Heavy Metal hoffentlich in den nächsten Jahrzehnten prägen wird.
Nachdem TAILGUNNER als Vorband von KK’s Priest einen starken Eindruck hinterlassen hatten, konnten Sie den legendären Gitarristen K.K. Downing auch gleich als Produzenten für das neue Album gewinnen. Gemeinsam hat man einen erstklassiges Album erschaffen, dass sicherlich in der Szene einschlagen wird wie ein Bombe.
Gleich mit dem Opener und Titeltrack zeigen uns Tailgunner, dass Sie eine deutliche Schippe im Vergleich zum Debut draufgelegt haben, sowohl produktionstechnisch als auch vom Songwriting hat man sich nochmals deutlich gesteigert. Frisch, frei Schnauze, als hätte man Jahrelange Erfahrung beim Schreiben geiler Songs ist das Outrput der gemeinsamen Arbeit ein echtes Hammeralbum geworden.
Eine kraftvolle Produktion, guter Sound und das Wichtigste natürlich, 10 Tracks, die ausnahmslos ohne einen Ausfall überzeugen können, wirbeln uns beim Zuhören mit Höchstgeschwindigkeit wie ein Sturm um die Ohren machen einfach Spaß.
Wie eine Warnung kann wohl die Sirene zu Beginn des Openers gedeutet werden, warnen uns die Briten doch gleich mal vor dem anstehenden Luftangriff, der wie ein Gewittersturm die folgenden knapp 45 Minuten mit 10 Songs über uns hereinbrechen soll. Der Titeltrack über nen Luftangriff aus Sicht der Angreifer entwickelt sich sofort zum einer echten Metal Hymne der klassischen Art. Schnelle Riffs mit überragender Melodie, der sofort das Feuer beim Hören entfacht. Mit frischem Sound bildet der Song eine gelungene Verbindung von Power Metal und waschechtem Speed Metal, immer mit einprägsamen Melodieläufen, die sich schnell im Ohr festkrallen.
Mit „Tears In Rain“ gibt’s im Anschluss die zweite Singleauskopplung, die sich als eines meiner Highlights der Scheibe entpuppt. Ein Song, der mit seinem hymnenhaften Refrain nicht mehr aus dem Ohr geht, wenn er sich erst mal eingenistet hat. Tolle Melodie, dazu messerscharfe Riffs, da kann man einfach nicht genug davon haben, auch das Ende des Songs begeistert.
Es folgt der Speedkracher „Follow Me In Death“, bei dem die Schlagzahl erneut hoch ist. Trotz einem Riffgewitter des starken Gitarrenduos Rhea Thompson und Zach Salvini dominiert die einprägsame Melodieführung und so grenzt man sich deutlich von klassischem Trash Metal ab. Sänger Craig Carns ist echt eine Wuchtam Micro und kann mit seiner Gesangsleistung absolut überzeugen. Das geile Gitarrenduell ist der Hammer und auch die Doublebass von Drummer Eddie Mariotti leistet seinen Beitrag zum Gelingen des Sonsg.
Der Midtempo-Rocker „Dead Until Dark“ erinnert an der ein oder anderen Stelle etwas an Iron Maiden, erneut läßt die eingängige Melodieführung den Fuß im Takt mitwippen, stark.
Danach geht’s dann fast trashig weiter und beim Einstiegssolo zum Antikriegssong „Barren Lands And Seas Of Red“ werden kurz mal die Saiten im positiven Sinn gequält. Ein schnelles Riff gepaart mit Doublebass-Attacke, dazu erneut ein eingängiger Refrain, fertig ist der nächste Kracher.
Mit der Powerballade „War In Heaven“ wird erstmals das Tempo gedrosselt und es gibt etwas leisere Töne. Mit sphärischem Keyboardintro erfolgt der Einstieg in ein weiteres Highlight des Albums, das vom apokalyptischen Kampf zwischen Engeln und Dämonen, handelt. Der Song thematisiert Hoffnungslosigkeit und das Flehen um Erlösung und besticht durch seinen gefühlvollen Gesang wie Stratovarius mit Timo Kotipelto zu seinen Hochzeiten. Langsam nimmt der Song Fahrt auf und mündet in einen grandiosen Refrain mit Gänsehautpotential. Auch die Gitarrensolo ist göttlich, so muss eine Ballade klingen, ganz stark und ganz nach meinem Geschmack. Hammersong!
„Blood Sacrifice“ ist ebenfalls ein schneller Speed Metal Track, der mit seinem pushenden Tribe gefällt, dazu erneut ein Riff à la KK Downing, das auch einem Judas Priest-Album gut zu Gesicht gestanden hätte. Bärenstarker Pusher.
„Night Raids“ kann mit etwas schlechtem Gewissen noch als der „schwächste“ Song durchgehen, will man mit Gewalt einen Schwachpunkt (?) auf dem Album suchen. Doch das bockstarke „Eye Of The Storm“ begeistert im Zentrum des Albums im Anschluss sofort wieder mit seiner sich steigernden Melodie mit Ohrwurmpotential.
Zum Abschluss dieser starken Scheibe gibt’s dann nochmals ein volles Brett. Etwas getragen angefangen, entwickelt sich „Eulogy“ dach dem Keyboard/Gitarren-Intro schnell zum perfekten Mitsingtrack für jedes Konzert. „Kingdom of the never ending night“ geht runter wie Öl, und vor dem inneren Auge hört man tausende Metalheads laut mitgröhlen.
Schade nur, dass die 45 Minuten schon rum sind, dass war`s leider. Keine Sekunde Langeweile und Atempause, was eine starke Scheibe. Ab zum nächsten Durchgang.
Fazit:
Mit „Midnight Blitz“ ist TAILGUNNER für mich die erste ganz große Überraschung des Jahres 2026 gelungen. Ein phantastisches Album mit ausnahmslos erstklassigen Songs, das keinerlei Füllmaterial beinhaltet und mit seinem modernen Sound und der gelungenen Symbiose aus Old School Metal und modernem Metal punktet. Ob schnelle Riffs oder langsame Ballade, es sitzt jeder Ton, und die Solis schaffen es mehr als einmal, dass sich Gänsehaut breit macht.
Mit Frontmann Craig Carns haben Tailgunner eine mehr als starke Stimme an Bord, die sehr variantenreich klingt und auch bei den schnellen Speed Metal Tracks stets klar und deutlich rüberkommt.
Eingängige und mitreisende Melodien stehen bei den Briten trotz hoher Schlagzahl immer im Mittelpunkt der Songs. „Midnight Blitz“ schlägt nicht nur zu später Stunde um Mitternacht ein wie ein Gewitter, das Album macht einfach von der ersten bis zur letzten Sekunde Spaß, auch nach mehrmaligem Durchlauf kommt keine Langeweile auf.
Von mir gibt’s für TAILGUNNER mehr als verdiente saustarke 9,5 Bangs und für „Midnight Blitz“ gleich mal einen Eintrag in der Liste „Anwärter für das Album des Jahres 2026“, auch wenn das Jahr gerade erst angefangen hat.

Mit „Midnight Blitz“ haben TAILGUNNER allerbeste Chancen, bald in aller Munde zu sein und bald auch im Rest von Europa im Vorprogramm einer großen Band für Furore zu sorgen. Ein saustarkes Album das jeder Metalhead blind kaufen kann oder zumindest antesten sollte.
Die Sterne stehen auf alle Fälle für TAILGUNNER mehr als günstig.
Tracklist Midnight Blitz:
1. Midnight Blitz
2. Tears In Rain
3. Follow Me In Death
4. Dead Until Dark
5. Barren Lands And Seas Of Red
6. War In Heaven
7. Blood Sacrifice
8. Night Raids
9. Eye Of The Storm
10. Eulogy
„Midnight Blitz“ erscheint am 06. Februar 2026 über Napalm Records und kann hier vorbestellt werden.
TAILGUNNER Live 2026
With HAMMERFALL
14.01.26 CH – Pratteln / Konzertfabrik Z7
15.01.26 CH – Lausanne / Les Docks
17.01.26 ES – Barcelona / Razzmatazz
18.01.26 ES – Murcia / Mamba
20.01.26 ES – Sevilla / Custom
21.01.26 PT – Lisbon / Republica Da Musica
22.01.26 PT – Porto / Hard Club
23.01.26 ES – Madrid / La Riviera
24.01.26 ES – Villava / Sala Totem
26.01.26 IT – Milan / Alcatraz
30.01.26 WL – Porthcawl, Wales / Planet Rock Winters End Festival
Tour Support for Fozzy’s “Eyes On You” Tour
06.02.26 EN – Brighton, England / Chalk
07.02.26 EN – Margate, England / Dreamland
08.02.26 EN – Manchester, England / The Ritz
10.02.26 EN – Norwich, England / Epic Studios
11.02.26 EN – Bradford, England / Nightrain
13.02.26 EN – Nottingham, England / Rock City
14.02.26 SC – Glasgow, Scotland / TV Studios
15.02.26 EN – Newcastle, England / Boiler Shop
17.02.26 WL – Cardiff, Wales / Tramshed
18.02.26 EN – Torquay, England / The Foundry
19.02.26 EN – Southampton, England / The 1865
20.02.26 EN – London, England / Electric Ballroom
21.02.26 EN – Wolverhampton, England / KK’s Steel Mill
Summer Festivals 2026
05.06.26 IS – Stykkishólmur / Sátan Festival
06.06.26 SE – Sölvesborg / Sweden Rock Festival
13.06.26 UK – Donington Park / Download Festival
26.06.26 CZ – Spálené Poříčí / Basinfire Fest
27.06.26 DE – Dischingen / Rock Am Härtsfeldsee
04.07.26 DE – Ballenstedt / Rock Harz
07.07.26 NO – Trondheim / Trondheim Rocks Festival
18.07.26 UK – Maidstone / Maid of Stone Festival
06.08.26 ES – Villena / Leyendas Del Rock
08.08.26 BE – Kortrijk / Alcatraz
09.08.26 DE – Geiselwind / Keep It True Legions Festival
15.08.26 NL – Eindhoven / Dynamo Metal Fest
21.08.26 DE – Pellingen / Hells Pells Festival
05.09.26 UK – Coventry / Hella Rock Festival (Coventry Empire)

TAILGUNNER are:
Craig Carns – Vocals
Rhea Thompson – Lead Guitar
Zach Salvini – Lead Guitar
Bones – Bass Guitar
Eddie Mariotti – Drums
TAILGUNNER online:
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INSTAGRAM
NAPALM RECORDS
