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Year of The Goat – Novis Orbis Terrarum Ordinis Occult – Album Review

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Am kommenden Freitag, den 06.09.19 ist es endlich soweit und die schwedischen Okkult Rocker um Year of The Goat bringen ihr neues Album Novis Orbis Terrarum Ordinis Occult auf den Markt. Die Musiker selbst sagen von dem Album, dass sie es uns regelrecht um die Ohren hauen wollen, nachdem sie sich vier lange Jahre in Dekadenz und Völlerei in ihrem heiligen Tempel gut gehen haben lassen. Sie sagen jedoch auch, dass sie die letzten vier Jahre in unaussprechlichem Zorn, Gier und in Verschwendungssucht verbrachten, um uns alle in Neid auf ihr Album sehen zu lassen.

Year of The Goat gründeten sich 2006 in Schweden und gelten noch heute bei etlichen auch eingefleischten Metal Fans als Geheimtipp. Veröffentlichte man das erste Album Angels‘ Necropolis noch bei Van Records, wechselte man für die folgenden Alben (The Unspeakable und das nun kommende) zu Napalm Records und bereichert dort meiner Meinung ungemein das dortige Repertoire. Ob die sechs Vollblutmusiker mit Novis Orbis Terrarum Ordinis Occult wirklich eine neue okkulte Weltordnung erschaffen, könnt ihr als digitalen Download, CD oder auf Vinyl (im hübschen Gatefold) selbst entscheiden.

Doch was genau hauen sie uns da eigentlich um die Ohren? Vorab sei gesagt, dass wir uns auf insgesamt neun satte Songs freuen dürfen, von denen mit Superbia und Avaritia bereits zwei mitsamt Lyric Video veröffentlicht wurden. Der Chorus von Superbia beschreibt schon mal gut das Album mit „…When i rise then i will be praised again…“! So wie der besungene Protagonist des Songs, der sich erheben wird, tun es auch Year of The Goat.
Den Beginn des Albums macht der Song Subortus, der mich mit seiner Gesamtlänge von 5:30 schon mal voll in den Bann zieht. Die Stimme von Thomas Sabbathi zusammen mit den psychedelischen Riffs der Gitarren, dem Mellotron und dem treibenden Bass! Das ist Okkult Rock, wie ich ihn liebe. Acedia ist als zweiter Song etwas leiser, doch nicht weniger aufregend dank eingängiger Hook und nun mehr Tempo als der Vorgänger. Luxuria, Ira und der bereits angesprochene Song Superbia, dessen Lyric Video bereits seit Anfang August Köpfe verdreht, hüllen den Zuhörer nach und nach in eine finstere, jedoch nicht bedrohliche Atmosphäre und man verlangt unweigerlich mehr und mehr.

Gula flasht gleich schon zu Beginn mit richtig gutem und für die Musikrichtung so typischem Riffing bereits beim Intro.  Avaratia, zu dem des bereits ein offizielles Video gibt, beschreitet den majestätischen Weg weiter und betört durch schwarze Melodie. Den würdigen Abschluss des Albums bilden die beiden Songs Invidia und Subicio, wobei letzterer mein absoluter Lieblingssong ist. Hier vereinen sich alle schweren Melodien zu einem elegischen Mysterium. Heftige, rauhe Riffs füllen den ganzen Raum und nehmen einem beinahe den Atem. Eine bittersüße, jedoch tödliche Umarmung lässt den Hörer in dunklem Nebel zurück.

Mein Anspieltipp für euch:

Mein Fazit:
Vier Jahre Warten haben sich wahrlich gelohnt! Das Year of the Goat wird am 06.09. anbrechen und hoffentlich nie enden. Dieses Album ist für mich nahe dran am Inbegriff des psychedelischen Okkultrock. Eine neue Weltordnung wurde definitiv geschaffen und man löst sich von genregleichem wie Black Sabbath, Coven oder Devil’s Blood gerade soweit, als dass man nicht in deren Fuhrwasser plätschert, sondern den eigenen Stil lebt. Für mich könnte dies das Okkult/Doomrock Album des Jahres werden; die volle Punktezahl bleibe ich jedoch schuldig und vergebe verliebte 9.5/10 Bängs für dieses Meisterwerk.

Line-up:

Thomas Sabbathi – Gesang, Gitarre
Jonas Mattsson – Gitarre
Linus Lundgren – Gitarre
Daniel Melo – Drums
Joona Hassinen – Bass
Pope – Back Vocals, Mellotron

Tracklist:
1. Subortus
2. Acedia
3. Luxuria
4. Ira
5. Superbia
6. Gula
7. Avaritia
8. Invidia
9. Subicio

Weiterführende Links:
https://www.facebook.com/yearofthegoat/
https://yearofthegoat.bandcamp.com/
https://napalmrecords.com/

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MetalliCat

MetalliCat

Adriana alias MetalliCat - KittyCat mit Vorliebe für metallerne Klänge; besonders im progressiven Rock und Metal, Postrock, Poprock, Stonerrock und Alternative zu Hause. Zusammen mit Frank bildet sie "unser Team in Wien" und besucht jede Menge Konzerte dort.

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