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Tool – Fear Inoculum – Rückkehr der Sophisticated Prog Metal Ingenieure – Album Review

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Jahrelang geisterte das Gerücht eines neuen Albums durch die Medien, dann wurde es immer mal so halb angekündigt, nun ist es seit dem 30.08. raus. Die kalifornischen Grammy Preisträger und Prog / Alternative Metal Pioniere Tool haben 13 Jahre nach ihrem letzten Longplayer 10000 Days nun ihr neues Album Fear Inoculum herausgebracht. Und bevor auch nur ein Fragment des neuen Materials zu hören war, sorgte die Band für Kontroversen. Vorbestellbar und erhältlich ist als physisches Medium bislang ausschließlich eine Box, bestehend aus einer CD, einem 4″ LC-Display mit aufgespieltem Musikvideo, ein USB-Stick mit der MP3-Version des Album sowie einem 36-seitigem Booklet, zum Premiumpreis.

Angekündigt ist für den Herbst noch eine Vinyl-Version, ansonsten bleibt dem geneigten Fan nur das Streaming oder der Kauf eines digitalen Downloads. Man mag davon halten, was man will, die Box ist sehr wertig aufgemacht und bietet eine Menge fürs Geld. Die digitalen Downloads beinhalten sogar noch drei Bonustracks, die es in der Box nicht gibt, und gerade die High Resolution Downloads (in 96KHz / 24Bit verlustfrei) sind bei einen Preis von ca. 17 – 20 EUR akzeptabel taxiert. Und die Musik? Nun, der Hörer bekommt ein typisches Tool-Album geboten. Bewegungsarme Longtracks im Metal / Alternative Spektrum, die meist auf (interessanten) sich wiederholenden Gitarren- oder Schlagzeugfiguren basieren, verziert mit allerlei elektronischen Effekten. Rhythmisch ist das ganze erste Sahne, der Schlagzeuger Danny Carey zeigt eindrucksvoll, zu welchen Leistungen er fähig ist. Die Produktion ist sehr ausgewogen, transparent und druckvoll, gerade die High Resolution Version klingt über Kopfhörer wirklich beeindruckend gut. Und diese Art von Musik hört man in der Tat am besten über Kopfhörer, die (untereinander kaum unterscheidbaren) Tracks ziehen den Hörer in einer Art Trip in den Bann, dass man überrascht ist, wie schnell die knapp 90 Minuten doch vorbei sein können. Das Album braucht viel Zeit, ist aber jede Minute davon wert. Eine Tour ist für 2020 angekündigt, bislang stehen allerdings noch keine konkreten Termine fest. Wir halten die Augen offen.

 

Fazit:

Mit diesem Album haben Tool ein für sie sehr typisches Album abgeliefert, die Unterschiede zum Vorgänger sind nicht sehr groß. Fans bekommen ebenso ihr Suchtfutter wie der Rest der Welt auch mit diesem Album keinen Zugang bekommen wird. Und ich hätte mir zumindest eine konventionelle CD-Version gewünscht, mit einem rein digitalen Kauf tun sich viele Interessenten sicher noch schwer. Macht für mich insgesamt 8,5 von 10 Bängs.

 

Band:

  • Danny Carey – Schlagzeug, Synthesizer
  • Justin Chancellor – Bass
  • Adam Jones – Gitarren
  • Maynard James Keenan – Gesang

Tracklist:

  1. Fear Inoculum – 10:20
  2. Pneuma – 11:53
  3. Litanie contre la peur (Bonustrack digitale Version) – 2:14
  4. Invincible – 12:44
  5. Legion Inoculant (Bonustrack digitale Version) – 3:09
  6. Descending – 13:37
  7. Culling Voices – 10:05
  8. Chocolate Chip Trip – 4:48
  9. 7empest – 15:43
  10. Mockingbeat (Bonustrack digitale Version) – 2:05
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Ingo

Ingo

Jahrgang 1979, aufgewachsen mit klassischem Progressive Rock, aber auch gepflegtem Metal und Hardrock sowie den Schnittmengen mit Prog Rock nicht abgeneigt.

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